Mächtige Männer – Ohnmächtige Frauen?

Mächtige Männer – Ohnmächtige Frauen?

„Der Mann jagte, verdient Geld, hat Erfolg. Die Frau sammelte Beeren, kümmert sich um Kinder und Haushalt.“ So beginnt eine Dokumentation des ZDF unter dem Titel „Mächtige Männer – Ohnmächtige Frauen?“

Doch wie ist eigentlich das Bild der Frau als schwaches Geschlecht geprägt worden? Wer ist schuld am Bild des Mannes als Bestimmer und der Frau als „Heimchen am Herd“? Entspricht dieses Bild der Realität oder muss die Geschichte neu geschrieben werden, um es ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen?

Heute wissen wir, dass Frauen in der frühen Vorgeschichte bei fast allen Völkern rund um den Globus die gleichen Rechte hatten wie die Männer. Kriegerinnen waren genauso selbstverständlich wie Krieger. Auch steinzeitliche Künstlerinnen, reiche Fürstinnen aus der Bronzezeit und Äxte schwingende Wikingerinnen gab es tatsächlich. Das alles konnte aber erst die moderne Archäologie beweisen, die begonnen hat, alte Ausgrabungen mit fortschrittlichen Methoden wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Archäologen des 19. und frühen 20. Jh., durchweg Männer (!), haben die Inhalte der Ausgrabungen aus ihrer Perspektive interpretiert. In ihrer Gedankenwelt kamen Frauen als Clanführerinnen oder Kriegerinnen nicht vor. Hier wurde die „naturgegebene“ Denkweise jener Zeit auch auf Funde aus grauer Vorzeit angewandt. Also hielten sie reich ausgestattete Grabstellen für Gräber von Herrschern oder Clanchefs.

Das prägte die männliche Rolle als Führer und die weibliche Rolle als untergeordnete Person: Männer jagen, Frauen sammeln – das Leben in der Urzeit, in Büchern und Museen festgehalten und ausgestellt.

Fehlinterpretationen werden aufgedeckt

Dabei erkannte Charles Darwin schon früh, dass die Männer zwar Jäger waren und damit höher im Rang und Ansehen standen, die Frauen aber mit dem Sammeln von Früchten und Wurzeln etwa 80% der Nahrung für die Familie herbeischafften. Damit stellten in Wirklichkeit die Frauen die Ernährung und das Überleben der Familien sicher.

Mithilfe modernster Untersuchungsverfahren werden nach und nach die archäologischen Irrtümer des 19. und frühen 20 Jh. aufgedeckt und widerlegt. Damit beginnt auch die klassische Rollenverteilung zu bröckeln – mittlerweile kommen immer mehr Fehlinterpretationen ans Licht.

Frauen als Kriegerinnen und Chefinnen der Clans wurden in Schweden, Dänemark und Norwegen gefunden. Nicht nur bei den Wikingern übernahmen Frauen die Führung, auch die Kelten haben sich schon Frauen als Chefinnen untergeordnet.

Ein Beispiel ist die alte Wikingerstadt Birka in Schweden. Hier fanden die Archäologen zur Jahrhundertwende ein Grab mit Schwertern, Pferden, Pfeil und Bogen. Keine Frage – der Tote war ein Mann, ein Krieger. Erst 100 Jahre später wurde der Irrtum aufgedeckt, nachdem die Knochen per DNA-Analyse untersucht worden waren. Hier wurde eine Frau beerdigt. Kritiker und Presse bezweifelten, dass eine Wikingerin in einem so prunkvoll ausgestatteten Grab bestattet worden war. Eine zweite Untersuchung, bei der Archäologen, Biologen und Anthropologen zusammenarbeiteten, brachte ein zweifelsfreies Ergebnis: Im Grab lag eine Frau – und sie war eine Kriegerin.

Forscher gehen neue Wege

Es gibt eine ganze Reihe an weiteren Zweifelsfällen, die aktuell mit modernen Methoden neu untersucht werden. Dabei kommen immer mehr Überraschungen zutage.

