Quelle: Interview von Mandoline Rutkowski (Welt.de) mit der Gynäkologin Dr. Uta Schlossberger
Intimchirurgie ist nicht mehr der „Schickimicki Schnickschnack“ von früher. Heute wird überwiegend aus anderen Gründen operiert. Es geht um rekonstruktive Chirurgie, z. B. nach einer Geburt oder Beschneidung. Es werden Schäden im Intimbereich behoben, um Frauen damit ein neues Selbstbewusstsein gegeben – oder ihnen die Würde zurückzugeben und ihnen zu ermöglichen, ihren Scheidenbereich wieder in die Sexualität einzubinden.
Frauen haben heute ein neues Selbstbewusstsein und akzeptieren nicht mehr, dass sich ihr Körper nach Schwangerschaft und Geburt stark verändert hat. Viele schämen sich, trauen sich nicht, sich vor ihren Partner:innen oder anderen nackt zu zeigen. Ein Eingriff soll dazu führen, dass sie sich in ihrem Körper wieder wohlfühlen.
Welche Eingriffe sind sinnvoll?
Folgende Eingriffe führt Frau Dr. Uta Schlossberger mit ihrem Team der „Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie“ (GAERID) durch:
Rekonstruktion aus medizinischen Gründen nach Beschneidungen, v. a. bei Patientinnen aus arabischen und afrikanischen Ländern, denn dort werden immer noch Beschneidungen von Frauen praktiziert
Verkleinerung der inneren Schamlippen, wenn diese nicht (mehr) von den äußeren bedeckt werden, denn das kann bei Belastungen (beim Sitzen oder Radfahren) zu Schmerzen führen.
Vaginalverengung zur Verbesserung des Sexlebens, v. a. bei Frauen nach der Geburt ist ein Eingriff hilfreich.
Vaginalverengung bei Inkontinenz, zur Aktivierung der Schleimhäute, besseren Durchblutung und damit zur Stärkung des Beckenbodenmuskels.
Dr. Schlossberger und ihr Team lehnen Operationen ab, wenn es sich um reine SchönheitsOPs handelt – ihr Kredo „Die Vulva ist keine Skulptur, die man herrichtet“. Sie kreieren keine „Brötchen- oder Designer Vulven“, wie sie häufig in Pornos zu finden sind.
Natürlich bergen rekonstruktive Operationen Risiken und Gefahren, wie jede andere Operation auch. Jede Frau sollte sich also genau überlegen, aus welchen Gründen sie sich operieren lassen will. Nur einem Schönheitsideal nachzulaufen, das in den Medien propagiert wird, ist sicherlich der falsche Ansatz. Eine gute Beratung und Aufklärung über mögliche Konsequenzen, am besten von mehreren Ärzten, ist vernünftig und ratsam.
Wir haben noch weitere Links für Dich recherchiert und zusammengestellt:
Wir greifen wieder ein Tabuthema auf, dass eine potentielle Gefahr für Deine Kindern darstellt.
Cyber-Grooming wird als „Anbahnung sexueller Übergriffe durch Erwachsene im Internet“ übersetzt. Gemeint ist dabei die Kontaktaufnahme zu minderjährigen Kindern und Jugendlichen, mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs online oder bei realen Treffen.
Im Gespräch mit RTL geht der erfahrene Cyberkriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger davon aus, dass sich kaum ein Kind im Internet bewegen kann, ohne mindestens ein Mal mit Cyber-Grooming konfrontiert zu werden. Im Zuge des RTL-Spezials „Angriff auf unsere Kinder – und was WIR dagegen machen können“ aus März 2021 gab es viele Berichte zu diesem Thema. Wir möchten an dieser Stelle Deine Aufmerksamkeit nochmal darauf lenken und Dich sensibilisieren, wie Du Deine Kinder besser schützen kannst.
Schutz vor Cyber-Grooming für die eigenen Kinder
Unsere Kinder wachsen als „Digital Natives“ auf – für sie ist der alltägliche Umgang mit den digitalen Medien eine Normalität, über die sie nicht bewusst nachdenken. Es ist also zwingend notwendig, mit ihnen so früh wie möglich über mögliche Gefahren zu sprechen, sich als Eltern aktiv mit Aufklärung zu befassen und entsprechende Schutzvorkehrungen zu treffen.
