SpĂ€tes MutterglĂŒck

SpĂ€tes MutterglĂŒck

„Mit 66 Jahren, da fĂ€ngt da Leben an
“
Gilt das bald auch fĂŒr die Familienplanung?

Älter bei der ersten Geburt

Immer mehr Frauen entscheiden sich dafĂŒr, ihr MutterglĂŒck nach hinten zu verschieben. Waren in den 70er Jahren westdeutsche Frauen bei der Geburt des ersten Kindes im Schnitt unter 25 Jahre alt, in der ehemaligen DDR sogar unter 22 Jahren, sind die ErstgebĂ€renden jetzt deutlich Ă€lter. Heute betrĂ€gt das Durchschnittsalter in Deutschland 30,5 Jahre .

2018 hatten 42.800 Neugeborene eine Mutter, die 40 Jahre oder Ă€lter war. Damit hat sich die Zahl der spĂ€ten MĂŒtter (40+) seit 1990 fast vervierfacht!

Statistisch betrachtet 


Warum auch nicht? Unsere Lebenserwartung ist in den letzten 140 Jahren deutlich gestiegen. Im Deutschen Reich (1871-1881) betrug die Lebenserwartung bei der Geburt fĂŒr einen Jungen 35,6 Jahre und fĂŒr ein MĂ€dchen 38,4 Jahre. Hatten diese Kinder das Alter von fĂŒnf Jahren erreicht, konnten die Jungs 49,4 Jahre und die MĂ€dchen 51,0 Jahre alt werden. Das sechzigste Lebensjahr erreichten in dieser Zeit allerdings nur 31 % der MĂ€nner und 36 % der Frauen.


 steigt die Lebenserwartung

Als Frau kannst Du Dich an Deinem 60. Geburtstag auf weitere 25 Lebensjahre freuen, und als Mann sind es ab diesem Zeitpunkt noch 22 Jahre. Auch diese Zahlen sind in den letzten 140 Jahren deutlich gestiegen.

Copyright Pixabay – sathyatripodi

Genug Zeit fĂŒr das FamilienglĂŒck

Warum dann nicht die Familienplanung nach hinten schieben? Bekommst Du Dein Kind um den 40. Geburtstag, bleiben Dir selbst unter ungĂŒnstigsten UmstĂ€nden im Schnitt noch fast 40 Jahre, um Deinen Nachwuchs sicher ins Leben zu begleiten.

Abnehmende Fruchtbarkeit

Dies ist eine Seite der Medaille. Leider weiß die Natur von den gestiegenen Lebenserwartungen recht wenig und behandelt uns noch wie im Kaiserreich: mit 51 Jahren war da Schluss und die Menopause setzte ein. 

Und so zeichnet die Statistik ein dĂŒsteres Bild von unserer abnehmenden Fruchtbarkeit. Mit 35 Jahren knickt die Kurve nach unten und endet bei knapp 5 % Schwangerschaftsrate pro Monat um das 44. Lebensjahr. Bist du 25 Jahre alt, liegen die Schwangerschaftsraten bei 25 % pro Monat. 

Mit 35 Jahren schon zu alt fĂŒr Kinder?

Szenenwechsel. Kinderwunschtage in Köln 2018. Mein erster Besuch einer solchen Veranstaltung. Ich bin entsetzt. In fast jedem Vortrag bist Du mit 35+ und einem Kinderwunsch ein schwerer Fall. Ganz forsche Referenten fordern Dich sogar dazu auf, ĂŒber eine Eizellspende nachzudenken. Ich sitze im Auditorium und traue mich nicht, dazu Stellung zu nehmen, so platt bin ich. Wer meine Geschichte kennt, weiß warum.

Die Kinderwunschtage finden in verschiedenen deutschen StĂ€dten statt. Mehrheitlich auslĂ€ndische Kliniken bieten hier ihre Leistungen an. Unter anderem Therapien wie Eizellspenden, die in Deutschland verboten sind. Moralisch mag man dazu stehen, wie man will. FĂŒr viele Paare ist es eine Chance, sich zu informieren und vielleicht doch noch eine Lösung fĂŒr ihren Kinderwunsch zu finden.