Dieses spannende Thema, das ja auch heute noch immer im Gedankengut der Männer die Rolle der Frau beeinflusst, hat die Sendung Terra X des ZDF in einer Dokumentation zusammengefasst.

Schau Dir die interessante Dokumentation von Terra X im ZDF an. Du wirst verblüfft sein, wie sehr die Archäologie und ihre Irrtümer das Frauenbild geprägt haben, in dem es heute immer noch viele Hürden zu überwinden gilt.

Die Dokumentation ist noch bis zum 12.07.2030 verfügbar!

Ängste: Impulse für ein angstfreies Leben

Ängste: Impulse für ein angstfreies Leben

Erfahrungen & Impulse einer Polizistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

Grundsätzlich betrachtet ist Angst immer eine vorweggenommene Zukunft, in der wir – gelinde gesagt – befürchten, nicht gut wegzukommen.

Formen der Angst

Die verschiedenen Angstformen kann man in drei große Bereiche aufteilen.

Die spezifische Angst

Da ist die spezifische Angst vor etwas, auch Phobie genannt. Die Angst vor Hunden, Spinnen oder großen Plätzen. Auch die Angst vor Corona als Krankheit ist eine solche Angst.

Die generalisierte Angst

Die generalisierteAngstform bedeutet, dass ich anfange Gedankenketten zu bilden. Am Beispiel von Corona wäre es eben nicht nur die Angst vor Corona als Krankheit. Sondern auch die Angst vor dem damit einhergehenden Arbeitsplatzverlust. Als nächstes kommen Gedanken über den sozialen Abstieg nach dem Verlust der Arbeit, meine Freunde würden mich verlassen, ich müsste mein Auto verkaufen, was mich zusätzlich zum Außenseiter machen würden. Dann könnte ich meine Wohnung nicht mehr halten und lande unter einer Brücke oder zumindest völlig krank, einsam und alleine als Harz IV Empfänger in einer 25qm Plattenbau-Wohnung. Von Hölzchen auf Stöckchen kommen wir und finden uns letztendlich in einer dramatischen Endvorstellung wieder.

Panikattacken bei generalisierten oder spezifischen Ängsten

Als ist dies nicht schon genug, können zusätzlich noch Panikattacken auftreten.

Das Gemeine daran ist, dass diese scheinbar aus dem Nichts kommen und Dich glauben lassen, dass Du die nächsten Minuten nicht überlebst. Notarzteinsätze sind bei solchen Anfällen nicht unüblich und das ist – gerade am Anfang – auch gut so. Lieber einmal zu viel als zu wenig, ist meine persönliche Meinung.

Das im Anschluss genaue Untersuchungen bei den zuständigen Ärzten folgen müssen, versteht sich von selbst. Doch oft ergibt die Diagnose, dass der Auslöser rein psychisch ist. Diese Attacken können sich auf eine generalisierte oder eine spezifische Angst „draufsetzen”, doch leider gibt es sie auch als Singleversion.

Aktuell schürt Corona zum Beispiel viele Angsterkrankungen enorm, weil die damit einhergehenden Befürchtungen alle drei Angstformen „bedienen“ und uns zusätzlich alltägliche Ablenkungen und soziale Kontakte fehlen.

Ein Weg aus den Ängsten

Gibt es überhaupt einen Weg für mich da raus?“ Die gute Nachricht lautet: „Natürlich”. 

Ängste sind immer eine Kombination aus erlernten und ererbten genetischen Verhaltensweisen. Ist letzteres vorhanden, kann es sein, dass Du immer etwas sensibler für Ängste bleibst als andere. Auch kommt es darauf an, welche Angstform Du hast und wie lange sie schon in Dir wirkt. Doch grundsätzlich ist Angst etwas, dass im Gehirn beginnt. Aus diesem Grund haben sich die Verhaltenstherapie und die kognitive Therapie bewährt.

