Bye Bye Arschgeweih

Bye Bye Arschgeweih

Der Song von Ina Müller aus dem Album von 2006 „Weiblich, ledig, 40“ hatte es mir damals schon angetan. Das Lied handelt (sachlich betrachtet) davon, dass der Modetrend „Arschgeweih“ vorbei und es nun an der Zeit ist, sich einer entfernenden Laserbehandlung zu unterziehen. Beim Zuhören entstehen witzige Bilder im Kopf und ich finde das gesamte Album nach wie vor sehr hörenswert.

Kunstwerke unter der Haut

Schon immer hatte ich Menschen in meinem Umfeld, die der Körperkunst des Tattoos frönen. Eigene Erfahrung habe ich nicht, doch großen Respekt vor den Personen, die sich ihre Wunschbilder in der Haut verankern lassen.

Veränderungen

Das Leben verändert sich. Ob man Modetrends mitmacht, eine Fehlentscheidung getroffen hat oder Lebensphasen abgeschlossen sind, manchmal möchte man das Tattoo oder die Erinnerung an das damit verbundene Ereignis wieder loslassen. Das ist nicht ganz einfach und ich habe noch Worte im Ohr wie „Die Haut war nach der Behandlung ganz vernarbt!“.

Daher habe ich mich auf die Suche gemacht, um mehr über die Entfernung von Tattoos zu erfahren. Während meiner Recherche ist mir klar geworden, dass es hier nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern durchaus sämtliche Schattierungen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Entscheidung auf Dauer

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Entfernung. Da ist es wichtig, die Wahl gut zu überdenken. Von Laserbehandlung über Cover Up bis zum Blast-over, jede Option ist ein neuer Angriff auf die Haut und kann zu Schwierigkeiten führen.

Es gilt, die mentale Seite des vorhandenen Kunstwerks zu berücksichtigen:

  • Soll das Tattoo ganz weg?
  • Sind schöne Momente damit verbunden und es soll doch bleiben?
  • Will ich die Fehlentscheidung „rückgängig“ machen oder soll ein misslungenes Tattoo verschwinden?

Und auch die körperliche Betrachtung sollte nicht vernachlässigt werden:

  • Eignet sich das vorhandene Tattoo für die jeweilige Entfernungs-Methode?
  • Welche Risiken gibt es – sowohl optisch als auch hauttechnisch?
  • Ist genügend Platz (für ein Cover Up oder Blast-over) vorhanden?
  • Ist eine Kombination aus Lasern und Überstechen sinnvoll?

In jedem Fall sollte eine ausführliche Beratung und sorgfältige Auswahl der ausführenden Personen das A und O sein.

Veränderung eines Tattoos nach mehrfacher Laserbandlung – Copyright AdobeStock 187863385

Tattoo-Entfernung per Laser

Die Grundlage: Mit dem Laser werden energiereiche, gebündelte Lichtstrahlen für Sekundenbruchteile auf die betroffenen Stellen geschossen. Damit werden die Farbpigmente, die in der Lederhaut sind, aufgesprengt. Sie zerfallen in kleine Teilstücke, die dann vom Lymphsystems des Körpers nach und nach abtransportiert werden. Das braucht Zeit und ein funktionierendes Immunsystem.

Mehrfarbige Tattoos müssen mit unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts behandelt werden und halten vielleicht eine Überraschung bereit. Farbintensive Tattoos werden unter Umständen nicht komplett zu entfernen sein und als Schatten unter der Haut bleiben.

Im Regelfall werden für die Entfernung mehrere Sitzungen benötigt, so dass die Kosten um einiges höher liegen als das Stechen. Der Zeitfaktor kommt noch dazu, so dass sich die komplette Entfernung über Monate hinziehen kann.

Auf der Website infoMedizin gibt es ein kurzes Video von der Hautärztin Dr. Heike Heise mit einer verständlichen Erklärung zur Entfernung von Tattoos.

Einen sehr informativen und breit aufgestellten Artikel „Tattoo lasern: Vorzüge, Risiken und Kosten“ habe ich bei Feelfarbig gefunden.

