Hula Hoop: Mit dem neuen Trend geht’s rund

Hula Hoop: Mit dem neuen Trend geht’s rund

Seit den 1950-er Jahren gibt es ihn, doch jetzt ist er der neue Megatrend. Claudia und Melanie (wie viele andere Menschen) haben den Hula-Hoop-Reifen als Indoor-Sportart für sich entdeckt. Gerade in Corona- und Home-Office-Zeiten suchten sie eine Alternative, die sich Zuhause ohne großen Aufwand umsetzen lässt. In der WDR Servicezeit vom 24.03.2021 zeigen sie ihre beachtlichen Erfolge: Figur verändernd – im Rumpfbereich haben beide bereits einige Zentimeter Bauchumfang verloren und sichtbar Bauchmuskulatur aufgebaut. Doch das Wichtigste ist, die Bewegung macht beiden riesigen Spaß. Sie sind in der Facebookgruppe von Doc Esser, der in dieser Sendung <Link> noch einige Tipps für Menschen mit Vorbelastungen gibt.

Hier schon einmal die wichtigsten Tipps:

  • nicht einseitig bleiben: am besten beide Seiten trainieren und nicht nur in die Schokoladen-Richtung
  • die Größe muss passen: aufgestellt sollte der Reifen ungefähr bis zum Bauchnabel gehen
  • bitte kein Schwergewicht: das Gewicht des Reifes sollte am Anfang 1,2 kg nicht übersteigen, je nach Trainer:innen werden auch leichterer Reifen empfohlen, um Blutergüsse zu vermeiden
  • nicht übertreiben: bei Blutergüssen unbedingt pausieren
  • ganz schön effektiv: die Fettverbrennung liegt bei ca. 400 – 600 kcal (bei einer Stunde Trainingszeit)

Unser Fazit:

Das Allheilmittel ist hullern eher nicht, aber es scheint viel Spaß zu machen und sorgt bei regelmäßigem Training für eine stabile Rumpfmuskulatur.

Willst Du mehr darüber erfahren? Das Internet ist voll davon. Wir haben in der ARD-Mediathek einige interessante und kurze Berichte aufgestöbert. Die Links haben wir für Euch zusammengestellt.

WDR „Servicezeit“ vom 25.03.2021: Meine Sportstory: Corona-Comeback des Hula-Hoop-Reifens

Facebook Gruppe von Doc Esser

WDR „Markt“ vom 17.02.2021: Retro-Trend „Hula Hoop“

NDR „Mein Nachmittag“ vom 30.03.2021: Fit durch Hula-Hoop

BR „Abendschau“ vom 18.03.2021: Die Rückkehr des Hula-Hoop-Reifens

ARD „Buffet“ vom 04.06.2020: So tickt Berlin: Hula-Hoop-Trend

Die Kirche hat viele Facetten

Die Kirche hat viele Facetten

Die Austrittswelle und Skandale zum sexuellen Missbrauch zeichnen ein deutliches Bild zur Wahrnehmung der Kirche: Enttäuschung bei Mitgliedern, Fehlverhalten auf vielen Ebenen, Ignorieren der Tatsachen und ein akutes Desinteresse gegenüber den Betroffenen. Die Wellen schlagen hoch und Bettina Böttinger fragte nach. In der Live-Sendung des WDR „Ihre Meinung“ vom 25.03.2021 waren Menschen zu Gast, die Berührungspunkte mit der Kirche haben. Von Würdenträgern der beiden großen Kirchen, Pastoren und Pfarrer, Gläubige, Vertreter der Betroffenen und Missbrauchsopfer, Religionslehrer und Menschen, die sich in der kirchlichen Arbeit engagieren, waren die Gesprächspartner).

Mit der Frage: „Austrittswelle und harsche Kritik: Ist die Kirche noch zu retten?“ ging es nicht nur um den Missbrauchsskandal, sondern auch um den Reformbedarf verkrusteter Strukturen, Maria 2.0, eine zeitgemäße Sprache und die lebensferne Realität, in der sich die Kirche immer noch bewegt.

Mit bekannten und weniger bekannten Namen präsentiert diese interessante Sendung sehr differenzierte Meinungen von Menschen, die für und in der Kirche arbeiten. Diesen umfassenden Blick wollen wir Dir nicht vorenthalten. Die gesamte Sendung findest Du in der ARD-Mediathek oder auf YouTube.