Die kognitive Therapie 

In der kognitiven Therapie arbeitest Du an der Veränderung Deiner Gedankenmuster. Diese werden oft nicht wahrgenommen und unbeobachtet lösen sie eine Kaskade an Gedankenketten aus, die letztendlich dafür sorgen, dass Du Angst empfindest. Auch kann Dir diese Therapieform wichtige Erkenntnisse rund um Deine Angst bringen. Zum Beispiel ihre Herkunft, Funktion oder Sinnhaftigkeit.

Die Verhaltenstherapie

Mit Verhaltenstherapie lernst Du, wie der Name schon sagt, ein anderes Verhalten.

Angst an sich ist ein natürlicher Zustand und wir brauchen sie! Ohne Angst würdest Du von einem Hochhaus springen oder andere Verhaltensweisen an den Tag legen, die Deiner Gesundheit und Deinem Überleben nicht förderlich sind. Ein Grund dafür, die Angst wertzuschätzen. Auch wenn Dir das schwer fallen mag, wenn sie Dich oft und arg einschränkt. 

An Angst stirbt man nicht!

Mache Dir bewusst, dass an Angst noch niemand gestorben ist. 

Was genau heißt das für Dich? Angst kann auch ausgehalten werden. An sich ist Angst ein Fingerzeig Deines Körpers, dass ein Teil von Dir Angst hat. Das heißt noch lange nicht, dass etwas schreckliches passiert oder gar passiert ist. In der Verhaltenstherapie lernst Du, Dich anders zu verhalten als sonst. Vielleicht die Angst ein kleines bisschen anzunehmen und die Spannung auszuhalten. Viele ängstliche Menschen meiden angstauslösende Situationen und schränken sich dadurch immer mehr ein.

Umgang mit der Angst 

In Verbindung mit der kognitiven Therapie kann die körperliche Reaktion auf Angst sogar umgedeutet werden. Es gibt hierzu ein, wie ich finde, schönes Kurzvideo auf YouTube. Es ist lustig und gleichzeitig zeigt es, bei allem Respekt vor schwerwiegenden Ängsten, wie Du Deine körperliche Reaktion, beispielsweise das Zittern, auch genießen könntest. Es sind nämlich nicht nur Deine Gedanken, die automatisch zu einer Angstreaktion im Körper führen. Es ist auch umgekehrt.

Handlungen vs. Gedanken 

Ein Bungeespringer, der sein Equipment überprüft, ist höchst angespannt und aufgeregt. Sein Herz schlägt wild und sein Atem geht heftig. Sein Körper schüttet Adrenalin aus und merkt deswegen vielleicht, dass seine Hände zittern. Doch sein Gehirn interpretiert diese Signale nicht als Angst, die es zu vermeiden gilt. Ein Bungeespringer fühlt sich gerade deswegen lebendig, aufgeregt und sucht diese körperlichen Symptome geradezu. Er liebt es und gibt dafür sogar Geld aus.

Ein schnelles rasendes Herz bedeutet also nicht, dass du gleich einen Herzschlag bekommst und stirbst. Was glaubst Du, was das Herz eines Marathonläufers leisten muss? Stundenlang. Unser Körper kann das. 

Körperliche Symptome wie zittern, ein schnell schlagendes Herz, Schweißausbrüche oder ein schneller Atem bedeuten „nur” eine hohe Erregung. Ob Du dadurch Angst bekommst oder Dich lebendig fühlst, ist eine Sache Deiner Bewertung.

Tipps zur richtigen Vorgehensweise

Zuallererst gilt es, körperliche Krankheiten auszuschließen. Dein Gehirn, Deine Atemwege, Dein Herz und Deine Schilddrüse können tatsächlich krank sein und so Angststörungen verursachen.

Wenn das abgeklärt ist, weißt Du zum einen, dass es tatsächlich „nur” psychisch ist und zeitgleich darfst Du beruhigt sein, denn offensichtlich darfst Du, nach wie vor, Deinem Körper vertrauen. Auch wenn er ab und an verrückt zu spielen scheint. 