Vorbereitung und Begleitung

Auch mit 35+ ist die ErfĂŒllung des Kinderwunsches noch möglich! Allerdings solltest Du ein paar Dinge beachten. Denn ja, die Uhr tickt. Mit 25 Jahren hast Du alle Zeit der Welt, wenn Du mal einen Zyklus „versemmelst“, der nĂ€chste kommt bestimmt. Je Ă€lter Du wirst, desto weniger EisprĂŒnge stehen Dir noch zur VerfĂŒgung. Deshalb sind eine gute Vorbereitung und Begleitung die halbe Miete.

Copyright- Pixabay – Satya Tiwari

Gut vorbereitet zum Wunschkind

Eine gesunde, pflanzenbasierte ErnĂ€hrung mit wenig Fleisch bietet eine gute Grundlage. Verwende gesunde Fette und Öle, dafĂŒr wenig kĂŒnstliche Aromen und Konservierungsstoffe. Obst und GemĂŒse sollten frisch sein und kurze Transportwege haben. Das garantiert Dir ein Maximum an Vitaminen und Mineralstoffen. Und besser ist es, wenn Du dann noch selbst zum Kochlöffel greifst. Fastfood und Lieferservice sollten eher die Ausnahme auf dem Speisezettel sein.

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe

Um NahrungsergĂ€nzungsmittel kommst Du meiner Meinung nach nicht herum, denn der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in den Lebensmitteln ist in letzten Jahren drastisch gesunken. Fast jede Frau leidet unter einem Mangel an FolsĂ€ure, Vitamin D3 und Omega 3 FettsĂ€uren. Lasse sicherheitshalber die Werte vor Deinem Kinderwunsch bestimmen. Denn diese Vitamine und Fette sind ganz wichtig fĂŒr den Erfolg Deines Kinderwunsches und eine gesunde Schwangerschaft.

Dinge, die Du meiden solltest

Auf Genussgifte wie Alkohol, ĂŒbermĂ€ĂŸigen Kaffeegenuss oder Nikotin solltest Du weitestgehend verzichten. Aber auch Weichmacher und Konservierungsstoffe gehören auf die Liste der Dinge, die Du meiden solltest. Denn diese Stoffe können in Deinem Körper eine hormonartige Wirkung entfalten und so Dein Hormongleichgewicht durcheinanderbringen. Hier ist weniger mehr.

Untersuchungen zur Standortbestimmung

Ein weiterer Punkt ist die Diagnostik. Auch hier solltest Du nicht zu lange warten. Gerade, wenn Du ĂŒber 35 Jahre alt bist, musst Du wissen, wieviel Zeit Dir fĂŒr die Realisierung des Kinderwunsches bleibt. Wenn bei den Untersuchungen alles in Ordnung ist, kannst Du es immer noch langsam angehen lassen.

Weil das ein Punkt ist, der oft vernachlĂ€ssigt wird, habe ich dazu einen Online-Kurs zusammengestellt. Hier erfĂ€hrst Du, wie Du alle wichtigen Untersuchungen in nur einem Monat durchfĂŒhren kannst.

Mehr Infos dazu findest du auf meiner Internetseite.

Copyright Pixabay – Blanka Ć ejdovĂĄ

SpĂ€tes MutterglĂŒck:  doch nicht so aussichtslos?

Es gibt drei echte Lichtblicke, die Mut machen, wenn es um spĂ€tes MutterglĂŒck geht.

Zum einen gibt es eine Studie aus dem Jahr 2004 von David Dunson, der die Daten von 770 europĂ€ischen Frauen ausgewertet hat. Danach unterscheidet sich die Fruchtbarkeit von Frauen um 35 Jahre nur um 4 % von der von Frauen um das 25. Lebensjahr. Eine Studie von Anne Steiner, UniversitĂ€t von North Carolina, kommt zu dem Ergebnis, dass die Fruchtbarkeit erst mit 40 Jahren deutlich abnimmt. Vorausgesetzt, Du hast zweimal pro Woche ungeschĂŒtzten Sex.

