Digitale Trends auf der #DiWoDo20

Digitale Trends auf der #DiWoDo20

Du wohnst weit weg von Dortmund und möchtest das Event trotzdem nicht verpassen? Das ist in diesem Jahr möglich. In den letzten drei Jahren wurde die Digitale Woche Dortmund analog durchgeführt, doch Corona stellt die Weichen neu. Statt lokaler Begrenzung sind die Türen dieses Mal weit offen: Dank Streaming ist die Teilnahme an allen Events möglich – und davon gibt es viele. Knapp 200 Veranstaltungen sind es im vierten Jahr dieser Veranstaltungsreihe, die von der Wirtschaftsförderung Dortmund initiiert wird.

Themenvielfalt in der Digitalisierung

Erweitere Dein Wissen durch die Teilnahme an den Workshops oder vernetze Dich aktiv. Alles ist in der Woche vom 02. – 06.11.2020 möglich. Die Themen sind vielfältig:

  • Arbeitswelt der Zukunft
  • Bildung
  • Digitale Infrastruktur
  • Geschäftsprozesse
  • Software-Entwicklung
  • Strategie und Beratung
  • Vernetzung

Egal ob Du Dich interaktiv einbringst oder Dich zum aktuellen Entwicklungsstand informieren willst, leichter kannst Du am Wissenstransfer aus einem der führenden Digitalstandorte nicht teilnehmen.

Kurzer Blick auf die Geschichte

Im Jahr 2017 startete die #DiWoDo17 mit 50 Veranstaltungen und knapp 3.000 Fachbesucher:innen. Im Jahr darauf nahmen 4.500 Besucher:innen an über 80 Events teil. Die #DiWoDo19 toppte das Ergebnis mit über 100 Veranstaltungen und 6.500 Besucher:innen. Die steigenden Zahlen sprechen klare Worte, die Digitalisierung ist in unserem Alltag angekommen und gut sichtbar. Das hybride Format der #DiwoDo20 bietet neue Möglichkeiten über bisherige Grenzen hinaus und alle sind gespannt, welche positiven Begegnungen sich daraus ergeben werden.

Neue Horizonte: vom 02. bis zum 06.11.2020

Die #DiWoDo20 beginnt am Montag, 02.11.2020 mit der Auftaktveranstaltung von 10:00 – 17:00 Uhr. Lass Dich in dieser Woche von der dynamischen Mischung aus Ausstellung, interessanten Keynotes namhafter Speaker, Best Practice Beispielen und abwechslungsreichen Workshops inspirieren, von Menschen, die wissen was sie tun – und wie sie es tun.

Bis zur Offiziellen Abschlussveranstaltung am Freitag, 06.11.2020 um 18:00 Uhr kannst Du auf über 180 Events gespannt sein. Auf dieser Seite findest Du die Übersicht.

Einzelne Anmeldung erforderlich

Anders als bei einem Kongress besteht die #DiWoDo20 aus vielen individuellen Events rund um den Themenschwerpunkt „Digitalisierung“. Egal ob es um die Entwicklung, Gesundheit oder die praktische Umsetzung geht, eine Anmeldung ist für jedes einzelne Event erforderlich. Teilweise werden – unter Wahrung der Hygienevorschriften – auch Präsenzveranstaltungen stattfinden. Hast Du Fragen zur Veranstaltung, wende Dich direkt an den individuellen Anbieter. Damit steigt Deine Chance auf eine schnelle Rückantwort.

Wir sind gespannt, bei welchen Themen der #DiWoDo20 Deine Neugier geweckt ist und freuen uns auf einen Kommentar von Dir!

Titelbild: Copyright #DiWoDo20

Abnehmen ohne Diät

Abnehmen ohne Diät

Das Maßband ist das Maß aller Dinge

Alexander Nöpel (43) ist Vital- und Motivationscoach. Er begleitet u. a. übergewichtige Menschen, die fitter werden wollen, in ein leichteres Leben. Er hat in 2 Jahren 51 kg und 47 cm Bauchumfang verloren. Heute hält er Vorträge und Workshops zum Thema „Gesünder und fitter werden“.

Antrieb durch den eigenen Leidensweg

Als er die Nase vom Jojo-Effekt gestrichen voll hatte und 135 kg auf die Waage brachte, schlug Alexander Nöpel einen anderen Weg ein. Er beschäftigte sich intensiv mit medizinischen Studien und ging den körperlichen (Stoffwechsel-)Prozessen auf den Grund, um die bisher wirkenden Mechanismen aushebeln zu können.

Er hat geschafft, sein Gewicht erfolgreich und dauerhaft zu reduzieren und sagt: „Zum Abnehmen braucht man ein Maßband und keine Waage.“ Er spricht über das von ihm entwickelte Programm und klärt über den Teufelskreis der Wechselwirkung von Hormonen, wie z. B. Insulin, und Light-Produkten auf.

Hallo Alexander, herzlichen Dank für Deine Bereitschaft, unseren Leser:innen mehr über Dein Programm „Abnehmen ohne Diät“ zu erzählen. Wie ist es zu der Entwicklung des Programms gekommen?