Der kurze RTL-Beitrag „Wie können wir unsere Kinder vor Missbrauch im Netz schützen?“ verfolgt einfache Ansätze mit großer Wirkung: Von Geräte- und Profileinstellungen, über Gespräche bis zu einer Kinderschutz-Software wie „Jusprog“ oder „Qustodio“ lassen sich Schutzmechanismen aufbauen, die Eltern etwas ruhiger schlafen lassen.
RTL verweist auf mangelnd e Sicherheitsvorkehrungen verschiedener Apps wie „Likee“, die minderjährigen Kindern keinen wirksamen Schutz vor Cyber-Grooming bieten. Bei „Schau hin“ findest Du wertvolle Tipps zur Enttarnung von Cybergrooming: Missbrauch im Netz.
Harmloser Chat? Weit gefehlt!
In nur drei Tagen kamen insgesamt über 500 übergriffige, sexualisierte Kontaktanfragen bei den erwachsenen Testusern an. Die drei 20-jährigen Schauspieler:innen haben bei dem Experiment auf der Plattform Knuddels mitgewirkt und sich für 12-jährige Kinder ausgegeben.
Fassungslos über die Flut der Anfragen durch Cyber-Groomer stand dem Team die Betroffenheit ins Gesicht geschrieben. Die Menge und die Inhalte bauen einen enormen psychischen Druck auf die Kinder auf: Zum Teil mit Bildern oder mit dem Vorschlag, auf ein anderes Chatportal zu wechseln, kommt man schnell ins Detail. Sogar Angebote sich privat zu treffen waren dabei, wie das kurze Video zeigt.
„Knuddels“ hat auf die Anschuldigungen reagiert und teilt mit, dass alle Chatgespräche durch einen technischen Filter überwacht werden. Dieser verhindert die Zustellung der Nachrichten mit jugendgefährdenden Inhalten, jedoch scheint das System nicht gut zu funktionieren.
Ermittlungsverfahren schon vor der Ausstrahlung
Das Experiment machte erschreckend deutlich, wie aggressiv und zielgerichtet die Sexualstraftäter gegenüber Kindern vorgehen und sich die bekannten Sicherheitslücken zunutze machen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden bereits vor der Ausstrahlung eingeleitet und es konnten bereits einige Täter überführt werden. Doch viele Täter werden nicht – oder zu spät – entdeckt.
Unterstützung für Eltern und Kinder
Mehr Informationen, Hintergründe und Unterstützung bieten verschiedene Initiativen. Zum einen „Schau hin“, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ARD, des ZDFs und der AOK, die Interessierte in regelmäßigen Newslettern informiert und als Anlaufstelle für Fragen zur Verfügung steht.
Zum anderen gibt es die EU-Initiative „klicksafe“, die sich für eine sichere Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendliche einsetzt und die Problematik ins öffentliche Bewusstsein rückt. Der Appell geht immer an Eltern, Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Jugendbetreuer und Sozialpädagogen, die Jugendliche in ihrer täglichen Arbeit und Nähe auf einen kompetenten Umgang mit dem Internet sensibilisieren können. In Deutschland ist es ein gemeinsames Projekt der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien NRW. Zu den Aufgaben gehören auch die Informationsbereitstellung, eine Internet-Beschwerdehotline und die Helpline „Nummer gegen Kummer“.
Unter dem Namen „Zebra“ stehen Experten der Landesmedienanstalt NRW Eltern bei Fragen, die sich aus dem digitalen Alltag ergeben, beratend zur Seite. Sie bieten auch konkrete Hilfestellung an.
Wenn Du weitere Informationen oder Hilfestellungen für unsere Leser:innen hast, schreibe uns bitte einen Kommentar.