Pink Tax: Warum Frauen häufig mehr bezahlen!

Pink Tax: Warum Frauen häufig mehr bezahlen!

Wir Frauen kennen das: Rasiererkauf im Drogeriemarkt. Während es für Männerrasierer oft gute Angebote und Preisnachlässe gibt, bleiben diese Schnäppchen bei den Frauenprodukten aus. Stefanie Diemand berichtet in der FAZ vom 01.03.2021 von ihrer Recherche. Der Artikel „Pink ist eine teure Farbe“ macht deutlich, dass das sogenannte „Gender Pricing“ bei Verbraucher:innen nicht gut ankommt. Ist die Preisbildung nach Geschlecht, auch „Pink Tax“ genannt, eine Diskriminierung oder handelt es sich nur „eine laufend angepasste Preisfindung“, weil höhere Aufwände bzw. Kosten in der Kalkulation berücksichtigt werden?

Während Verbraucher:innen bei einigen Produkten noch die Wahl haben, ob sie das Männer- oder Frauenprodukt kaufen, ist das spätestens bei Dienstleistungen wie Reinigung von Damenblusen/Herrenhemden und beim Friseurbesuch keine Option mehr.

Eine Ausnahme gibt es – die ist allerdings erstaunlich und auch nicht so einfach zu erklären. Bei Datingportalen bezahlen Männer im Vergleich fast den dreifachen Preis. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Stefanie Diemands branchenübergreifende Recherche bringt erstaunliche Unterschiede ans Licht, die wir Dir nicht vorenthalten wollen. Daher empfehlen wir Dirt den gesamten Artikel zum Pink Tax zu lesen.

Weitere interessante Artikel:
Bereits im Juni 2020 haben wir über die Senkung der „Tamponsteuer“ berichtet.

Die Weiberwirtschaft eG setzt sich für eine Angleichung des Life Income Gap ein, das hat uns Dr. Katja von der Bey im Interview erzählt.  

Welche Erfahrungen hast Du mit Männerprodukten gemacht? Wie reagierst Du auf diese preisliche Ungerechtigkeit? Schreibe uns gern einen Kommentar.

Tania Boler – FemTech von Frauen für die Frauengesundheit

Tania Boler – FemTech von Frauen für die Frauengesundheit

Im Stern Interview von Wiebke Tomescheit berichtet die Gründerin des FemTech-StartUps „Elvie“ von ihrem Weg, die Frauengesundheit in den Fokus zu rücken.

Ihre erste Schwangerschaft hat der Britin Tania Boler deutlich gemacht, wie sehr Frauen nach der Geburt mit ihren gesundheitlichen Problemen alleine gelassen werden. Durch einen Pilates-Kurs in Frankreich, wo sie während ihrer Schwangerschaft mit ihrem französischen Mann lebte, wurde sie auf die Wichtigkeit des Beckenbodens aufmerksam und hat sich umfassend informiert. „Frauen werden kaum auf mögliche Geburtsrisiken, wie Blasenschwäche oder einem Gebärmuttervorfall hingewiesen.“ erkannte sie da. Ein Blick in die Statistiken machte ihr klar, dass man dieser „unsichtbare Epidemie“ begegnen kann, indem man Frauen über die Funktion ihres Beckenbodens aufklärt und ihnen Möglichkeiten aufzeigt, ihn zu trainieren. Grundsätzlich braucht es dafür praktikable Ansätze und niedrige Hürden, wie z. B.:

  • nicht irgendwohin gehen zu müssen,
  • mit geringem Zeitaufwand verbunden zu sein,
  • zuhause nebenbei andere Dinge erledigen zu können,
  • Spaß dabei zu haben und leicht benutzbar zu sein.

Ihre Idee vom Elvie Beckenbodentrainer gewann einen Innovationswettbewerb, der mit 100.000 Pfund dotiert war. Für sie war das die offizielle Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Das FemTech-StartUP Elvie und die entwickelten Produkte verschob den Fokus der Benutzerinnen: weg von ihren Gesundheitsproblemen, hin zum Lifestyle. Die Produkte bieten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden: mit einem schönen Design – von Frauen für Frauen – und zukunftsweisender Technologie, damit das Leben einfacher wird.

Das ganze Interview von Wiebke Tomescheit liest Du im Stern vom 11.03.2021

Hinweis der Redaktion
In Deutschland ist der Elvie Trainer bei Frauenärtz:innen als Hilfsmittel auf Rezept erhältlich. Weitere Informationen haben wir für Dich hier zusammengestellt.