Mein eigener Leidensweg begann, als ich (mit dem Ausscheiden aus dem Dienst bei der Bundeswehr) meine körperliche Aktivität rapide verringerte, mein Essverhalten jedoch konstant beibehielt. Während ich bis dahin gut trainierte und mit einem hohen Muskelanteil versehene 87 kg auf die Waage brachte, nahm mein Gewicht stetig zu und ich startete mit einer Diät, um die Pfunde wieder runterzubekommen. Trotz erster Erfolge begleitete mich der Jojo-Effekt von nun an dauerhaft. Ich nahm bei jedem Versuch 10 – 12 kg ab und nach einiger Zeit war mein Ausgangsgewicht plus einige Kilos on Top wieder da.

Ich habe mit weniger Essen nicht abgenommen, nicht mit LowCarb oder anderen Programmen, selbst meine wöchentlichen Sporteinheiten haben keine bleibende Wirkung gezeigt. Das ständige Auf- und Ab bescherte mir ein Reizdarmsyndrom und ich musste in 10 Jahren etliche Magen-Darm-Spiegelungen (ohne Befund) über mich ergehen lassen. Der Teufelskreis hatte mich im Griff und erst bei einem Endgewicht von 135 kg sowie einem Bauchumfang von 1,47 Metern konnte ich ihn durchbrechen.

2017 habe ich mich über ein halbes Jahr intensiv mit medizinischen Studien zu Stoffwechselprozessen und Ernährung auseinandergesetzt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Meine damalige Frau ist Fachärztin für Onkologie, Innere Medizin sowie Naturheilkunde und konnte mir wichtige Fragen beantworten. Ich lernte den Profisportler und Sportwissenschaftler Daniel Schulte-Kump kennen, der sich ebenfalls intensiv mit Ernährung beschäftigt hat. Aus dem gesammelten Wissen entwickelte ich mein Programm. Ab Februar 2018 habe ich es für mich selbst umgesetzt. Seit dieser Zeit habe ich viele Menschen in ein leichteres Leben begleiten dürfen, was mich sehr glücklich macht.

Du klärst auf, sprichst über die Wirkung des Insulins und über die Insulinresistenz. Wie hängt das mit Deinem Programm zusammen?

Wer über die inneren, meist unbemerkt ablaufenden Prozesse im Körper informiert ist, dem fällt es leichter, aus alten Gewohnheiten und Verhaltensmustern auszusteigen. Indem ich meine Klienten aufkläre, öffnen sie sich für Möglichkeiten, die außerhalb üblicher Standardaussagen wie z. B. „Du musst weniger Fett essen!“, „Du musst mehr Sport treiben!“, „Lass den Süßkram doch einfach weg!“ liegen.

Zum Thema Insulin mache ich meinen Klienten bewusst, dass es ein Hormon ist, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, sobald die Zunge „süß“ schmeckt. Insulin sammelt Zucker bzw. Kohlenhydrate ein und schleust diese in die Zellen, wo sie für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen genutzt werden.  

Insulin ist allerdings ein Masthormon, dass für die Einlagerung der zugeführten Nahrung (Kohlenhydrate und Fett) im Körper sorgt. Damit werden Nährstoffe in die Zellen gebracht: zum Teil zu den Organen, die Glucose (Zucker) zum Funktionieren benötigen. Der Rest wird als Fett in das Unterhautfettgewebe eingelagert, um von dort direkt bei Beanspruchung (z.B. sportlicher Aktivität) wieder abgerufen und verbrannt zu werden. Dafür wird der Speicher zwischen Haut und Muskulatur genutzt.

Durch die industrielle Verarbeitung unserer Nahrungsmittel, mit Zusätzen, zu viel Fett und Zucker in den Produkten, führen wir unserem Körper häufig eine Überdosis an Nährstoffen zu. Unsere Körperzellen werden unempfindlicher und es ist mehr Insulin notwendig, um den Transport zu ermöglichen.

Ich will es an einem Beispiel verdeutlichen. Süßstoff ist sehr beliebt und die Umsätze bei „Zero“-Softdrinks nehmen beständig zu. Beim Verzehr produziert die Bauchspeicheldrüse sofort Insulin, um den von der Zunge angekündigten Zucker in die Zellen zu transportieren. Das Insulin ist als Art Transportunternehmen im Blutkreislauf unterwegs, um den Zucker aufzunehmen und in die Zelle zu transportieren. Da statt Zucker nur Süßstoff in den Körper gekommen ist, gibt es keine Ladung, die aufgenommen werden kann – das Insulin bleibt weiterhin im Blutkreislauf.

Durch den ständigen Insulinüberschuss entsteht eine Insulinresistenz. Diese sorgt dafür, dass immer mehr Insulin im Kreislauf vorhanden ist. Dann zieht der Körper die „Notbremse“ und lagert die zugeführten Nährstoffe als viszerales Fett im Bauchraum ein – eine Schicht tiefer als vorgesehen, nämlich zwischen der Muskulatur und den Organen. Dort kommt es seiner Aufgabe als Masthormon trotzdem nach, sorgt für den Fettaufbau, der sich im Bauchumfang bemerkbar macht, und bildet damit die Basis für viele Krankheiten. Insulin ist für Fett wie Anabolika für die Muskeln: mit der falschen Ernährung mästet man sich selbst.