Heidi Nickel kennt sich aus, wenn von Gesundheit die Rede ist. Als Vorstandsvorsitzende der „Meine Gesundheit-Genossenschaft eG“ in Dortmund macht sie sich für die Vorzüge eines betrieblichen Gesundheitsmanagements stark und setzt es in kleinen und mittelständischen Unternehmen um. Gesundheit ist für sie Berufung und Passion. Dabei interessieren sie vor allem die Menschen, die sie mit ihrer Beratung unterstützt. In der Zusammenarbeit spielt deren Hintergrund für sie keine Rolle, solange es um lösungs- und zielorientierte Herangehensweise geht. Ihre Funktion als Qualifizierte Aufsichtsrätin nimmt sie in zwei Unternehmen wahr.
Heidi, welche Erfahrungen haben Dich zu der Person gemacht, die Du heute bist?
Meine Karriere begann im Vertrieb. Als Studentin der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing hat mir Mannesmann Mobilfunk damals eine Stelle angeboten. Ich habe sie natürlich ergriffen. Dafür war es aber notwendig, mein Studium schnellstmöglich zu beenden. Also habe ich meine Nebenjobs gekündigt und im rasanten Tempo meinen Abschluss gemacht. Danach war ich neuneinhalb Jahre im Vertrieb und Vertriebsmanagement des Mobilfunkanbieters tätig – mehr als die Hälfte der Zeit in Dortmund, den Rest in Frankfurt am Main. In dieser Zeit bin ich in die Führungsebene aufgestiegen. Dem Druck, der mit einer solchen Position verbunden ist, habe ich standgehalten, ich war fokussiert, unnachgiebig und letztlich sehr erfolgreich. Eine der Personen mit prägendem Einfluss war mein Verhandlungspartner René Obermann.
Die Erfahrungen bei Mannesmann haben mich beflügelt. Ich habe mich in einem Umfeld entwickelt, in dem meine Ideen stets aufgegriffen und gefördert worden sind. Das hat mein unternehmerisches Handeln und meine Haltung bis heute stark geprägt. Ich kann mich immer noch daran erinnern, dass mein Vorgesetzter zu mir sagte: „Ich weiß, Frauen sind die besseren Verkäufer. Bei gleicher Eignung würde ich sie für den Dienstleistungsbereich immer bevorzugen.“ Nachdem meine letzte Führungskraft in Frankfurt gewechselt hat, war das 2001 der Impuls, diesen Beruf nach einem knappen Jahrzehnt niederzulegen.
Ich bin zurück ins Ruhrgebiet gezogen und habe mir Zeit genommen, mich beruflich neu zu orientieren. Schließlich habe ich ein Fernstudium am Institut für angewandte Psychologie und Psychosomatik begonnen und es als psychologische Beraterin abgeschlossen. Die Berufserfahrung und das neugewonnene Wissen haben in mir den Wunsch geformt, beide Bereiche in Einklang zu bringen und für meine Tätigkeit als Beraterin nutzbar zu machen. Ein Mantra hatte ich in dieser Zeit immer im Kopf: „Was kann ich besonders gut, das andere nicht schon seit Ewigkeiten machen? Welchen Mehrwert kann ich bieten?“
Wie ist für Dich die Gesundheit zu deinem Hauptthema geworden?
Als Gründerin habe ich direkt mit start2grow zusammengearbeitet. Dieser Gründungswettbewerb ist ein Coaching-Programm der Wirtschaftsförderung Dortmund. Außerdem bin ich in die WIECON AG eingestiegen und habe dort die Geschäftsleitung übernommen.
Als Unternehmensberaterin habe ich dann ein wirtschaftsbasiertes Coaching für Unternehmen angeboten. Ich habe mit den richtigen Fragen die richtigen Lösungen erzielt. Schon damals haben mich vor allem meine Offenheit für neue Themen und meine Neugier auf andere Menschen motiviert und bewegt. Mit der Zeit wuchs der Wunsch, Gesundheit zum thematischen Dreh- und Angelpunkt meiner Tätigkeit zu machen. Er vermischt sich mit meinem Interesse an Menschen und deren Potentialen innerhalb von Unternehmen. 2004 habe ich daraufhin meinen Talentkompass konzipiert: Er ist ein Katalog mit skalierten Fragen, der die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Potentiale meiner Schützlinge aufdeckt. Seine Entstehung basierte auf meiner Erkenntnis, dass jeder Mensch im Rahmen seiner Potentiale handeln und sich weiterentwickeln sollte, um langfristig glücklich und gesund zu bleiben. Damit habe ich den wichtigsten Grundstein für die Verknüpfung gesundheitlichen und unternehmerischen Handelns geschaffen.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, die „Meine Gesundheit-Genossenschaft“ zu gründen?