Über die Funktionsweise des Elvie Beckenbodentrainers <Link einfügen> haben wir schon berichtet. Außerdem haben wir 7 Fakten zum Elvie auf Rezept zusammengetragen.

Mitternachtsmission Teil 2: Hilfe für die Opfer von Menschenhandel

Mitternachtsmission Teil 2: Hilfe für die Opfer von Menschenhandel

Andrea Hitzke ist Sozialarbeiterin und leitet seit 2012 die Dortmunder Mitternachtsmission e.V., die eine Beratungsstelle für Prostituierte, Ehemalige und Opfer von Menschenhandel unterhält. Der Verein ist bundesweit anerkannt und Mitglied im Dachverband des Diakonischen Werks. Hier geht es zum ersten Teil des Interviews.

Hallo Andrea, herzlichen Dank für Deine Zeit, uns ein Interview zu geben. Im ersten Teil haben wir über die Hilfe von Sexarbeiter:innen gesprochen. Jetzt wollen wir über die Hilfen für Opfer von Menschenhandel sprechen. Warum betrachtet ihr diese beiden Bereiche separat?

Wir sehen die beiden Bereiche getrennt, da die jeweilige Situation unterschiedlich ist. Mit der Prostituiertenhilfe unterstützen wir Sexarbeiter:innen, die sich aus unterschiedlichen Gründen zur Ausübung der Prostitution entschieden haben. Sie treffen eigene Entscheidungen in Bezug auf ihre Arbeitsbedingungen. Opfer von Menschenhandel sind jedoch Betroffene eines Verbrechens, die zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zur Prostitution gezwungen werden. Sie sind meist stark traumatisiert. Diesen Menschen bieten wir, als spezialisierte Fachberatungsstelle (FBS) für Opfer von Menschenhandel im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen, Hilfe und Schutz an und arbeiten dabei gut mit den Behörden und der Polizei zusammen.

Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit ist durch die Schutzbedürftigkeit der Opfer nachvollziehbar. Doch bevor wir darauf weiter eingehen, möchte ich die Begrifflichkeiten klären: Menschenhandel wird häufig mit dem Begriff der „Schleusung“ in Verbindung gebracht. Was ist der Unterschied?

Mit „Schleusung“ ist die Hilfe bei einem illegalen Übertreten einer nationalen Grenze gemeint. Dazu gehört auch, den illegalen Aufenthalt in Deutschland zu unterstützen. Die Schleuser:innen schlagen Profit aus dem Grenzübertritt.

Beim Menschenhandel resultiert der Profit aus der Ausbeutung einer Tätigkeit der Person. Beim Menschenhandel kann auch Schleusung eine Rolle spielen, es sind aber separate Straftatbestände.

Auch Personen, die sich freiwillig zur Prostitution entschieden haben, können Opfer von Menschenhandel werden. Durch fiktive Schulden werden sie in ein Abhängigkeitsverhältnis gezwungen, in dem sie nicht selbst über ihre Arbeitsbedingungen entscheiden können.

Wie kommen die Betroffenen zu Euch und wie geht es dann weiter?

Die Betroffenen nehmen teilweise direkt Kontakt zu uns auf, über unsere Streetworkerinnen, per Telefon oder über das Internet. Meistens werden sie jedoch von anderen Personen auf das Angebot der Fachberatungsstellen hingewiesen, von medizinischem Personal, von Bekannten, von Freiern oder von Behörden, wenn sie den Mut haben sich zu öffnen.

Überwiegend sind es weibliche Personen, die zu uns in die Beratung kommen und die Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung sind. Doch auch Männer und Transgender-Personen sind unter den Betroffenen. Wir haben viele Klient:innen, die hier oder in anderen europäischen Ländern sexuell ausgebeutet wurden und aus Drittländern, meist aus westafrikanischen Ländern, stammen. Sie konnten sich aus der Zwangslage befreien und suchen Schutz bei uns.

Wir versuchen dann herauszufinden, was passiert ist. Die Beratungsgespräche finden nach Möglichkeit in der Muttersprache statt. Glücklicherweise beschäftigen wir, durch Projektförderungen durch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und des DW RWL (Diakonisches Werk Rheinland Westfalen Lippe), muttersprachliche Mitarbeiterinnen, ohne die die Arbeit nicht möglich wäre. Wir arbeiten mit den Behörden und der Polizei zusammen, um eine sichere Unterbringung und die psycho-soziale Betreuung zu gewährleisten.