Für eine erste Einschätzung kann der BMI (Body-Mass-Index), genutzt werden. Ab einem BMI von 28 und höher steigt das Erkrankungsrisiko. Doch das Maßband ist mir als Indikator lieber. Gemessen auf Bauchnabelhöhe steigt das Gesundheitsrisiko bei Frauen ab einem Bauchumfang von 85 – 95 cm und bei Männern von 95 – 100 cm.

Du hast bereits vielen Menschen geholfen und hältst Vorträge in Zentren für Adipositas-Erkrankungen. Was macht Deine medizinisch fundierte Methode so umsetzungsstark?

Mit meinen Klienten arbeite ich im ersten Schritt daran, die entstandene Insulinresistenz in den Griff zu bekommen, um den Bauchumfang überhaupt reduzieren zu können. Das dauert ca. 4-5 Monate und während dieser Phase werden bereits sichtbare Ergebnisse erzielt. Auch einige Krankheitsbilder, wie z.B. die Insulinresistenz an den Eierstöcken gehen zurück.

Doch Insulin ist nur eins von drei Hormonen, die für das Zunehmen verantwortlich sind. Leptin sorgt im Regelfall für die Informationsweiterleitung, dass man satt ist. Ist zu viel Bauchfett vorhanden, entsteht im Gehirn für diese „Meldung“ ein blinder Fleck, der einen Leptinüberschuss zur Folge hat. Damit ist eine zweite Station der Gewichtszunahme im Körper vorhanden.

Das dritte Hormon ist Ghrelin, das u. a. für das Hungergefühl verantwortlich ist. Es wird im Magen-Darm-Trakt gebildet und entsteht, wenn nicht richtig gegessen wird. Damit meine ich vorrangig das schnelle Essen, das häufig mit dem Runterschlucken von großen Brocken (Schlingen), wenig Kauleistung, Hetze und viel Trinken einhergeht. Das Trinken zum Essen ist beispielsweise keine gute Idee, da auf diesem Weg die Magensäure verdünnt wird und die Nährstoffverwertung verlangsamt wird.

Ich bringe meinen Klienten bei, sich mit richtigen Lebensmitteln zu ernähren und überwiegend auf industriell gefertigte oder verarbeitete Produkte zu verzichten, denn eine gesteigerte Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ist für das Abnehmen extrem wichtig. Sie sollen langsam essen und gut kauen, bei Fleisch gern 32 Mal. Es ist gut, größtenteils auf zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten. Wenn man Zucker verwendet, dann „echten“ Zucker und keine Süßstoffe. Eine salzarme Kost ist ebenfalls hilfreich.

Bei mir geht es nicht darum, Kalorien zu zählen, denn deren Aussagekraft ist unzureichend. Es geht um die Erkenntnis, welches die guten Lebensmittel sind. „Fisch ist gesund“ heißt es oft, gemeint sind die Omega3-Fettsäuren. Doch die Dosis macht das Gift, z. B. hat Wildlachs 1 gr. Fett , das sind 9 kcal und Zuchtlachs hat 15 gr. Fett, damit liegt er bei 135 kcal. Das sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Jeder Mensch ist anders und nur das Verständnis von Wechselwirkungen bietet Erkenntnisse. Es geht nicht darum, sich die Freude am Essen zu nehmen, sondern eine neue und realistische Wahrnehmung zu bekommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, ein Anfang mit einem leichten Einstieg, um die Veränderungen nachhaltig und angepasst an den Menschen und seine Lebensart umzusetzen ist nachhaltig und wichtig. Das sind meine Grundelemente, die mit einer individuellen Beratung einen langen Leidensweg beenden können. Ich dränge auch keinen in eine sportliche Betätigung. Jeder kann das machen, muss es aber nicht, denn die richtige Ernährung macht mit 2/3 den größeren Anteil des Abnehmens aus.

Alexander, wir haben von Dir tiefe Einblicke in unsere körperlichen Prozesse gewinnen können. Welche Tipps kannst Du unseren interessierten Leser:innen an die Hand geben?

  • Kaufe so natürliche Lebensmittel ein wie möglich und verarbeite sie selbst. Wurst ist z. B. kein natürliches Lebensmittel, Maggi-Tüten übrigens auch nicht. Lass möglichst alle industriell verarbeiteten Produkte weg, denn die darin enthaltenden Zusatzstoffe wirken sich negativ auf den Stoffwechsel aus.
  • Iss möglichst wenig Fleisch, wenn dann Hühnchen oder Fisch, selten Rind.
  • Vermeide alle Light- oder Leichtprodukte. Damit verhinderst Du einen ungewollten Insulin-Überschuss im Körper.
  • Nimm Dir Zeit für dein Essen und kaue die Nahrung gründlich. Du wirst schnell merken, welche positiven Auswirkungen das auf Deinen Körper hat.
  • Triff eine Entscheidung, wenn Du abnehmen möchtest. Viele Menschen haben Angst vor dem Scheitern und fangen aus diesem Grund erst gar nicht an.

Als Schlusswort möchte ich noch eine Antwort zu einer Frage geben, die mir immer wieder gestellt wird. „Kann ich danach wieder „normal“ (also wie vorher) essen?“ Meine Gegenfrage lautet: „Wenn du dein Übergewicht durch „normales“ Essen und Trinken aufgebaut hast, könnte es sein, dass „normal“ dann einfach falsch ist?“


Mehr zu diesem Thema kannst Du in den kostenlosen Vorträgen von Alexander Nöpel erfahren. Alexander verzichtet bewusst auf eine Website oder Social-Media-Kanäle, da er konsequent den Menschen im Fokus hat und die Anonymität des Internets nicht unterstützen möchte.

Möchtest Du die Termine zu seinen Vorträgen und Workshops erfahren oder hast Du Fragen an ihn? Dann kannst Du das zum einen über eine Nachricht per WhatsApp an die Handy-Nummer +49 151 540 33 764 schicken oder ihm eine E-Mail schreiben.

Du kannst auch gern hier einen Kommentar hinterlassen, wir leiten die Information an ihn weiter.



Alle Bildrechte: Alexander Nöpel

Alternative Periodenprodukte

Alternative Periodenprodukte

Für menstruierende Menschen erfordert die Periode eine gewisse logistische Planung für den Kauf und die Vorratshaltung dieser Notwendigkeiten – hinzu kommt die Qual der Wahl. Konventionelle Menstruationsprodukte wie Binden und Tampons verursachen einen Müllberg, sind langfristig teuer und können sogar gesundheitsschädigend sein. Aber welche Alternativen gibt es auf dem Markt? 

Bio-Tampons und Binden: Umweltfreundliche Periode bei gewohntem Gebrauch 

Heutzutage ist eine Vielfalt an nachhaltigen Periodenprodukten in sämtlichen deutschen Drogeriemärkten zu finden. Die Herstellung von Bio-Tampons und -Binden beispielsweise verzichtet auf Pestizide im Anbau der Baumwolle. Diese Bio-Variante ist somit harmloser für die Träger:innen, denn konventionelle Tampons werden mit Chlor gebleicht und mit Duftstoffen versehen – Chemikalien, die die Intimgesundheit gefährden können. Sowohl Bio-Tampons als auch Bio-Binden sind in einigen Fällen kompostierbar und sogar plastikfrei verpackt. Daher sind solche Produkte eine umweltfreundliche Alternative, die zur Reduzierung des nicht wiederverwertbaren Abfalls beiträgt.

Allerdings sind Bio-Tampons Einwegprodukte, die regelmäßig gekauft werden müssen. Und trotz der Senkung des Steuersatzes für Menstruationsprodukte in Deutschland bedeuten die Kosten der Menstruation langfristig hohe Ausgaben für menstruierende Menschen. Umweltbewusste Personen, die auf die biologisch abbaubare Variante von Tampons zurückgreifen wollen, werden zudem mit höheren Preisen belastet. 

Menstruationstassen schonen die Umwelt und auch den Geldbeutel im Vergleich zu konventionellen Periodenprodukte.

Nachhaltige Menstruationsprodukte – eine lohnende Investition 

Wer sowohl Umwelt als auch den Geldbeutel schonen möchte, sollte auf langlebige, nachhaltige Produkte wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche umsteigen. Menstruationstassen oder -kappen sind kleine Behälter aus medizinischem Silikon, die innerlich das Menstruationsblut auffangen und sich leeren, reinigen und für fünf bis zehn Jahre wiederverwenden lassen. Eine Menstruationskappe kostet zwischen 15-30€, aber was beim ersten Blick teurer scheint, erspart der menstruierenden Person und dem Planeten ca. 2000 Einwegprodukte.

Etwas teurer ist die neuartige Periodenunterwäsche mit 30-40€ pro Stück. Die aufsaugenden Unterhosen sehen mittlerweile aus wie ganz normale Unterwäsche, auch in verschiedenen Formen und Farben. Anders als die gute alte Stoffbinde wird aber in der Herstellung von Periodenunterwäsche Technologie eingesetzt, die die Saugkraft des Stoffes erhöht und die Geruchs- und Keimbildung hemmt. Allerdings empfiehlt es sich, eine Periodenunterhose nach zweijähriger Verwendung und guter Pflege zu entsorgen.

Umdenken über die Periode – sich selbst und der Umwelt zuliebe 

Periodenunterwäsche ist sehr komfortabel zu tragen, denn es wird weder ein Fremdkörper eingeführt noch ein Zusatz in der Unterhose befestigt. Die Reinigung ist ziemlich einfach: nach dem Tragen sofort mit kaltem Wasser spülen und danach mit anderer Kleidung in die Waschmaschine geben. Nur beim kalten Abspülen kommt man in Kontakt mit dem Menstruationsblut und zwar in der Verfärbung vom Wasser im Waschbecken.