Laserbehandlung und Cover Up – Copyright Pixabay Herco-Roelofs

Cover Up und Blast-over

Einige Sendungen suchen in Castings nach Menschen, mit „schlechten“ Tattoos. Die Personen werden dann mit der Kamera beim Prozess des Cover Ups begleitet. Das Entfernen eines ungewollten Tattoos erfolgt dabei so, dass das alte Bild in einem größeren neuen Kunstwerk „versteckt“ wird und nicht mehr sichtbar ist. Das ist die Königsdisziplin bei Tätowierern und erfordert jahrelange Erfahrung, großes Können und sehr viel gestalterisches Geschick.

Diese Methode ist im Regelfall günstiger als eine Laserbehandlung. Trotzdem gehört auch hier eine ausführliche Beratung im Vorfeld dazu. Wichtig ist auch, sich über die Arbeiten des Tätowierers zu informieren und so sicherzustellen, dass die erforderlichen Fähigkeiten vorhanden sind.

Einen sehr ausführlichen und lesenswerten Beitrag zum Thema „Cover up – Tattoos – Das solltest du wissen“ habe ich auf einer Singlebörse für tätowierte Singles entdeckt, wirklich charmant.

Inas Lösung

Ina Müller hat sich Gedanken über ihre Möglichkeiten gemacht und ihre individuelle Lösung gefunden:

„Die Trennung wird bestimmt nicht billig
Ich werd‘ mein Konto überzieh’n,
Aber wenn alles klappt, dann kann ich
Mir ’n bisschen Geld dazu verdien’n.
Denn über meinem Hinterteil,
Da wird jetzt Werbefläche frei.“

Textauszug, Quelle: https://www.songtexte.com/songtext/ina-muller/bye-bye-arschgeweih-bcfd17a.html

Copyright Titelbild: AdobeStock 261546191

WeiberWirtschaft eG: „Wir verändern die Welt!“

WeiberWirtschaft eG: „Wir verändern die Welt!“

Ein Einblick in eine Genossenschaft für Frauen, die etwas bewegen wollen.

Frau Dr. Katja von der Bey ist seit 1996 im Vorstand der Frauengenossenschaft WeiberWirtschaft eG und ist immer noch fasziniert von den Möglichkeiten, die sich durch den Zusammenschluss von Frauen ergeben. Die promovierte Kunsthistorikerin ist seit 1992 genossenschaftlich aktiv und wurde für ihre Verdienste bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie gibt uns in einen Einblick in die Themenvielfalt der Genossenschaft, die vor über 30 Jahren gegründet wurde und aus einer kleinen Fraueninitiative entstanden ist.

Hallo Katja, herzlichen Dank für Deine Bereitschaft, uns für ein Interview zur Verfügung zu stehen. Als Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin der WeiberWirtschaft eG kümmerst Du Dich unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit und das Gründerinnenzentrum. Kannst Du uns etwas zur Rechtsform sagen und uns die Entstehung und Zielsetzung der Genossenschaft etwas näherbringen?

Mitte der 1980-er Jahre nahm alles mit einer Studie seinen Anfang. Einige Frauen schlossen sich zu einer Initiative zusammen, um ein Trägermodell eines Gründerinnenzentrums zu entwickeln. Daraus entwickelte sich der Verein Weiberwirtschaft e.V., der Anfang der 1990-er Jahre in die Frauengenossenschaft „WeiberWirtschaft eG“ überging.

Die Rechtsform der Genossenschaft hat den Vorteil, dass alle Genossinnen – unabhängig vom Kapitaleinsatz – das gleiche Stimmrecht haben. Mittlerweile sind wir über 2000 Frauen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Viele davon sind keine Existenzgründerinnen, sie unterstützen das Modellprojekt aus frauenpolitischem Interesse. Wir wollen die Welt verändern und zeigen, was Frauen auf die Beine stellen können. Frauen helfen Frauen, denn gemeinsam sind wir stärker – das haben wir mehrfach bewiesen.

Der Blick in die Satzung legt dar, dass wir nicht auf Gewinnerzielung aus sind. Der Zweck der WeiberWirtschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder, die Verbesserung der Ausgangsbedingungen von Frauenbetrieben und -projekten durch Bereitstellen von Gewerberäumen in einem Gründerinnenzentrum, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen für Frauen sowie die Stärkung von Frauen auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiet.