Und da ist noch die Studie der Boston School of Medicine. Die besagt, dass spĂ€te MĂŒtter lĂ€nger leben. Wenn das mal kein Ansporn ist


Ich betreue viele Patientinnen, die ĂŒber 40 noch schwanger geworden sind – ohne Probleme und Komplikationen in der Schwangerschaft. Auch ich selbst bin mit 48 Jahren unerwartet noch schwanger geworden. Gearbeitet habe ich bis zum letzten Tag ohne grĂ¶ĂŸere Zipperlein. Walk your talk


Weltrekord


Eine Inderin mit 72 Jahren ist ĂŒbrigens die Ă€lteste Mutter. Das finde ich nicht nachahmenswert, aber es schon erstaunlich, was ein weiblicher Körper so leisten kann!

Lass Dich nicht aufhalten!

Also, wenn Du einen Kinderwunsch hast und schon Ă€lter bist, lass Dich nicht aufhalten. Und vor allen Dingen, lass es Dir nicht ausreden! Einen Versuch ist es wert. Sonst bereust Du es spĂ€ter vielleicht.

Brauchst Du dazu weitere Informationen, schau gerne auf meiner Webseite https://leichter-schwanger-werden.de/ oder in meinem YouTube Kanal nach!


Die Autorin: Dr. med. Heidi GĂ¶ĂŸlinghoff

Als FrauenĂ€rztin und Kinderwunschexpertin habe ich mich auf die Beratung und Betreuung von Frauen mit unerfĂŒlltem Kinderwunsch spezialisiert. Neben den schulmedizinischen Maßnahmen arbeite ich gerne unterstĂŒtzend mit Naturheilverfahren und ErnĂ€hrungsmedizin.

Möchtest Du mehr ĂŒber mich und meine Arbeit erfahren, schau einfach mal bei https://leichter-schwanger-werden.de/ vorbei.

Oder bei YouTube unter Dr. med. Heidi GĂ¶ĂŸlinghoff, hier gibt es jede Woche zwei Videos zum Thema Kinderwunsch.

Auf Instagram findest Du mich unter „babyglueck“.

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Profilbild: Dr. med. Heidi GĂ¶ĂŸlinghoff

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Titelbild: Pixabay – fancycrave1

Abnehmen ohne DiÀt

Abnehmen ohne DiÀt

Das Maßband ist das Maß aller Dinge

Alexander Nöpel (43) ist Vital- und Motivationscoach. Er begleitet u. a. ĂŒbergewichtige Menschen, die fitter werden wollen, in ein leichteres Leben. Er hat in 2 Jahren 51 kg und 47 cm Bauchumfang verloren. Heute hĂ€lt er VortrĂ€ge und Workshops zum Thema „GesĂŒnder und fitter werden“.

Antrieb durch den eigenen Leidensweg

Als er die Nase vom Jojo-Effekt gestrichen voll hatte und 135 kg auf die Waage brachte, schlug Alexander Nöpel einen anderen Weg ein. Er beschÀftigte sich intensiv mit medizinischen Studien und ging den körperlichen (Stoffwechsel-)Prozessen auf den Grund, um die bisher wirkenden Mechanismen aushebeln zu können.

Er hat geschafft, sein Gewicht erfolgreich und dauerhaft zu reduzieren und sagt: „Zum Abnehmen braucht man ein Maßband und keine Waage.“ Er spricht ĂŒber das von ihm entwickelte Programm und klĂ€rt ĂŒber den Teufelskreis der Wechselwirkung von Hormonen, wie z. B. Insulin, und Light-Produkten auf.

Hallo Alexander, herzlichen Dank fĂŒr Deine Bereitschaft, unseren Leser:innen mehr ĂŒber Dein Programm „Abnehmen ohne DiĂ€t“ zu erzĂ€hlen. Wie ist es zu der Entwicklung des Programms gekommen?

Mein eigener Leidensweg begann, als ich (mit dem Ausscheiden aus dem Dienst bei der Bundeswehr) meine körperliche AktivitĂ€t rapide verringerte, mein Essverhalten jedoch konstant beibehielt. WĂ€hrend ich bis dahin gut trainierte und mit einem hohen Muskelanteil versehene 87 kg auf die Waage brachte, nahm mein Gewicht stetig zu und ich startete mit einer DiĂ€t, um die Pfunde wieder runterzubekommen. Trotz erster Erfolge begleitete mich der Jojo-Effekt von nun an dauerhaft. Ich nahm bei jedem Versuch 10 – 12 kg ab und nach einiger Zeit war mein Ausgangsgewicht plus einige Kilos on Top wieder da.

Ich habe mit weniger Essen nicht abgenommen, nicht mit LowCarb oder anderen Programmen, selbst meine wöchentlichen Sporteinheiten haben keine bleibende Wirkung gezeigt. Das stĂ€ndige Auf- und Ab bescherte mir ein Reizdarmsyndrom und ich musste in 10 Jahren etliche Magen-Darm-Spiegelungen (ohne Befund) ĂŒber mich ergehen lassen. Der Teufelskreis hatte mich im Griff und erst bei einem Endgewicht von 135 kg sowie einem Bauchumfang von 1,47 Metern konnte ich ihn durchbrechen.

2017 habe ich mich ĂŒber ein halbes Jahr intensiv mit medizinischen Studien zu Stoffwechselprozessen und ErnĂ€hrung auseinandergesetzt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Meine damalige Frau ist FachĂ€rztin fĂŒr Onkologie, Innere Medizin sowie Naturheilkunde und konnte mir wichtige Fragen beantworten. Ich lernte den Profisportler und Sportwissenschaftler Daniel Schulte-Kump kennen, der sich ebenfalls intensiv mit ErnĂ€hrung beschĂ€ftigt hat. Aus dem gesammelten Wissen entwickelte ich mein Programm. Ab Februar 2018 habe ich es fĂŒr mich selbst umgesetzt. Seit dieser Zeit habe ich viele Menschen in ein leichteres Leben begleiten dĂŒrfen, was mich sehr glĂŒcklich macht.

Du klĂ€rst auf, sprichst ĂŒber die Wirkung des Insulins und ĂŒber die Insulinresistenz. Wie hĂ€ngt das mit Deinem Programm zusammen?

Wer ĂŒber die inneren, meist unbemerkt ablaufenden Prozesse im Körper informiert ist, dem fĂ€llt es leichter, aus alten Gewohnheiten und Verhaltensmustern auszusteigen. Indem ich meine Klienten aufklĂ€re, öffnen sie sich fĂŒr Möglichkeiten, die außerhalb ĂŒblicher Standardaussagen wie z. B. „Du musst weniger Fett essen!“, „Du musst mehr Sport treiben!“, „Lass den SĂŒĂŸkram doch einfach weg!“ liegen.

Zum Thema Insulin mache ich meinen Klienten bewusst, dass es ein Hormon ist, das in der BauchspeicheldrĂŒse produziert wird, sobald die Zunge „sĂŒĂŸâ€œ schmeckt. Insulin sammelt Zucker bzw. Kohlenhydrate ein und schleust diese in die Zellen, wo sie fĂŒr die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen genutzt werden.  

Insulin ist allerdings ein Masthormon, dass fĂŒr die Einlagerung der zugefĂŒhrten Nahrung (Kohlenhydrate und Fett) im Körper sorgt. Damit werden NĂ€hrstoffe in die Zellen gebracht: zum Teil zu den Organen, die Glucose (Zucker) zum Funktionieren benötigen. Der Rest wird als Fett in das Unterhautfettgewebe eingelagert, um von dort direkt bei Beanspruchung (z.B. sportlicher AktivitĂ€t) wieder abgerufen und verbrannt zu werden. DafĂŒr wird der Speicher zwischen Haut und Muskulatur genutzt.

Durch die industrielle Verarbeitung unserer Nahrungsmittel, mit ZusĂ€tzen, zu viel Fett und Zucker in den Produkten, fĂŒhren wir unserem Körper hĂ€ufig eine Überdosis an NĂ€hrstoffen zu. Unsere Körperzellen werden unempfindlicher und es ist mehr Insulin notwendig, um den Transport zu ermöglichen.

Ich will es an einem Beispiel verdeutlichen. SĂŒĂŸstoff ist sehr beliebt und die UmsĂ€tze bei „Zero“-Softdrinks nehmen bestĂ€ndig zu. Beim Verzehr produziert die BauchspeicheldrĂŒse sofort Insulin, um den von der Zunge angekĂŒndigten Zucker in die Zellen zu transportieren. Das Insulin ist als Art Transportunternehmen im Blutkreislauf unterwegs, um den Zucker aufzunehmen und in die Zelle zu transportieren. Da statt Zucker nur SĂŒĂŸstoff in den Körper gekommen ist, gibt es keine Ladung, die aufgenommen werden kann – das Insulin bleibt weiterhin im Blutkreislauf.

Durch den stĂ€ndigen InsulinĂŒberschuss entsteht eine Insulinresistenz. Diese sorgt dafĂŒr, dass immer mehr Insulin im Kreislauf vorhanden ist. Dann zieht der Körper die „Notbremse“ und lagert die zugefĂŒhrten NĂ€hrstoffe als viszerales Fett im Bauchraum ein – eine Schicht tiefer als vorgesehen, nĂ€mlich zwischen der Muskulatur und den Organen. Dort kommt es seiner Aufgabe als Masthormon trotzdem nach, sorgt fĂŒr den Fettaufbau, der sich im Bauchumfang bemerkbar macht, und bildet damit die Basis fĂŒr viele Krankheiten. Insulin ist fĂŒr Fett wie Anabolika fĂŒr die Muskeln: mit der falschen ErnĂ€hrung mĂ€stet man sich selbst.

FĂŒr eine erste EinschĂ€tzung kann der BMI (Body-Mass-Index), genutzt werden. Ab einem BMI von 28 und höher steigt das Erkrankungsrisiko. Doch das Maßband ist mir als Indikator lieber. Gemessen auf Bauchnabelhöhe steigt das Gesundheitsrisiko bei Frauen ab einem Bauchumfang von 85 – 95 cm und bei MĂ€nnern von 95 – 100 cm.

Du hast bereits vielen Menschen geholfen und hĂ€ltst VortrĂ€ge in Zentren fĂŒr Adipositas-Erkrankungen. Was macht Deine medizinisch fundierte Methode so umsetzungsstark?

Mit meinen Klienten arbeite ich im ersten Schritt daran, die entstandene Insulinresistenz in den Griff zu bekommen, um den Bauchumfang ĂŒberhaupt reduzieren zu können. Das dauert ca. 4-5 Monate und wĂ€hrend dieser Phase werden bereits sichtbare Ergebnisse erzielt. Auch einige Krankheitsbilder, wie z.B. die Insulinresistenz an den Eierstöcken gehen zurĂŒck.

Doch Insulin ist nur eins von drei Hormonen, die fĂŒr das Zunehmen verantwortlich sind. Leptin sorgt im Regelfall fĂŒr die Informationsweiterleitung, dass man satt ist. Ist zu viel Bauchfett vorhanden, entsteht im Gehirn fĂŒr diese „Meldung“ ein blinder Fleck, der einen LeptinĂŒberschuss zur Folge hat. Damit ist eine zweite Station der Gewichtszunahme im Körper vorhanden.

Das dritte Hormon ist Ghrelin, das u. a. fĂŒr das HungergefĂŒhl verantwortlich ist. Es wird im Magen-Darm-Trakt gebildet und entsteht, wenn nicht richtig gegessen wird. Damit meine ich vorrangig das schnelle Essen, das hĂ€ufig mit dem Runterschlucken von großen Brocken (Schlingen), wenig Kauleistung, Hetze und viel Trinken einhergeht. Das Trinken zum Essen ist beispielsweise keine gute Idee, da auf diesem Weg die MagensĂ€ure verdĂŒnnt wird und die NĂ€hrstoffverwertung verlangsamt wird.