Im Gegenteil dazu zwingt die Menstruationstasse die/den Menstruierende:n dazu, sich mit der eigenen Anatomie und dem Menstruationsblut direkt auseinanderzusetzen. Das nachhaltigste und langfristig günstigste Periodenprodukt erfordert also die größte mentale Umstellung. 

Den eigenen Körper zu erforschen ist vorteilhaft für die Frauengesundheit, denn so lassen sich Veränderungen schnell feststellen und eventuelle Krankheiten behandeln. Außerdem ist es wichtig, Themen wie die Scham und die Mythen um die Menstruation und allgemein die weibliche Sexualität zu verarbeiten. Eine Menstruationstasse könnte also einen Empowerment-Effekt haben.

Wiederverwendbare, umweltfreundliche Menstruationsprodukte: Periodenunterwäsche, Menstruationstasse und Stoffbinden.

Erfahrungsbericht der Autorin

Mit 25 habe ich meine Reise zu einem nachhaltigeren Lebensstil angetreten und vor allem den Plastikmüll aus dem Badezimmer auf ein Minimum reduziert. Als erstes bestellte ich mir eine Menstruationstasse. Ein paar Versuche später habe ich es geschafft, die Kappe in die richtige Position zu bringen, so dass ich sie fast nicht gemerkt habe und nichts ausgelaufen ist. Am besten gefällt mir die lange Tragedauer – ein ganzer Arbeitstag ohne Tamponaustausch war für mich ein großer Gewinn. 

Die Reinigung ist einfach und durch den direkten Kontakt mit dem Menstruationsblut konnte ich Veränderungen beobachten und meinem Frauenarzt davon berichten. Ein paar Jahre später habe ich mir eine zweite Kappe einer anderen Marke angeschafft, die minimal kleiner ist und somit nicht dicht sitzt. Durch die weitere Anschaffung von 2 Periodenunterhosen und aus Faulheit, nutze ich meine besser passende Menstruationstasse nicht mehr so oft, was auch darauf zurückzuführen ist, dass Dauer und Menge meiner Periode relativ gering ausfällt. Mit der Menstruationstasse, der Periodenunterwäsche und ein paar Stoffbinden habe ich in den vergangenen sieben (!) Jahren überhaupt keinen Müll produziert und ca. 100 € für meine Periode ausgegeben. 

Tabuthema Inkontinenz:  Zahlen – Daten – Fakten

Tabuthema Inkontinenz: Zahlen – Daten – Fakten

Weltweit sind ca. 200 Millionen Menschen von einer Inkontinenz betroffen. In Deutschland sind etwa 10 Millionen Frauen und Männer inkontinent.

Warum haben wir Angst, als Betroffene darüber zu sprechen, wenn diese Krankheit doch so verbreitet ist? Sie ist schließlich alles andere als außergewöhnlich! Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir ein paar Zahlen und Daten für Dich zusammengestellt.

Fakt 1 Welche Arten der Inkontinenz gibt es?

Unterschieden werden Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Harninkontinenz ist weiterhin bekannt und ca. 7 Millionen Betroffene leben in Deutschland. Die Stuhlinkontinenz, an dieser Form leiden nur ca. 3 Millionen Menschen, wird noch weniger wahrgenommen.

Fakt 2 Wie wird die Harninkontinenz aufgeteilt?

Von Harninkontinenz wird ganz allgemein gesprochen, wenn es Betroffenen nicht (immer) möglich ist, Zeit und Ort der Harnausscheidung zu kontrollieren. Je nach Art der auftretenden Probleme unterscheidet die Medizin

  • Dranginkontinenz, die durch ein starkes Harndranggefühl im Zusammenhang mit einem unwillkürlichen Harnverlust gekennzeichnet ist
  • Stress- oder Belastungsinkontinenz, bei der es zu unwillkürlichem Harnverlust bei körperlichen Anstrengungen, z. B. beim Heben und Tragen, aber auch beim Niesen oder Husten oder bei sonstigen körperlichen Arbeiten kommt
  • Mischinkontinenz, die sowohl Symptome der Drang- als auch solche der Stress- bzw. Belastungsinkontinenz aufweist.

Diese Formen treten bei Frauen und Männern in unterschiedlichen Anteilen auf.

Etwa 33 % aller Frauen und 25 % der Männer leiden an dieser (oftmals chronischen) Krankheit. Bei den Frauen ist die Inkontinenz die am weitesten verbreitete Krankheit und liegt mit 35 % noch vor Bluthochdruck (25 %), Depression (20 %) und Diabetes (7 %).

Fakt 3 Ist Inkontinenz bei Frauen eine Frage des Alters?

Hier gilt ein klares NEIN. Frauen aller Altersstufen sind betroffen, wenn auch unterschiedlich stark. Die Ursachen dafür liegen in den Gründen für eine Inkontinenz. In jungen Jahren ist häufig eine Schwangerschaft oder Leistungssport der Grund, später sind es dann die Wechseljahre, eine Bindegewebsschwäche oder eine Operation.

Fakt 4 Was stört die Betroffenen am meisten?

Fragt man Frauen, wie sie mit der Krankheit umgehen und nach den Auswirkungen auf ihr tägliches Leben, kommen erschreckende Ergebnisse zutage.

Was lernen wir aus diesen ganzen Zahlen?

Die Zahlen zeigen, dass Du mit der Krankheit Inkontinenz, in welcher Form auch immer, nicht allein bist. Sei mutig und hol Dir frühzeitig Hilfe. Es gibt viele Trainingsgeräte und -methoden (https://frauengesundheit.life/beckenbodentrainer-und-methoden-mit-und-ohne-rezept-in-deutschland), die gute Ergebnisse erzielen.

Viele Organisationen, Einrichtungen und Ärzte bieten Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe an:

Außerdem haben wir in unserem Blog auch die Themen „Inkontinenz: Rückschritte der Lebensqualität“ und „Inkontinenz nach der Geburt“ behandelt.

Was isst man denn in Korea?

Was isst man denn in Korea?

Ein Gastbeitrag von Sun-Mi Jung, Miss Seoulfood

„Was isst man denn so in Korea?“, ist eine Frage, die ich ziemlich häufig zu hören bekomme. Ich liebe diese Frage übrigens sehr, dann kann ich endlich zu meinem Lieblingsthema kommen und ausschweifend über das schönste Thema der Welt sprechen – Essen!

Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist. Es kommt, wie so häufig im Leben, auf das Vorwissen des Fragenden an. So ähnlich wie die Frage „Ist Koreanisch eine schwierige Sprache?“. „Kommt drauf an, welche Muttersprache Du sprichst. Ein Japaner lernt Koreanisch sehr schnell, ein Deutscher eher nicht. Und das hat nichts mit Intelligenz zu tun.“

Dashima, Miyeok, Lotuswurzel & Co.

Viele Dinge, die in der koreanischen Küche selbstverständlich sind, sind hier im Westen völlig unbekannt. Zum Beispiel Dashima (getrocknete Alge, daraus wird meist eine aromatische Brühe gekocht), Miyeok (eine andere Alge, die gekocht gegessen wird), Lotuswurzel, Doenjang (fermentierte Sojabohnenpaste, ein wichtiges Würzmittel) und manchmal sogar Kimchi (das koreanische Sauerkraut). Entsprechend viele Erklärungen muss ich dann liefern.

Bei anderen Zutaten, Zubereitungen und Essensgewohnheiten gibt es noch vieles, womit Europäer fremdeln: „Tofu? Schmeckt nicht!“ oder „100 Gramm Fleisch pro Person, wie soll ich da satt werden?“ oder „So viel Gemüse? Gemüse esse ich nicht.“ „Lebendige Babyoktopusse?!?! Oh, mein Gott!!“ (Das mit den Babyoktopussen ist übrigens von mir…)

Aber ich will nicht nur meckern. Viele Europäer kennen sich mittlerweile ziemlich gut, wenn nicht sogar hervorragend mit der asiatischen und auch koreanischen Küche aus! Manchmal viel besser als ich. Sie schreiben sogar Bücher darüber und führen umfangreiche Foodblogs! Aber warum auch nicht. Nur, weil man keine koreanischen Vorfahren hat, bedeutet das ja nicht, dass man sich nicht für gutes Essen interessieren kann…

Reis ist immer dabei

Nun willst Du bestimmt wissen, was man denn in Korea so isst? Also, alles aufzählen kann ich jetzt nicht. Aber ich versuche es mal mit einem anschaulichen Beispiel: Morgens, mittags, abends gibt es eine Schale gekochten weißen Reis. Dazu eine Schüssel Suppe, gern mit gekochten Algen, Gemüse oder Kimchi. Aber natürlich auch mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten.

Banchan – wichtige Beilagen

Serviert werden außerdem jede Menge Beilagen, genannt Banchan, die in kleinen Schälchen auf den Tisch kommen und von denen sich jeder nach Herzenslust bedienen darf. Das sieht dann ein bisschen aus wie in einer spanischen Tapasbar und braucht jede Menge Platz und zahlreiche kleine Schüsselchen. Der Esstisch sollte also möglichst groß sein. Vergiss französische Bistrotische, die sind für Banchan völlig ungeeignet. 

Banchan machen einen sehr wichtigen Teil der koreanischen Küche aus. Die meisten Koreaner empfinden ein Gericht als unvollständig, wenn es keine Banchan gibt. So als würde es Schnitzel mit Kartoffeln und Erbsen und Möhren ohne Schnitzel geben. Quasi unvorstellbar!