Drogenkonsum, Alkohol und auch bestimmte Medikamente können gleichfalls ungünstig auf Deinen Körper einwirken und so angstauslösende Symptome verursachen.

Wenn Du das auch verneinen kannst, dann ist der nächste Schritt, auf Deinen jetzigen Stress und früheren Stress zu schauen. Mit früherem Stress meine ich zum einen Kindheitstraumata, wie eine „schwere” Kindheit es sein könnte. Wenn diese bislang nur verdrängt und noch nicht verarbeitet ist, dann liegt hier eventuell eine Ursache. Es kann jedoch auch ein Autounfall sein, der vor zwei Jahren geschehen ist. Grundsätzlich kann Dir bei diesen Auslösern eine gute Psychotherapie helfen, wieder in Deinen Frieden zu kommen. 

Atmen gegen Stressreaktionen

Akuter Stress, der länger als ein Jahr anhält, ist ebenso als Auslöser bekannt. Hierzu zählen auch kleine und immer wiederkehrende Stressfaktoren, die Dich innerlich anspannen lassen.

Stress verringert zum Beispiel Deine Atmung. Beobachte Dich selbst in Angstsituationen und Du wirst feststellen, wie Du flacher atmest und vielleicht sogar den Atem anhältst.

Das hat wiederum zur Folge, dass Dein Gehirn und Körper zu wenig Sauerstoff erhalten. Das wiederum führt zu Konzentrationsschwierigkeiten und dauernder Müdigkeit usw. Also – je stressiger Dein Alltag – desto mehr musst Du für Deine Atmung sorgen. Ein kleiner stündlicher Reminder im Handy kann hier helfen. Pro Stunde einmal tief atmen. Probiere es aus. Es tut unheimlich gut.

Veränderungen sind schwer, doch wenn Du Dir Deine Gesundheit erhalten möchtest, dann empfehle ich Dir, Deinen Stress zu reduzieren. Egal ob es Deine Arbeit ist oder vielleicht auch der Abstand von Menschen, die Dir nicht guttun. Wenn das nicht geht, dann gönne Dir regelmäßige Auszeiten. Damit erzielst Du schnelle Fortschritte!

Ich weiß, dass diese Empfehlung schnell ausgesprochen ist und nur schwer umsetzbar scheint. Ich höre Deine Stimme, dass ich gut reden habe. Doch als Polizistin, Therapeutin, Coach, Dozentin und Mutter kann ich von Angst ein Lied singen. Und ich sage Dir, wenn Du weniger Ängste und mehr Gelassenheit im Leben haben möchtest, dann sorge für Dich. 

Es sind nicht immer die anderen, die Dir Dein Leben schwer machen. Das kannst Du auch gut allein. Übernimm bitte die Verantwortung für Dein Leben. Du bist es wert!

Alles Liebe, 

Tanja Gatzke


Die Autorin: Tanja Gatzke, Polizistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

Tanja Gatzke begleitet Menschen die „von außen betrachtet”, bereits ein schönes Leben haben. Dennoch werden sie von Ängsten gefesselt, haben eine innere Leere oder andere seelische Schmerzen. Tanja Gatzke hilft ihnen in ihre innere (Selbst-)Sicherheit zurück, so dass sie sich befreien können.

Mehr von Tanja Gatzke findest Du auf ihrer Homepage oder über die Social Media Kanäle.

Tanja Gatzke
Kettungsstraße 4a
65510 Idstein

Tel: 0160 – 3556050
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Darüber hat sie jüngst auch ein Buch geschrieben:

Tatort Dein Leben – Entfessele Deine innere Sicherheit

Das Internet als Tatort

Das Internet als Tatort

Cyber-Grooming trifft fast jedes Kind!

Wir greifen wieder ein Tabuthema auf, dass eine potentielle Gefahr für Deine Kindern darstellt.