Zunächst habe ich mich immer stärker auf die betriebliche Gesundheit fokussiert. Mir ist ihre Wichtigkeit, unternehmerische Ziele in Veränderungsprozessen anzuvisieren, schlagkräftig bewusst geworden. Dabei habe ich eine Marktlücke entdeckt, die bislang nur marginal abgedeckt ist: Die Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements für kleine und mittelständische Unternehmen, die selbst keine Ressourcen dafür haben. Im Austausch mit Experten aus der Gesundheitswirtschaft habe ich schließlich die „Meine Gesundheit-Genossenschaft eG“ auf den Weg gebracht. Sie versteht sich als Vertrauenspartner von Betrieben und Menschen, wenn es um die Beratung und Konzeption von bedarfsgerechter Gesundheitsvorsorge geht. Für deren Umsetzung in Unternehmen bietet die Genossenschaft große Leidenschaft der handelnden Akteure und die nötige Wirtschafts- und Gesundheitskompetenz. Dabei legen wir größten Wert auf Innovation, Qualität und vor allem partnerschaftliches Handeln.
Was motiviert Dich bei Deinem unternehmerischen Handeln?
Ich brenne für Menschen. Ich interessiere mich für sie und für ihre Potentiale. Es begeistert mich, Talente zu erkennen. Oft sogar, noch bevor die Personen es selbst tun. Ich habe mit meiner Genossenschaft das Sozialprojekt „Helden gesucht“ ins Leben gerufen. Hier kann ich gemeinsam mit einem tollen Team genau diese Begeisterung ausleben. Wir unterstützen erwerbslose Menschen, einen neuen Job zu finden und bereiten sie auf die bevorstehenden Herausforderungen vor. Dabei entwickeln wir mit den Teilnehmenden neue Perspektiven und bauen gemeinsam ihre Stärken, Motivation, Kommunikationsfähigkeit und Resilienz für den Job-Alltag aus. Außerdem besprechen und erleben wir mit ihnen Themen wie Gesundheitsvorsorge durch Ernährung, Bewegung, Umgang mit Stress und auch Suchtprävention. Als wesentlichen Bestandteil entdecken wir die Potentiale der jungen Heldinnen und Helden und gleichen sie mit den Erwartungen künftiger Arbeitgeber:innen ab. Wir suchen also ein Best-Match zwischen Wunschbetrieb und Wunschbewerber und lösen für Arbeitgeber:innen das wichtige Problem der Demografie und des Fachkräftemangels auf neue Art.
In den Helden:innen legen wir den selbstverantwortlichen Fokus auf die eigene Gesundheit und die Verknüpfung von Freude und Können. Unser Lohn ist eine unverfälschte, echte Wertschätzung, die von Herzen kommt.
Und was tust Du für Dich und Deine Gesundheit?
Ich entspanne mich sehr gerne – manchmal schalte ich ab, indem ich einfach aus dem Fenster schaue. Von Hirschhausen hatte diesen eingängigen Spruch: „Kampf macht Krampf“. Dem pflichte ich aus eigener Erfahrung bei. Der Fokus muss frei sein von anstrengenden Gedanken, von dem Gefühl, unpassend zu sein. Manchmal blicke ich auf ein Wolkenbild, dass ich dann virtuell auf einer Leinwand erweitere. Meine Bilder werden dann genauso grenzenlos, wie mein Umgang mit Menschen und Ideen.
Was möchtest du Unternehmer:innen mitteilen, die noch nicht viel Erfahrung haben?