Vielseitig, auch vegetarisch oder vegan

Banchan sind häufig vegetarisch, wenn nicht sogar vegan. Das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch für den Planeten und das Tierwohl. Verarbeitet wird fast alles, was der Boden so hergibt: Sojasprossen, Gurken, Rettich, Möhren, Tofu, Spinat, Salat, Kohl, Lotuswurzel, Auberginen, Zucchini, Adlerfarn und vieles mehr. Tomaten allerdings nicht, denn die gelten in Korea als Obst! Fleisch, Meeresfrüchte und Fisch werden eher selten als Banchan zubereitet, sondern bilden ein eigenes Hauptgericht, das zusätzlich serviert wird. In globalisierten Zeiten kann es durchaus auch mal ein paniertes Schnitzel sein…

Der Ursprung der vegetarisch-veganen Banchan geht übrigens auf den Einfluss des Buddhismus zurück. Zeitweise war Fleisch sogar offiziell verboten in Korea, daher entwickelte vor allem die koreanische Tempelküche zahlreiche schmackhafte vegetarisch-vegane Alternativen. Die Mönche und Nonnen mussten schließlich mit gutem Beispiel vorangehen und das geht nur, wenn das Essen gut ist. Ich glaube, das europäische Bier hat eine ähnliche Geschichte. Und das hat immerhin die ganze Welt erobert … 

Meine Foodempfehlung

Meine drei koreanischen Foodempfehlungen für Dich:

1.Chinakohl – Kimchi

DAS koreanische Superfood. Eigentlich nichts anderes als fermentierter Chinakohl, der stark und dennoch raffiniert gewürzt ist. Sauer, scharf, aromatisch, herzhaft und frisch zugleich. Jede Familie hat ihr eigenes Geheimrezept. Aber auch asiatische Supermärkte verkaufen mittlerweile Kimchi. Nimm das aus dem Frischepack, nicht aus der Konservendose. Und iss Kimchi zu einer Schale weißen Reis! Ach ja, schön und schlank soll Kimchi übrigens auch machen!

2. Bibimbab

Lustiger Name, oder? Heißt aber nichts anderes, als „verrührter Reis.“ Eigentlich ein Resteessen, denn übriggebliebene Banchan werden in eine Schüssel weißen Reis gegeben und untergemischt. Dazu eine Sauce aus Gochujang (fermentierte Chilipaste) und ein Spiegelei als Topping. Kann man vegetarisch, vegan oder auch mit Fleisch zubereiten. Nur Fisch und Meeresfrüchte sind nicht üblich. Keine Ahnung, warum…

3. Bulgogi

Auch bekannt als „Korean BBQ.“ Mariniertes Fleisch wird direkt am Tisch gegrillt, zusammen mit Reis und Banchan in ein frisches Salatblatt gewickelt und direkt aus der Hand gegessen. Also eine koreanische Mischung aus Grillen, Raclette, Fajitas und Fingerfood. Sehr gesellig und natürlich sehr lecker! Gesund sowieso, weil auch hier Banchan die heimliche Hauptrolle spielen.


Die Autorin: Sun-Mi Jung, Miss Seoulfood

Sun-Mi Jung wurde 1974 in Waltrop/NRW geboren und lebt heute in Bochum. Sie arbeitet als Pressereferentin für einen Wohlfahrtsverband in Recklinghausen und kocht gern (deutsch, koreanisch, japanisch, orientalisch, italienisch). Sie selbst isst gern (alles!), liest ebenfalls gern – vor allem Kochbücher und schreibt sehr gern, am liebsten übers Essen.Wenn Du mehr über Sun-Mi erfahren möchtest, kannst Du auf ihrer Ihre Website: Miss Seoulfood schauen, die Facebook-Seite von Miss Seoulfood liken oder auf Miss Seoulfood auf Instagram folgen.

Würde ist trainierbar!

Würde ist trainierbar!

Mit diesem Satz beginnt das Interview mit Alice Mari Westphal, die als selbstständige Gesundheitscoachin tätig ist. Alice ist Mutexpertin und ein Garant für klare Worte. Das ehemalige Model der Kampagne „pro-age“ von Dove geht mit Tabuthemen in die Öffentlichkeit.

Für ihren Mut und ihr gesellschaftliches Engagement wurde sie im letzten Jahr mit dem Genius-Award „Woman of the Year“ ausgezeichnet. Sie spricht öffentlich über ihr Leben, um mit Prävention und Aufklärung gegen Gewalttaten gegenüber Frauen und Mädchen vorzugehen. Heute ist sie 64 Jahre alt und spricht mit uns über ein anderes schambesetztes Thema: ihre Probleme und Erfahrungen mit Inkontinenz.

Mutexpertin Alice Mari Westphal über ihre Erfahrungen mit Inkontinenz

Hallo Alice, herzlichen Dank für Deine Bereitschaft, unseren Leser innen das Thema „Inkontinenz“ aus der Sicht einer Betroffenen nahe zu bringen. Das Thema wird oft tabuisiert. Was bewegt Dich, darüber öffentlich zu sprechen?

Inkontinenz, ein Thema, das so viele Frauen betrifft und worüber selbst heute noch nicht offen gesprochen wird, fing an, mich vor ca. 15 Jahren zu interessieren. Ich lief damals noch aktiv Marathon und es kam immer wieder vor, dass ich Urin verlor. Daraufhin habe ich das Thema „Inkontinenz“ in verschiedenen Situationen offen angesprochen. Nach meiner Erfahrung haben viele Frauen das Bedürfnis, sich untereinander auszutauschen sobald sie erkennen, dass andere ebenfalls betroffen sind.

Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des S.I.G.N.A.L. e.V. habe ich es mir auch zur Aufgabe gemacht, den Frauen eine Stimme zu geben, die (noch) verstummt sind. Damit unterstütze ich Frauen und Mädchen im Bereich der gesundheitlichen Intervention gegen häusliche und sexualisierte Gewalt.