Cyber-Grooming wird als „Anbahnung sexueller Übergriffe durch Erwachsene im Internet“ übersetzt. Gemeint ist dabei die Kontaktaufnahme zu minderjährigen Kindern und Jugendlichen, mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs online oder bei realen Treffen.

Im Gespräch mit RTL geht der erfahrene Cyberkriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger davon aus, dass sich kaum ein Kind im Internet bewegen kann, ohne mindestens ein Mal mit Cyber-Grooming konfrontiert zu werden. Im Zuge des RTL-Spezials „Angriff auf unsere Kinder – und was WIR dagegen machen können“ aus März 2021 gab es viele Berichte zu diesem Thema. Wir möchten an dieser Stelle Deine Aufmerksamkeit nochmal darauf lenken und Dich sensibilisieren, wie Du Deine Kinder besser schützen kannst.

Hinweis der Redaktion: Das ganze RTL-Spezial ist nur im Pay-TV anzuschauen. Du findest den Beitrag unter https://www.tvnow.de/shows/rtl-spezial-18330.

Schutz vor Cyber-Grooming für die eigenen Kinder

Unsere Kinder wachsen als „Digital Natives“ auf – für sie ist der alltägliche Umgang mit den digitalen Medien eine Normalität, über die sie nicht bewusst nachdenken. Es ist also zwingend notwendig, mit ihnen so früh wie möglich über mögliche Gefahren zu sprechen, sich als Eltern aktiv mit Aufklärung zu befassen und entsprechende Schutzvorkehrungen zu treffen.

Der kurze RTL-Beitrag „Wie können wir unsere Kinder vor Missbrauch im Netz schützen?“ verfolgt einfache Ansätze mit großer Wirkung: Von Geräte- und Profileinstellungen, über Gespräche bis zu einer Kinderschutz-Software wie „Jusprog“ oder „Qustodio“ lassen sich Schutzmechanismen aufbauen, die Eltern etwas ruhiger schlafen lassen.

RTL verweist in verschieden Berichten auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen verschiedener Apps wie „Likee“ oder „Knuddels“, die minderjährigen Kindern keinen wirksamen Schutz vor Cyber-Grooming bieten.

Harmloser Chat? Weit gefehlt!

In nur drei Tagen kamen insgesamt über 500 übergriffige, sexualisierte Kontaktanfragen bei den erwachsenen Testusern an. Die drei 20-jährigen Schauspieler:innen haben bei dem Experiment auf der Plattform Knuddels mitgewirkt und sich für 12-jährige Kinder ausgegeben.

Fassungslos über die Flut der Anfragen durch Cyber-Groomer stand dem Team die Betroffenheit ins Gesicht geschrieben. Die Menge und die Inhalte bauen einen enormen psychischen Druck auf die Kinder auf: Zum Teil mit Bildern oder mit dem Vorschlag, auf ein anderes Chatportal zu wechseln, kommt man schnell ins Detail. Sogar Angebote sich privat zu treffen waren dabei, wie das kurze Video zeigt. 

Sexualstraftäter haben durch vorhandene Sicherheitslücken und fehlende Authentifizierungszwänge ein leichtes Spiel.

„Knuddels“ hat auf die Anschuldigungen reagiert und teilt mit, dass alle Chatgespräche durch einen technischen Filter überwacht werden. Dieser verhindert die Zustellung der Nachrichten mit jugendgefährdenden Inhalten, jedoch scheint das System nicht gut zu funktionieren.

Ermittlungsverfahren schon vor der Ausstrahlung

Das Experiment machte erschreckend deutlich, wie aggressiv und zielgerichtet die Sexualstraftäter gegenüber Kindern vorgehen und sich die bekannten Sicherheitslücken zunutze machen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden bereits vor der Ausstrahlung eingeleitet und es konnten bereits einige Täter überführt werden. Doch viele Täter werden nicht – oder zu spät – entdeckt.