Unser Kerngeschäft ist die Vermietung von Gewerberäumen: Unsere Schwesterorganisation Gründerinnenzentrale bietet mit unserer finanziellen Unterstützung eine Orientierungsberatung an, wir haben ein Mentoring-Programm aufgelegt und neue Fortbildungsformate für Gründerinnen entwickelt. Wir wollten etwas Großes nach eigenen Regeln erschaffen – und der Erfolg gibt uns Recht: Wir betreiben Europas größtes Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum mit rund 70 Mieterinnen.

Copyright Florian Bolk
Katja, die aus dem Satzungszweck resultierenden Themen sind vielfältig. Kannst Du uns einen kleinen Überblick zu den aktuellen Themen der WeiberWirtschaft geben?

Die deutsche Wirtschaft ist weder Familien- noch Frauenfreundlich aufgestellt. In der Vergangenheit wurden zwar einige „Schönheitsreparaturen“ vorgenommen, doch die Nachteile für Frauen liegen immer noch klar auf der Hand. Unsere Themen gehen in die Bereiche, in denen für Verbesserungen gesorgt werden muss. Das sind z. B.

  • Gründungsberatung von Frauen Die berufliche Option Selbständigkeit sollte für Frauen genauso selbstverständlich werden, wie sie für Männer schon lange ist. Wir setzen uns für eine Gründungskultur ein, in der Frauen genauso gefördert und unterstützt werden wie Männer.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Chancengleichheit
  • Angleichung des Life Income Gap
    Frauen verdienen in ihrem Leben nur halb so viel wie Männer. Bei den abhängig Beschäftigten liegt der Gap bei 20%. Der Equal Pay Day ist ein Aktionstag zu diesem Thema. Bei den Selbständigen ist die Lücke noch viel größer.
  • Entwicklung einer zukunftsfähigen Form der Wirtschaft
    Dabei geht es um die Entwicklung von nachhaltigen Modellen, die eine größere Lebenszufriedenheit ermöglichen und um die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen mit Zukunftsperspektive.
  • Altersarmut
    Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit sind notwendig, weil immer noch viele Frauen kein eigenes Geld haben und später nicht abgesichert sind.
  • Vergabe von Mikrokrediten
    Wir sind als akkreditiertes Finanzinstitut in der Lage, Kredite zu vergeben und können Gründerinnen unterstützen.
  • Befürwortung einer angemessenen Bezahlung der erbrachten Leistung
    Bieterplattformen, auf denen der günstigste Anbieter den Zuschlag erhält, richten großen gesellschaftlichen Schaden an. Wir thematisieren und klären auf, um den Schaden dieser Art von „Lohndumping“ sichtbar zu machen.
Der amtierende Vorstand – Copyright Anke Großklaß
Die Themen sind breit gefächert. Bleiben wir mal bei dem Unterschied von Frauen und Männern. Das gilt für das Einkommen, aber auch für den Grund einer Existenzgründung. Was ist dabei besonders bemerkenswert?

Ein Beispiel ist die Vertrauenslücke „Confidence-Gap“. Das sehen wir im Gründungsbereich häufig.

Während Frauen sich eher unterschätzen machen Männer genau das Gegenteil. Ein gesellschaftliches Problem wird deutlich, denn Männern wird die Selbstständigkeit eher zutraut. Ihnen wird auf die Schulter geklopft, sie werden gefragt: „Und, wann hast Du die erste Million zusammen?“ Bei Frauen sieht das ganz anders aus. Sie werden gefragt, ob sie sich das zeitlich überhaupt erlauben können, sie müssen ja schließlich auch noch für die Familie sorgen.
Um es klar zu sagen: Männer haben die Familie im Rücken, während Frauen die Familie im Nacken haben. Diese altmodischen Ansichten lassen in ihrer Wirkung nur sehr langsam nach.

Frauen ticken anders, sie haben eine andere Vorstellung von der Welt und wollen sinnstiftenden Tätigkeiten nachgehen. Nicht umsonst sind viele im Care-Bereich und in der Sorge-Arbeit unterwegs. Frauen geht es weniger um den Profit, sie wollen der Gesellschaft etwas geben, etwas Gutes in die Welt tragen und anderen Menschen helfen. Männer sind eher gewinnorientiert, die nachhaltige oder soziale Komponente der Tätigkeit spielt dabei keine große Rolle.

Auffallend sind die kulturellen Unterschiede. Im Osten sind wesentlich mehr junge Frauen in technischen Berufen tätig und es gibt auch mehr Frauen in Führungspositionen. Durch die staatliche Regelung der Kinderversorgung konnten und mussten die Frauen immer arbeiten und auch selbstverständlich in allen Berufen. Das hat eine andere gesellschaftliche Wahrnehmung bewirkt.