Die Gesetzeslage schreibt eine Bedenk- und Stabilisierungsfrist für die – meist schwer traumatisierten – Menschen von mindestens drei Monaten vor. In diesem Zeitraum können sie sich erholen und überlegen, ob sie mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten wollen, damit den Menschenhändlern das Handwerk gelegt werden kann. Wir helfen den Betroffenen einen Asylantrag zu stellen, bei Behördengängen und bei der Integration in ein normales Leben. Unsere Aufgabe ist es auch, die Öffentlichkeit für die Situation der Betroffenen zu sensibilisieren.

Der Menschenhandel ist in den letzten Jahren verstärkt öffentlich thematisiert worden. Trotzdem gibt es immer wieder neue Opfer, die auf die „Masche“ reinfallen. Wie kommt das?

In einigen Ländern gibt es Öffentlichkeitskampagnen, die aber die Betroffenen häufig nicht erreichen. Oder sie denken, dass diejenigen, die Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung wurden, etwas falsch gemacht haben. Die Vorschläge nach Deutschland zu gehen, um Geld zu verdienen und die Familie damit zu unterstützen, klingen glaubhaft, kommen oftmals aus dem sozialen Umfeld, manchmal werden konkrete Arbeitsstellen benannt, wo sie arbeiten werden.

Hoffnungsvoll treten sie die Reise nach Europa oder direkt nach Deutschland an und haben auf dem Weg meist schon massive Gewalterfahrungen gemacht. Sie werden nicht als Menschen, sondern als Ware betrachtet und so behandelt. Sie werden in verschiedenen Ländern der Prostitution zugeführt und gezwungen, die Kosten für die „Reise“ abzuarbeiten. Das verdiente Geld wird ihnen abgenommen oder sie dürfen nur einen kleinen Anteil behalten.

Viele Frauen und junge Männer kommen aus Afrika zu uns. Vor der Abreise werden insbesondere Nigerianerinnen in einer Voodoo-Zeremonie zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Sie müssen schwören, dass sie nichts gegen die Täter:innen unternehmen werden. Teilweise wird der Schwur bei der Ankunft in Europa nochmal erneuert. Ihnen wird gedroht, dass sie, falls sie sich nicht daran halten, einen schrecklichen schmerzhaften Tod sterben würden. Auch die Familien werden bedroht. Dadurch wird eine solche Angst erzeugt, dass die Opfer tatsächlich schweigen und eine Strafverfolgung der Täter:innen sehr schwierig ist.

Andrea, die Mitternachtsmission ist Mitglied im KOK (Bundesweiter koordinierungskreis gegen Menschenhandel) e.V.. Kannst Du unseren Leser:innen dazu etwas sagen?

Der KOK e.V. wurde 1987 gegründet und vereint heute 38 Mitgliedsorganisationen, u. a. Fachberatungsstellen, Migrantinnen-Projekte, Frauenhäuser, Prostituiertenberatungsstellen und andere Organisationen, die sich gegen Menschenhandel engagieren, unter seinem Dach. Mit dem Fokus auf die Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung sowie auf die Durchsetzung der Rechte von Betroffenen hat der KOK e.V. einen wichtigen Stellenwert. Wir, die Mitgliedsorganisationen, bringen das Fachwissen aus der Praxis mit und legen das Fundament der langjährigen Expertise. Der KOK vertritt unsere politischen und gesellschaftlichen Interessen in der Bundespolitik und in der Öffentlichkeit. Damit ist eine praxisbasierte Arbeit möglich, um weitere Verbesserungen für die Rechte der Opfer einzufordern.

Herzlichen Dank für das bewegende Gespräch. Ich möchte unsere Leser:innen noch darauf hinweisen, dass Ihr ein Spendenkonto habt. Aber Sachspenden, wie z.B. Kleidung, Schuhe, Hausrat usw. helfen Euch ebenfalls. Wir wünschen Dir und Deinem Team viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe!
Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V.

Kontakt zur Dortmunder Mitternachtsmission e.V.

Dortmunder Mitternachtsmission e. V.
Dudenstraße 2-4
44137 Dortmund
Tel.: 0231/14 44 91
Website: http://mitternachtsmission.de/

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ECPAT Deutschland e.V.: Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung