„Jugendwahn war gestern – heute rockt das Alter“

„Jugendwahn war gestern – heute rockt das Alter“

So betitelt Greta Silver ihre Website. Ein Statement, das die Youtuberin, Bestsellerautorin, Keynotespeakerin und Markenbotschafterin in vielen ihrer Auftritte und Videos immer wieder unterstreicht.

Diese Frau ist mit Anfang 70 jünger als die meisten 30jährigen. Die Videos auf ihrem Youtube-Kanal motivieren, fesseln und machen sprachlos. Sie behandelt Themen, die Frauen jeder Altersklasse betreffen – Frauenpower, Leidenschaft, Liebe, Mode, Abnehmen, Reisen und und und.

Mit Aussagen wie „Alter ist einfach spannend“ und „Von 30 bis 60 Jahre ist es genau so lang wie von 60 bis 90“ macht sie uns Mut und nimmt uns die Angst vor dem alt werden.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Greta Silver bei Tietjen und Bommes

Schon vor zwei Jahren war Greta Silver bei Tietjen und Bommes – ein wie wir finden toller Auftritt, der allen Frauen Lust aufs Leben macht – in jedem Alter, also unbedingt ansehen.

Tabuthema Inkontinenz:  Zahlen – Daten – Fakten

Tabuthema Inkontinenz: Zahlen – Daten – Fakten

Weltweit sind ca. 200 Millionen Menschen von einer Inkontinenz betroffen. In Deutschland sind etwa 10 Millionen Frauen und Männer inkontinent.

Warum haben wir Angst, als Betroffene darüber zu sprechen, wenn diese Krankheit doch so verbreitet ist? Sie ist schließlich alles andere als außergewöhnlich! Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir ein paar Zahlen und Daten für Dich zusammengestellt.

Fakt 1 Welche Arten der Inkontinenz gibt es?

Unterschieden werden Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Harninkontinenz ist weiterhin bekannt und ca. 7 Millionen Betroffene leben in Deutschland. Die Stuhlinkontinenz, an dieser Form leiden nur ca. 3 Millionen Menschen, wird noch weniger wahrgenommen.

Fakt 2 Wie wird die Harninkontinenz aufgeteilt?

Von Harninkontinenz wird ganz allgemein gesprochen, wenn es Betroffenen nicht (immer) möglich ist, Zeit und Ort der Harnausscheidung zu kontrollieren. Je nach Art der auftretenden Probleme unterscheidet die Medizin

  • Dranginkontinenz, die durch ein starkes Harndranggefühl im Zusammenhang mit einem unwillkürlichen Harnverlust gekennzeichnet ist
  • Stress- oder Belastungsinkontinenz, bei der es zu unwillkürlichem Harnverlust bei körperlichen Anstrengungen, z. B. beim Heben und Tragen, aber auch beim Niesen oder Husten oder bei sonstigen körperlichen Arbeiten kommt
  • Mischinkontinenz, die sowohl Symptome der Drang- als auch solche der Stress- bzw. Belastungsinkontinenz aufweist.

Diese Formen treten bei Frauen und Männern in unterschiedlichen Anteilen auf.

Etwa 33 % aller Frauen und 25 % der Männer leiden an dieser (oftmals chronischen) Krankheit. Bei den Frauen ist die Inkontinenz die am weitesten verbreitete Krankheit und liegt mit 35 % noch vor Bluthochdruck (25 %), Depression (20 %) und Diabetes (7 %).

Fakt 3 Ist Inkontinenz bei Frauen eine Frage des Alters?

Hier gilt ein klares NEIN. Frauen aller Altersstufen sind betroffen, wenn auch unterschiedlich stark. Die Ursachen dafür liegen in den Gründen für eine Inkontinenz. In jungen Jahren ist häufig eine Schwangerschaft oder Leistungssport der Grund, später sind es dann die Wechseljahre, eine Bindegewebsschwäche oder eine Operation.

Fakt 4 Was stört die Betroffenen am meisten?

Fragt man Frauen, wie sie mit der Krankheit umgehen und nach den Auswirkungen auf ihr tägliches Leben, kommen erschreckende Ergebnisse zutage.

Was lernen wir aus diesen ganzen Zahlen?

Die Zahlen zeigen, dass Du mit der Krankheit Inkontinenz, in welcher Form auch immer, nicht allein bist. Sei mutig und hol Dir frühzeitig Hilfe. Es gibt viele Trainingsgeräte und -methoden (https://frauengesundheit.life/beckenbodentrainer-und-methoden-mit-und-ohne-rezept-in-deutschland), die gute Ergebnisse erzielen.

Viele Organisationen, Einrichtungen und Ärzte bieten Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe an:

Außerdem haben wir in unserem Blog auch die Themen „Inkontinenz: Rückschritte der Lebensqualität“ und „Inkontinenz nach der Geburt“ behandelt.

Müllberg MONATSHYGIENE

Müllberg MONATSHYGIENE

Ist uns Frauen eigentlich bewusst, wie sehr nicht nur wir, sondern auch die Umwelt unter unserer monatlichen Blutung leiden? Sind wir uns bewusst, was wir unserem Körper mit den Hygieneprodukten, wie z.B. Tampons, Binden oder Slipeinlagen, antun? Wie viele Gifte das Plastik und die Chemikalien, die in diesen Produkten enthalten sind, ausdünsten während wir die Produkte auf und unter der Haut tragen? Und am Ende, wieviel wir davon in unserem „fruchtbaren“ Leben verbrauchen?

Ehrlich gesagt: mir war das auch bis zum Beginn der Menopause nicht bewusst. Ich habe fast 40 Jahre lang konsumiert, was mir in den Regalen der Drogeriemärkte angeboten wurde. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass es Alternativen geben könnte.

Monatshygiene Drogerie
Copyright Adobe Stock

Kürzlich habe ich Zahlen zum Müllproblem der Periode gefunden, die mich getroffen haben. Ich denke, Dir wird es vielleicht genau so gehen. Folgende Fakten möchte ich an Dich weitergeben:

  1. Eine menstruierende Frau verbraucht in ihrem Leben 10.000 – 17.000 Monatshygieneprodukte!
  2. Alleine in Österreich verbrauchen alle Frauen gemeinsam pro Jahr ca. 460 Millionen Produkte für die Menstruation!
  3. In Deutschland, Österreich und der Schweiz entstehen durch Monatshygiene-Produkte jährlich ca. 75.000 – 125.000 Tonnen Müll! Das entspricht mehr als 600.000 gefüllten Badewannen.
  4. In der EU jährlich werden über 49 Milliarden Tampons, Binden und Slipeinlagen benutzt!

Verbrauch an Tampons, Binden und Slipeinlagen

Rechne doch einfach mal Deinen Verbrauch von Tampons, Binden und Slipeinlagen pro Monat aus. Multipliziere das mit 12 Monaten – nun kennst Du Deinen „jährlichen Regelmüllberg“. Wenn Du jetzt zu den älteren unter uns gehörst, kannst Du ungefähr einschätzen, wie lange Du Deine Periode noch haben wirst und damit auch, wie Du in Deinem Leben zum Müllberg Monatshygiene beiträgst.

Ich habe es für mich ausgerechnet: mit 11 Jahren bekam ich zum ersten Mal meine Periode, ungefähr alle 2 Monate am Anfang, und es reichten Binden (ca. 100 St.). Die fand ich allerdings sehr schnell unangenehm und habe schon 1 Jahr später angefangen, Tampons zu benutzen. Irgendwann bekam ich dann meine Periode mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks – 12 Mal im Jahr und immer 5 Tage lang. Das ging, trotz Einnahme der Pille weiter, bis ich Ende 49 war. Da kamen plötzlich die Wechseljahre. In meinen 38 „fruchtbaren“ Jahren habe ich ca. 13.200 Tampons benutzt … und entsorgt. Hinzu kamen unzählige Slipenlagen.  

In Schnitt verbraucht jede Frau in ihrem Leben 16.800 Hygieneprodukte. 96% davon sind Einwegartikel, die zu großen Teilen aus Plastik bestehen, in Plastik verpackt sind und nicht recycelt werden können. Das bedeutet, jede Frau produziert pro Jahr bis zu 6 kg Müll – einen Müllberg aus Monatshygiene in ihrem Leben. In meinem Fall waren es etwa 5 kg Müll pro Jahr … also 190 kg in 38 Jahren.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Hier versuchen ausnahmsweise einmal Männer, die Menge an Monatshygiene, die eine Frau pro Jahr verbraucht, zu schätzen.

Entsorgung ist ein anderes Problem

Ein weiteres Problem ist die Entsorgung der Hygieneartikel und ihrer Verpackungen. Viel zu viele Tampons werden einfach in der Toilette entsorgt – aus Unwissenheit oder aus Mangel an Mülleimern z. B. in öffentlichen Toiletten. In viele Fällen führt das zu Verstopfungen der Abwasserleitungen, die Tampons landen am Ende in den städtischen Kläranlagen und müssen mühsam aus den Filtern entfernt werden. Ein kostenintensiver Aufwand für jede Stadt.

Dass die Plastikanteile der Verpackungen und Binden bzw. Slipeinlagen irgendwann als Mikroplastik in unseren Gewässern und am Ende in unseren Meeren landen und dort zu weitreichenden Problemen führen, muss ich hier wohl nicht extra erklären.

Gibt es Alternativen?

Jetzt frage ich mich und Dich: muss das denn sein? Gibt es denn nur die Produkte, die wir fast täglich in der Werbung sehen? Gibt es keine umweltverträglicheren Alternativen?

Doch, die gibt es. Allerdings liegen sie im Allgemeinen nicht in den Regalen der Drogeriemärkte und Werbung wird dafür auch nicht gemacht.

Hier habe ich drei Alternativen für deine „Zero Waste Periode“ gefunden:

  1. Biologisch abbaubare Tampons, Binden und Slipeinlagen aus 100% Bio-Baumwolle. Aber Achtung: Auch diese Produkte müssen in den Restmüll und können nicht über den Kompost oder das WC entsorgt werden.
  2. Die Menstruationstasse und wiederverwendbare Stoffbinden
  3. Perioden-Unterwäsche

Wir werden uns in weiteren Beiträgen mit diesem Thema beschäftigen und Dir die Alternativen vorstellen.

Wie sehen Deine Erfahrungen aus? Schreibe uns gern einen Kommentar.