Copyright Florian Bolk
Das bedeutet zwar lokal gesehen eine bessere Ausgangsposition für die Frauen, doch durchgängig ist das nicht. Du erwähnst hohe Hürden, die Frauen überwinden müssen, um aus gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auszubrechen. Kannst Du das an einem Beispiel verdeutlichen?

Nehmen wir z. B. Corona, oder die Sorge- und Pflegearbeit. Es geht mir dabei um das Bewusstsein, dass die altbekannten Klischees ganz tief in der Gesellschaft verankert sind. Corona hat uns das im Frühjahr extrem deutlich gemacht.

Thema Homeschooling:
Der Lockdown kam und die Kinder mussten zu Haus unterrichtet werden. Wie viele Männer haben diese Aufgabe freiwillig übernommen? Die meisten Frauen hatten keine Wahl, das gesellschaftliche Denken ist sehr konservativ im Hinblick auf Veränderungen.

Thema Pflege der Eltern:
Häufig wird vorausgesetzt, dass Frauen die elterliche Pflege übernehmen. Manche kommen gar nicht auf den Gedanken, dass man darüber durchaus diskutieren kann. Sie übernehmen sowohl die Verantwortung als auch die körperliche Arbeit. Doch die Gesellschaft nimmt das nicht wahr und wertgeschätzt wird das auch nicht.

Thema Gendern:
Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die sprachliche Umsetzung konsequent erfolgen muss. Damit sind Erfolge sichtbar geworden. Frauen fühlen sich eher angesprochen und reagieren auf entsprechende Formulierungen. Zum Beispiel wurde ein Online-Fragebogen mit einem Kooperationspartner gendergerecht angepasst. Die Konsequenz war eine wesentlich höhere Rücklaufquote von Frauen im Vergleich zu den Vorjahren.

Thema Familiengründung:
Das klingt nach einem privaten Thema, doch tatsächlich ist es politisch. Die Frage: „Wer kümmert sich um die Kinder“ ist berechtigt, doch die Antwort ist in Gesetzen verankert. Elternzeit 12/2: Das bedeutet, dass der Vater, wenn er die Elternzeit nicht verschenken möchte, mindestens 2 Monate nehmen muss. Seitens der Politik könnten hier doch auch 50:50 vorgesehen werden.

Nach der Generalversammlung – Copyright Anke Großklaß
Das waren schon wirklich viele Informationen zu der kleinen Themenauswahl. Herzlichen Dank Katja, für den spannenden Einblick. Wir wünschen Dir und allen Mitgliedern weiterhin viel Erfolg für die Zukunft, die uns alle betrifft.

Titelbild: Katja von der Bey WeiberWirtschaft eG – Copyright Anke Großklaß

Psychische Gesundheit im Homeoffice

Psychische Gesundheit im Homeoffice

Die zweite Corona-Welle hat uns fest im Griff. Ob das entspannte Tage im Homeoffice werden oder eher Halloweenhorror in täglichen Dosen, hängt nur zu einem Teil vom Umfeld ab. Den anderen Teil können wir selbst beeinflussen. Für viele Beschäftigte fühlt sich Homeoffice jetzt – im Vergleich zum Frühjahr – teilweise entspannter an, weil die Schulen und Kitas geöffnet haben. Doch unabhängig davon kannst Du mit einigen Kniffen für Deine psychische Gesundheit sorgen.

Die Arbeitsumgebung verlagert sich in das private Umfeld, das macht die klare Trennung der beiden Bereiche schwierig. Die individuellen Situationen – alleinstehend oder mit Familie – haben unterschiedliche Herausforderungen. Der eigene Anspruch, im Homeoffice die gleiche oder eine bessere Leistung für das Unternehmen zu erbringen, kann sich schnell als Stressfaktor entpuppen. Um das zu vermeiden, haben wir fünf Hinweise für Dich zusammengestellt.

Nutze die Chance – und erkenne das Positive daran!