Wann hattest Du die ersten Einschränkungen?

Wie gesagt, vor ca. 15 Jahren fing es an, dass ich an manchen Tagen nicht nur nach dem Lauftraining den Slip wechseln musste. Ich habe versucht, den Mechanismus und genauen Auslöser zu ergründen. Denn einerseits kann ich stundenlang einhalten und an anderen Tagen ist die Blase nicht mal halbvoll und der Harndrang ist übermächtig, anschließend heißt es duschen und umziehen. Doch leider bin ich noch nicht fündig geworden.

Während des Lauftrainings verlor ich immer wieder mal etwas Flüssigkeit, da die Belastung des Beckenbodens durch die Bewegung permanent vorhanden ist. Erst als ich das Thema angesprochen habe, bekam ich Zuspruch und Hinweise durch einige der Frauen aus unserer Marathon-Trainingsgruppe, die auch darunter litten. Bei einigen entwickelte sich die Beckenbodenschwäche erst nachdem sie Kinder zur Welt gebracht hatten.

Wie bist Du auf eine Lösung gekommen?

Ich kaufte ich mir Beckenbodenhanteln in einem Sexshop, mit dem Ziel, meinen Beckenboden regelmäßig und aktiv zu trainieren. Doch meine Freude nahm ein jähes Ende als die „Hantel“ nach den ersten Schritten einfach rausfiel. Ein klärendes Gespräch ergab, dass das Gewicht der Hanteln viel zu groß war, aber im ersten Moment war ich sehr betroffen. Ich dachte mir, das passiert, wenn man sich nicht darum kümmert und machte mich auf die Suche nach einer anderen Lösung.

Das Gespräch mit der Frauenärztin bot mir erste Anhaltspunkte, es könnte sich um eine Stressinkontinenz handeln und ich meldete mich zu einer Beckenbodenschulung an. Dort wurde alles in schönen Bildern beschrieben, jedoch hatte ich keine Ahnung, wie ich die Kontrolle über diesen Teil meines Körpers bekommen sollte, ein Erfolg stellte sich daher nicht ein. Auch ein zweiter Kurs brachte nicht das gewünschte Ergebnis, so dass ich mich mit der Situation vorerst arrangierte.

Danach fand ich eine Beckenboden-Trainingshilfe von Elanee, die ein Set von vier unterschiedlichen Gewichten beinhaltete. Durch regelmäßiges Training habe ich erste Erfolge erzielt. Aktuell habe ich das Training wieder vernachlässigt und merke das auch direkt.

Beckenbodentraining – für mehr Mut im Leben

Der Elvie Beckenbodentrainer und die dazugehörigen App helfen gegen Inkontinenz.

Im Zuge unseres Gespräches bin ich auf den Elvie-Trainer gekommen, der eine Funktion der Messbarkeit beinhaltet. Damit hoffe ich, eine bessere Stabilität und Regelmäßigkeit hinzubekommen. Ich werde mit meiner Frauenärztin beim nächsten Besuch darüber sprechen.

Alice, als Mutexpertin beschäftigst Du Dich auf verschiedenen Ebenen mit Tabu-Themen. Was ist Dein Wunsch an unsere Gesellschaft?

Ich wünsche mir, dass wir mutiger sind, mehr Haltung zeigen, gerade bei den sogenannten „Tabuthemen“, und dass wir uns trauen, offen darüber zu sprechen. Ich möchte die Welt ein Stück gesünder, sicherer und vor allem für Frauen und Mädchen würdevoller machen. Das ist meine Berufung und die Geburt meiner Enkeltochter hat mich den Weg in die Öffentlichkeit gehen lassen.

Mit der Kampagne #ichbinjededrittefrau geht es mir um öffentliche Aufmerksamkeit in Bezug auf häusliche und sexualisierte Gewalt. Denn jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens 1 x von sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt betroffen und ich möchte ein Umdenken in der Gesellschaft und in der Politik erreichen. Mit diesem Thema bin ich demnächst in der WDR Sendung „Frau TV“ zu Gast. Der Sendetermin steht noch nicht fest, aber ich werde ihn über meine Kanäle rechtzeitig kommunizieren.

Ich möchte anderen Frauen Mut machen, sich nicht von einem „Tabu“ abschrecken zu lassen. Auch Inkontinenz ist stark schambehaftet, jedoch gibt es Möglichkeiten, die unerwünschten Auswirkungen zu minimieren. Gespräche mit Ärzt:innenoder anderen Frauen bewirken eine Veränderung in unserem Denken und bieten neue Perspektiven, häufig sogar bessere Optionen.

Herzlichen Dank für Deine offenen Worte! Wir wünschen Dir für Dein Engagement und der Kampagne #ichbinjededrittefrau alles Gute und dem wichtigen Thema einen weitreichenden Erfolg und tragen den Sendetermin gerne nach, sobald er feststeht.

Interessierte Leser:innen können mehr über die Mutexpertin auf Alice Mari Westphals Website erfahren oder sie über ihre Facebook-Seite kontaktieren.