Unterstützung für Eltern und Kinder

Mehr Informationen, Hintergründe und Unterstützung bieten verschiedene Initiativen. Zum einen „Schau hin“, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ARD, des ZDFs und der AOK, die Interessierte in regelmäßigen Newslettern informiert und als Anlaufstelle für Fragen zur Verfügung steht.

Zum anderen gibt es die EU-Initiative „klicksafe“, die sich für eine sichere Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendliche einsetzt und die Problematik ins öffentliche Bewusstsein rückt. Der Appell geht immer an Eltern, Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Jugendbetreuer und Sozialpädagogen, die Jugendliche in ihrer täglichen Arbeit und Nähe auf einen kompetenten Umgang mit dem Internet sensibilisieren können. In Deutschland ist es ein gemeinsames Projekt der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien NRW. Zu den Aufgaben gehören auch die Informationsbereitstellung, eine Internet-Beschwerdehotline und die Helpline „Nummer gegen Kummer“.

Unter dem Namen „Zebra“ stehen Experten der Landesmedienanstalt NRW Eltern bei Fragen, die sich aus dem digitalen Alltag ergeben, beratend zur Seite. Sie bieten auch konkrete Hilfestellung an.

Wenn Du weitere Informationen oder Hilfestellungen für unsere Leser:innen hast, schreibe uns bitte einen Kommentar.

Wir haben noch einen weiteren Link für Dich zum Thema in der ARD Mediathek gefunden: Das weiße Kaninchen (verfügbar bis 12.07.2021)

Hula Hoop: Mit dem neuen Trend geht’s rund

Hula Hoop: Mit dem neuen Trend geht’s rund

Seit den 1950-er Jahren gibt es ihn, doch jetzt ist er der neue Megatrend. Claudia und Melanie (wie viele andere Menschen) haben den Hula-Hoop-Reifen als Indoor-Sportart für sich entdeckt. Gerade in Corona- und Home-Office-Zeiten suchten sie eine Alternative, die sich Zuhause ohne großen Aufwand umsetzen lässt. In der WDR Servicezeit vom 24.03.2021 zeigen sie ihre beachtlichen Erfolge: Figur verändernd – im Rumpfbereich haben beide bereits einige Zentimeter Bauchumfang verloren und sichtbar Bauchmuskulatur aufgebaut. Doch das Wichtigste ist, die Bewegung macht beiden riesigen Spaß. Sie sind in der Facebookgruppe von Doc Esser, der in dieser Sendung <Link> noch einige Tipps für Menschen mit Vorbelastungen gibt.

Hier schon einmal die wichtigsten Tipps:

  • nicht einseitig bleiben: am besten beide Seiten trainieren und nicht nur in die Schokoladen-Richtung
  • die Größe muss passen: aufgestellt sollte der Reifen ungefähr bis zum Bauchnabel gehen
  • bitte kein Schwergewicht: das Gewicht des Reifes sollte am Anfang 1,2 kg nicht übersteigen, je nach Trainer:innen werden auch leichterer Reifen empfohlen, um Blutergüsse zu vermeiden
  • nicht übertreiben: bei Blutergüssen unbedingt pausieren
  • ganz schön effektiv: die Fettverbrennung liegt bei ca. 400 – 600 kcal (bei einer Stunde Trainingszeit)

Unser Fazit:

Das Allheilmittel ist hullern eher nicht, aber es scheint viel Spaß zu machen und sorgt bei regelmäßigem Training für eine stabile Rumpfmuskulatur.

Willst Du mehr darüber erfahren? Das Internet ist voll davon. Wir haben in der ARD-Mediathek einige interessante und kurze Berichte aufgestöbert. Die Links haben wir für Euch zusammengestellt.

WDR „Servicezeit“ vom 25.03.2021: Meine Sportstory: Corona-Comeback des Hula-Hoop-Reifens

Facebook Gruppe von Doc Esser

WDR „Markt“ vom 17.02.2021: Retro-Trend „Hula Hoop“

NDR „Mein Nachmittag“ vom 30.03.2021: Fit durch Hula-Hoop

BR „Abendschau“ vom 18.03.2021: Die Rückkehr des Hula-Hoop-Reifens

ARD „Buffet“ vom 04.06.2020: So tickt Berlin: Hula-Hoop-Trend

Die Kirche hat viele Facetten

Die Kirche hat viele Facetten

Die Austrittswelle und Skandale zum sexuellen Missbrauch zeichnen ein deutliches Bild zur Wahrnehmung der Kirche: Enttäuschung bei Mitgliedern, Fehlverhalten auf vielen Ebenen, Ignorieren der Tatsachen und ein akutes Desinteresse gegenüber den Betroffenen. Die Wellen schlagen hoch und Bettina Böttinger fragte nach. In der Live-Sendung des WDR „Ihre Meinung“ vom 25.03.2021 waren Menschen zu Gast, die Berührungspunkte mit der Kirche haben. Von Würdenträgern der beiden großen Kirchen, Pastoren und Pfarrer, Gläubige, Vertreter der Betroffenen und Missbrauchsopfer, Religionslehrer und Menschen, die sich in der kirchlichen Arbeit engagieren, waren die Gesprächspartner).

Mit der Frage: „Austrittswelle und harsche Kritik: Ist die Kirche noch zu retten?“ ging es nicht nur um den Missbrauchsskandal, sondern auch um den Reformbedarf verkrusteter Strukturen, Maria 2.0, eine zeitgemäße Sprache und die lebensferne Realität, in der sich die Kirche immer noch bewegt.

Mit bekannten und weniger bekannten Namen präsentiert diese interessante Sendung sehr differenzierte Meinungen von Menschen, die für und in der Kirche arbeiten. Diesen umfassenden Blick wollen wir Dir nicht vorenthalten. Die gesamte Sendung findest Du in der ARD-Mediathek oder auf YouTube.

Pink Tax: Warum Frauen häufig mehr bezahlen!

Pink Tax: Warum Frauen häufig mehr bezahlen!

Wir Frauen kennen das: Rasiererkauf im Drogeriemarkt. Während es für Männerrasierer oft gute Angebote und Preisnachlässe gibt, bleiben diese Schnäppchen bei den Frauenprodukten aus. Stefanie Diemand berichtet in der FAZ vom 01.03.2021 von ihrer Recherche. Der Artikel „Pink ist eine teure Farbe“ macht deutlich, dass das sogenannte „Gender Pricing“ bei Verbraucher:innen nicht gut ankommt. Ist die Preisbildung nach Geschlecht, auch „Pink Tax“ genannt, eine Diskriminierung oder handelt es sich nur „eine laufend angepasste Preisfindung“, weil höhere Aufwände bzw. Kosten in der Kalkulation berücksichtigt werden?

Während Verbraucher:innen bei einigen Produkten noch die Wahl haben, ob sie das Männer- oder Frauenprodukt kaufen, ist das spätestens bei Dienstleistungen wie Reinigung von Damenblusen/Herrenhemden und beim Friseurbesuch keine Option mehr.

Eine Ausnahme gibt es – die ist allerdings erstaunlich und auch nicht so einfach zu erklären. Bei Datingportalen bezahlen Männer im Vergleich fast den dreifachen Preis. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Stefanie Diemands branchenübergreifende Recherche bringt erstaunliche Unterschiede ans Licht, die wir Dir nicht vorenthalten wollen. Daher empfehlen wir Dirt den gesamten Artikel zum Pink Tax zu lesen.

Weitere interessante Artikel:
Bereits im Juni 2020 haben wir über die Senkung der „Tamponsteuer“ berichtet.

Die Weiberwirtschaft eG setzt sich für eine Angleichung des Life Income Gap ein, das hat uns Dr. Katja von der Bey im Interview erzählt.  

Welche Erfahrungen hast Du mit Männerprodukten gemacht? Wie reagierst Du auf diese preisliche Ungerechtigkeit? Schreibe uns gern einen Kommentar.