Bereits das Wort Homeoffice löst in manchen Köpfen Stress aus. Löse Dich davon und führe Dir das Positive vor Augen. Du bist zu Hause. Du brauchst Dich nicht durch irgendeinen Stau zu quälen, durch das herbstliche Wetter zur Arbeit zu laufen oder in vollen Bussen oder Zügen zu sitzen. Deine Kontakte verringern sich? Nur die physischen. Nutze die vorhandenen Kanäle, um mit Kunden, Lieferanten, Kollegen und Freunden Kontakt zu halten. Es sind keine Kollegen da, mit denen man zu Mittag isst, doch der Hunger kommt bestimmt? Jetzt hast Du die Möglichkeit, Dir etwas Frisches zu kochen und so für einen Mehrwert zu sorgen.

Definiere Zeitintervalle

Pausenzeiten, wie sie im „normalen“ Berufsalltag feststehen, gibt es nicht. Arbeitest Du von Zuhause, verändern sich die Rahmenbedingungen. Plane mehrere Ruhepausen in den Tag ein, wenn Du Dich wegen der Situation gestresst fühlst. Die fehlende Trennung von Arbeits- und Privatraum – Stichwort  Arbeit am Küchentisch – belastet viele Menschen und das Abschalten fällt schwerer. Nutze die veränderten Bedingungen und mache das Beste daraus. Vielleicht gehst Du in Deiner Pause mit dem Hund spazieren oder legst Dich kurz hin, um auf andere Gedanken zu kommen. Sorge dafür, dass Du Dich wohlfühlst und lege Deine Pausenintervalle so, dass Du sie auch als solche nutzen kannst.

Kommunikation in geregelten Bahnen

Während man vor Ort im Unternehmen direkt kommunizieren kann, sind Absprachen und Rückfragen vom Homeoffice eher schwierig zu händeln. Man will nicht der ständig nervende Anrufer sein oder für jede Kleinigkeit eine neue E-Mail schreiben. Versuche die offenen Punkte in einer „Sammel-E-Mail“ aufzulisten, sofern es die gleiche Kontaktperson betrifft. Themen, die telefonisch geklärt werden müssen, kannst Du ebenfalls sammeln und in einem Gespräch abarbeiten. Vielleicht bietet Dein Unternehmen auch andere Kanäle an, um einen schnellen, einfachen Austausch zu ermöglichen oder es gibt eine tägliche, festgelegte Teambesprechung, in der Du viele Dinge abstimmen kannst.

Die Arbeit von Zuhause ist heutzutage eine Herausforderung für viele. Copyright Pixabay – congerdesign

Struktur: Ein Rahmen mit Flexibilität

Es ist hilfreich, wenn Du Deinen Tag planst und für Struktur sorgst – wie sonst auch. Doch an manchen Tagen kommt alles anders. Eins der Kinder muss plötzlich aus der Kita abgeholt werden, ständig schellt jemand an der Tür oder das Festnetz-Telefon hört nicht mehr auf zu klingeln. Dein Plan geht den Bach runter und Deine Laune gleich mit.

Atme durch und erkenne, dass es nicht in Deiner Macht liegt, diese Vorgänge zu ändern. Denk daran, dass es auch am Arbeitsplatz immer wieder ungeplante Unterbrechungen gibt. Doch Du kannst Deinen Plan anpassen. Verlege die Pausenzeit nach vorne, erledige die Dinge, die gemacht werden müssen und hänge Deine Arbeitszeit hinten dran. Falls nötig informiere Deine Kollegen oder Vorgesetzte, dass Du gerade nicht erreichbar bist. Es liegt auf der Hand, dass die Welt zu Hause anders tickt. Reduziere den Stress, gestalte Deine Struktur flexibel – am nächsten Tag läuft es bestimmt wieder rund.

Sorgen, Kummer, Nöte

Das Arbeiten von zu Hause stellt die ganze Familie vor eine Herausforderung. Zögere nicht, Deine Vorgesetzten über Deinen Kummer oder Sorgen zu informieren. Wenn Du z. B. in der festgelegten Arbeitszeit wegen der Kinder nicht konzentriert am Ball bleiben kannst, sprich darüber. Es ist weder für Dich noch für das Unternehmen sinnvoll, diese Stressfaktoren unter den Tisch fallen zu lassen. Der innere Druck wächst beständig, eine Veränderung ist nicht unbedingt in Sicht. Suche das Gespräch – es finden sich bestimmt Lösungen, die vorher unvorstellbar waren. Vorgesetzte sind darauf bedacht, dass ihre Mitarbeiter gesund bleiben und den Kopf für die Arbeit frei haben. Mach es Dir also nicht unnötig schwer und kommuniziere, damit Du stressfrei durch die Zeit im Homeoffice kommst.

Hast Du weitere Tipps, die unseren Leser:innen helfen können? Schreib uns Deine Erfahrungen und Tipps gerne in die Kommentare.

7 Fakten zum Elvie auf Rezept

7 Fakten zum Elvie auf Rezept

Der Elvie Beckenbodentrainer mit Biofeedback eignet sich hervorragend, um Inkontinenzprobleme zu verbessern. Stephanie Budde-Thoms hat bereits von ihren Erfahrungen berichtet. Da der Elvie Trainer als Hilfsmittel gelistet ist, kann er ärztlich verschrieben werden – Du bekommst ihn dann auf Rezept. Doch immer wieder gibt es Rückfragen, weil der Arzt oder die Ärztin die Verschreibung ablehnt oder weil die Krankenkasse etwas anderes liefert. Wir nehmen das Thema genauer unter die Lupe, damit Du Deine Möglichkeiten kennst und die richtigen Antworten parat hast.

Fakt 1: Mit Rezept zum Elvie Beckenbodentrainer

Du kannst den Elvie Trainer auf Rezept bekommen, sofern Du eine medizinische Indikation hast. Das ist z. B. eine diagnostizierte Belastung- oder Stressinkontinenz.

Da der Elvie-Beckenbodentrainer als Hilfsmittel bei den gesetzlichen Krankenkassen gelistet ist, werden die Kosten im Regelfall von diesen übernommen. Dafür benötigst Du ein Rezept (= rosafarbene Verordnung) von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin bzw. eine Verordnung aus der Klinik. Berücksichtige bitte, dass ein Rezept nur für vier Wochen gültig ist und danach verfällt. Mehr Informationen findest Du hier.

Bekommst Du ein blaues Rezept (= Privatrezept), musst Du die Kosten selbst tragen. Bist Du privat versichert, kannst Du die Kostenübernahme für den Elvie Trainer mit Deiner Krankenkasse abstimmen.

Auf der Verordnung sollten die Kennziffer „7“ = Hilfsmittel eingetragen und die 10-stellige Hilfsmittelnummer des Elvie Trainers (15.25.19.2026) aufgeführt sein. Dann besteht die größtmögliche Wahrscheinlichkeit, dass Du auch den Elvie Trainer bekommst. Stehen nur die ersten 7 Ziffern auf Deinem Rezept, wird damit die Hilfsmittelkategorie benannt und es ist unklar, welches Gerät Du bekommen sollst.

Der Elvie Beckenbodentrainer mit Biofeedback eignet sich hervorragend, um Inkontinenzprobleme zu verbessern. Stephanie Budde-Thoms hat bereits von ihren Erfahrungen berichtet Da der Elvie Trainer als Hilfsmittel gelistet ist, kann er ärztlich verschrieben werden – Du bekommst ihn dann auf Rezept. Doch immer wieder gibt es Rückfragen, weil der Arzt oder die Ärztin die Verschreibung ablehnt oder weil die Krankenkasse etwas anderes liefert. Wir nehmen das Thema genauer unter die Lupe, damit Du Deine Möglichkeiten kennst und die richtigen Antworten parat hast.

Elvie Trainer

Fakt 2: Wie bekommst Du den Elvie Beckenbodentrainer?

Mit Deinem Rezept gehst Du zur Apotheke oder zum Sanitätshaus. Sollte Dein Arzt oder Deine Ärztin nur die 7-stellige Nummer der Hilfsmittelkategorie auf dem Rezept vermerkt haben, kannst Du bei der Abgabe direkt dazusagen, dass Du den Elvie Beckenbodentrainer haben möchtest. Im Regelfall wird das akzeptiert oder Du bekommst sofort eine Rückmeldung, wenn sie Dir diesen nicht liefern können. Grundsätzlich hast Du eine Alternative: Du kannst die Verordnung direkt an Medizintechnik Kaasen GmbH schicken. Das ist auch die schnellste Variante.

Diese sogenannten Leistungserbringer (Apotheke, Sanitätshaus, Medizintechnik Kaasen GmbH) senden dann einen Kostenvoranschlag an Deine Krankenkasse.