Ich bin der festen Überzeugung, dass Unterstützer:innen in der Arbeit als Unternehmer:in nicht fehlen dürfen. Dazu zählen für mich Menschen mit gleichen Werten, die meine eigenen Ideen und Taten fördern – solche Menschen habe ich immer getroffen. In unserem Sozialprojekt „Helden gesucht“ gebe ich das zurück und übernehme selbst die Rolle der Unterstützerin. Und meine Helden und Heldinnen wertschätzen das. Ich habe im Anschluss an unser letztes Treffen eine Dankeskarte erhalten, auf der geschrieben stand, dass ich selbst für meine Teilnehmenden eine Heldin bin.
Für jede Unternehmer:in, für jeden Menschen gilt, den Moment zu erreichen, an dem sich alles fügt. Dieser eine Moment, ab dem alles reibungslos läuft, ab dem alles so wird, wie man es sich gewünscht hat. Egal, ob bei Geschäftsführern oder erwerbslosen Menschen. Dieser Moment muss gezielt angestrebt werden. Dazu braucht es viel Passion – Einsatz – Durchhaltevermögen.
Vielen Dank an Frau Katharina Schultejans, die für unsere Leser:innen dieses Interview mit Heidi Nickel geführt hat.
Die Austrittswelle und Skandale zum sexuellen Missbrauch zeichnen ein deutliches Bild zur Wahrnehmung der Kirche: Enttäuschung bei Mitgliedern, Fehlverhalten auf vielen Ebenen, Ignorieren der Tatsachen und ein akutes Desinteresse gegenüber den Betroffenen. Die Wellen schlagen hoch und Bettina Böttinger fragte nach. In der Live-Sendung des WDR „Ihre Meinung“ vom 25.03.2021 waren Menschen zu Gast, die Berührungspunkte mit der Kirche haben. Von Würdenträgern der beiden großen Kirchen, Pastoren und Pfarrer, Gläubige, Vertreter der Betroffenen und Missbrauchsopfer, Religionslehrer und Menschen, die sich in der kirchlichen Arbeit engagieren, waren die Gesprächspartner).
Mit der Frage: „Austrittswelle und harsche Kritik: Ist die Kirche noch zu retten?“ ging es nicht nur um den Missbrauchsskandal, sondern auch um den Reformbedarf verkrusteter Strukturen, Maria 2.0, eine zeitgemäße Sprache und die lebensferne Realität, in der sich die Kirche immer noch bewegt.
Mit bekannten und weniger bekannten Namen präsentiert diese interessante Sendung sehr differenzierte Meinungen von Menschen, die für und in der Kirche arbeiten.
Anmerkung der Redaktion im September 2024: Leider ist die Sendung auch auf YouTube nicht mehr verfügbar.
Wir Frauen kennen das: Rasiererkauf im Drogeriemarkt. Während es für Männerrasierer oft gute Angebote und Preisnachlässe gibt, bleiben diese Schnäppchen bei den Frauenprodukten aus. Stefanie Diemand berichtet in der FAZ vom 01.03.2021 von ihrer Recherche. Der Artikel „Pink ist eine teure Farbe“ macht deutlich, dass das sogenannte „Gender Pricing“ bei Verbraucher:innen nicht gut ankommt. Ist die Preisbildung nach Geschlecht, auch „Pink Tax“ genannt, eine Diskriminierung oder handelt es sich nur „eine laufend angepasste Preisfindung“, weil höhere Aufwände bzw. Kosten in der Kalkulation berücksichtigt werden?
Während Verbraucher:innen bei einigen Produkten noch die Wahl haben, ob sie das Männer- oder Frauenprodukt kaufen, ist das spätestens bei Dienstleistungen wie Reinigung von Damenblusen/Herrenhemden und beim Friseurbesuch keine Option mehr.
Eine Ausnahme gibt es – die ist allerdings erstaunlich und auch nicht so einfach zu erklären. Bei Datingportalen bezahlen Männer im Vergleich fast den dreifachen Preis. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Stefanie Diemands branchenübergreifende Recherche bringt erstaunliche Unterschiede ans Licht, die wir Dir nicht vorenthalten wollen. Daher empfehlen wir Dirt den gesamten Artikel zum Pink Tax zu lesen.