Kommst Du in eine Apotheke oder ein Sanitätshaus, wo Dein Rezept nicht eingelöst werden kann, stecke es in einen Umschlag und schicke es nach Lünen zu Medizintechnik Kaasen.

Sind alle Daten und Informationen auf der Verordnung korrekt eingetragen, wird das Hilfsmittel genehmigt, bei Medizintechnik Kaasen bestellt und ausgeliefert. Entweder kannst Du Deinen Elvie Trainer beim Leistungserbringer, wie z. B. der Apotheke abholen oder er wird Dir zugeschickt.

Bekommst Du ein anderes Gerät obwohl Du einen Elvie erwartest, schau bitte unter Fakt 5 nach. Dort steht, was Du in diesem Fall machen kannst. 

Fakt 3: Dein Arzt oder Deine Ärztin lehnt die Verschreibung ab!

Es kommt vor, dass Ärzte und Ärztinnen die Verschreibung des Elvie Beckenbodentrainers trotz der entsprechenden Indikation ablehnen. Das liegt zum einen daran, dass sie mit der Funktionsweise nicht vollständig vertraut und sich nicht sicher sind, ob es für Dich das richtige Hilfsmittel ist. Zum anderen liegt der Ablehnung häufig der Irrtum zugrunde, dass ein Hilfsmittel auf das Budget der Praxis angerechnet wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Mehr dazu findest Du im Artikel „Hilfsmittel: Verordnung – Anspruch – Erstattung“ des BVMed.

Elvie Trainer App Rezept

Fakt 4: Die Krankenkasse lehnt die Kostenübernahme ab!

Sollte die Krankenkasse den beantragten Kostenvoranschlag ablehnen, bekommst Du eine Nachricht. Bestehe in diesem Fall immer auf einer schriftlichen Benachrichtigung durch die Krankenkasse, da Du nur auf diesem Weg den Grund der Ablehnung erfahren kannst. Häufig werden Formfehler bemängelt. Du hast jedoch die Möglichkeit, die fehlenden Daten in der Praxis nachtragen zu lassen und das Rezept – unter Beachtung der Widerspruchsfrist – erneut einzureichen (siehe Fakt 2).

Fakt 5: Du bekommst ein anderes Gerät ausgehändigt!

Händigt Dir die Apotheke oder das Sanitätshaus nicht den Elvie Beckenbodentrainer, sondern ein anderes Gerät aus, hängt das vielleicht damit zusammen, dass auf der Verordnung nur die ersten 7 Stellen der insgesamt 10-stelligen Hilfsmittelnummer gestanden haben, also nur die Hilfsmittelkategorie angegeben war. In diesem Fall kann die Apotheke oder das Sanitätshaus ein anderes Gerät aus der Liste auswählen und vorrätige Produkte liefern. Du hast die Möglichkeit, bei der Krankenkasse telefonisch Einspruch einzulegen und auf das mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin geführte Gespräch hinzuweisen. Im Regelfall bekommst Du eine neue Lieferung, sobald das falsche Gerät zurückgeschickt wurde.

Um Dir diesen ganzen Aufwand zu ersparen, kannst Du bereits bei der Einreichung des Rezepts deinen Wunsch äußern. Damit bist Du auf der sicheren Seite – siehe auch Fakt 2.

Fakt 6: Das Anspannungs-Feedback per App auf Deinem Smartphone

Der Elvie Beckenbodentrainer gibt Dir ein visuelles Feedback, dass auf Deinem Smartphone angezeigt wird. Dafür benötigst Du die kostenlose Elvie-App, die Du im entsprechenden Store herunterladen kannst. Die App ist übersichtlich und selbsterklärend. Sie hat verschiedene Workouts, die Dir zur Auswahl angeboten werden. Die Übungen passen sich Deinen Fortschritten automatisch an – und Du kannst auch eigene Ansprüche definieren.

Sollte die Verbindung zwischen dem Elvie Trainer und Deinem Smartphone nicht gelingen, kannst Du Dir bei Medizintechnik Kaasen GmbH unter der Telefon-Nummer +49 2306-306090 Hilfe holen. Bitte prüfe vorher, ob Dein Handy grundsätzlich kompatibel ist (ab iPhone 4S, iPad 3, Android 4.3 und neuere Versionen, die Bluetooth Smart und Bluetooth Low Energy unterstützen). Bei Huawei-Handys kann es zu Verbindungsproblemen kommen, daher prüfe im Vorfeld die technischen Bedingungen (siehe Fakt 7).

Fakt 7: Antwort auf alle Fragen

In diesem Artikel können wir nicht alle Konstellationen und Einzelfälle darstellen, Du kannst Dich aber mit allen Fragen an Medizintechnik Kaasen GmbH wenden. Der autorisierte Fachhändler kann Dir mit Sicherheit weiterhelfen.

Möchtest Du Deine Erlebnisse oder Erfahrungen mit uns und unseren Leser:innen teilen, damit möglichst viele an wichtige die Informationen kommen? Hinterlasse uns einen Kommentar.

Alle Fotos Copyright Chiaro Technology Ltd, UK

Digitale Trends auf der #DiWoDo20

Digitale Trends auf der #DiWoDo20

Du wohnst weit weg von Dortmund und möchtest das Event trotzdem nicht verpassen? Das ist in diesem Jahr möglich. In den letzten drei Jahren wurde die Digitale Woche Dortmund analog durchgeführt, doch Corona stellt die Weichen neu. Statt lokaler Begrenzung sind die Türen dieses Mal weit offen: Dank Streaming ist die Teilnahme an allen Events möglich – und davon gibt es viele. Knapp 200 Veranstaltungen sind es im vierten Jahr dieser Veranstaltungsreihe, die von der Wirtschaftsförderung Dortmund initiiert wird.

Themenvielfalt in der Digitalisierung

Erweitere Dein Wissen durch die Teilnahme an den Workshops oder vernetze Dich aktiv. Alles ist in der Woche vom 02. – 06.11.2020 möglich. Die Themen sind vielfältig:

  • Arbeitswelt der Zukunft
  • Bildung
  • Digitale Infrastruktur
  • Geschäftsprozesse
  • Software-Entwicklung
  • Strategie und Beratung
  • Vernetzung

Egal ob Du Dich interaktiv einbringst oder Dich zum aktuellen Entwicklungsstand informieren willst, leichter kannst Du am Wissenstransfer aus einem der führenden Digitalstandorte nicht teilnehmen.

Kurzer Blick auf die Geschichte

Im Jahr 2017 startete die #DiWoDo17 mit 50 Veranstaltungen und knapp 3.000 Fachbesucher:innen. Im Jahr darauf nahmen 4.500 Besucher:innen an über 80 Events teil. Die #DiWoDo19 toppte das Ergebnis mit über 100 Veranstaltungen und 6.500 Besucher:innen. Die steigenden Zahlen sprechen klare Worte, die Digitalisierung ist in unserem Alltag angekommen und gut sichtbar. Das hybride Format der #DiwoDo20 bietet neue Möglichkeiten über bisherige Grenzen hinaus und alle sind gespannt, welche positiven Begegnungen sich daraus ergeben werden.

Neue Horizonte: vom 02. bis zum 06.11.2020

Die #DiWoDo20 beginnt am Montag, 02.11.2020 mit der Auftaktveranstaltung von 10:00 – 17:00 Uhr. Lass Dich in dieser Woche von der dynamischen Mischung aus Ausstellung, interessanten Keynotes namhafter Speaker, Best Practice Beispielen und abwechslungsreichen Workshops inspirieren, von Menschen, die wissen was sie tun – und wie sie es tun.

Bis zur Offiziellen Abschlussveranstaltung am Freitag, 06.11.2020 um 18:00 Uhr kannst Du auf über 180 Events gespannt sein. Auf dieser Seite findest Du die Übersicht.

Einzelne Anmeldung erforderlich

Anders als bei einem Kongress besteht die #DiWoDo20 aus vielen individuellen Events rund um den Themenschwerpunkt „Digitalisierung“. Egal ob es um die Entwicklung, Gesundheit oder die praktische Umsetzung geht, eine Anmeldung ist für jedes einzelne Event erforderlich. Teilweise werden – unter Wahrung der Hygienevorschriften – auch Präsenzveranstaltungen stattfinden. Hast Du Fragen zur Veranstaltung, wende Dich direkt an den individuellen Anbieter. Damit steigt Deine Chance auf eine schnelle Rückantwort.

Wir sind gespannt, bei welchen Themen der #DiWoDo20 Deine Neugier geweckt ist und freuen uns auf einen Kommentar von Dir!

Titelbild: Copyright #DiWoDo20