Ich bringe meinen Klienten bei, sich mit richtigen Lebensmitteln zu ernĂ€hren und ĂŒberwiegend auf industriell gefertigte oder verarbeitete Produkte zu verzichten, denn eine gesteigerte Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ist fĂŒr das Abnehmen extrem wichtig. Sie sollen langsam essen und gut kauen, bei Fleisch gern 32 Mal. Es ist gut, grĂ¶ĂŸtenteils auf zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten. Wenn man Zucker verwendet, dann „echten“ Zucker und keine SĂŒĂŸstoffe. Eine salzarme Kost ist ebenfalls hilfreich.

Bei mir geht es nicht darum, Kalorien zu zĂ€hlen, denn deren Aussagekraft ist unzureichend. Es geht um die Erkenntnis, welches die guten Lebensmittel sind. „Fisch ist gesund“ heißt es oft, gemeint sind die Omega3-FettsĂ€uren. Doch die Dosis macht das Gift, z. B. hat Wildlachs 1 gr. Fett , das sind 9 kcal und Zuchtlachs hat 15 gr. Fett, damit liegt er bei 135 kcal. Das sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Jeder Mensch ist anders und nur das VerstÀndnis von Wechselwirkungen bietet Erkenntnisse. Es geht nicht darum, sich die Freude am Essen zu nehmen, sondern eine neue und realistische Wahrnehmung zu bekommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, ein Anfang mit einem leichten Einstieg, um die VerĂ€nderungen nachhaltig und angepasst an den Menschen und seine Lebensart umzusetzen ist nachhaltig und wichtig. Das sind meine Grundelemente, die mit einer individuellen Beratung einen langen Leidensweg beenden können. Ich drĂ€nge auch keinen in eine sportliche BetĂ€tigung. Jeder kann das machen, muss es aber nicht, denn die richtige ErnĂ€hrung macht mit 2/3 den grĂ¶ĂŸeren Anteil des Abnehmens aus.

Alexander, wir haben von Dir tiefe Einblicke in unsere körperlichen Prozesse gewinnen können. Welche Tipps kannst Du unseren interessierten Leser:innen an die Hand geben?

  • Kaufe so natĂŒrliche Lebensmittel ein wie möglich und verarbeite sie selbst. Wurst ist z. B. kein natĂŒrliches Lebensmittel, Maggi-TĂŒten ĂŒbrigens auch nicht. Lass möglichst alle industriell verarbeiteten Produkte weg, denn die darin enthaltenden Zusatzstoffe wirken sich negativ auf den Stoffwechsel aus.
  • Iss möglichst wenig Fleisch, wenn dann HĂŒhnchen oder Fisch, selten Rind.
  • Vermeide alle Light- oder Leichtprodukte. Damit verhinderst Du einen ungewollten Insulin-Überschuss im Körper.
  • Nimm Dir Zeit fĂŒr dein Essen und kaue die Nahrung grĂŒndlich. Du wirst schnell merken, welche positiven Auswirkungen das auf Deinen Körper hat.
  • Triff eine Entscheidung, wenn Du abnehmen möchtest. Viele Menschen haben Angst vor dem Scheitern und fangen aus diesem Grund erst gar nicht an.

Als Schlusswort möchte ich noch eine Antwort zu einer Frage geben, die mir immer wieder gestellt wird. „Kann ich danach wieder „normal“ (also wie vorher) essen?“ Meine Gegenfrage lautet: „Wenn du dein Übergewicht durch „normales“ Essen und Trinken aufgebaut hast, könnte es sein, dass „normal“ dann einfach falsch ist?“


Mehr zu diesem Thema kannst Du in den kostenlosen VortrĂ€gen von Alexander Nöpel erfahren. Alexander verzichtet bewusst auf eine Website oder Social-Media-KanĂ€le, da er konsequent den Menschen im Fokus hat und die AnonymitĂ€t des Internets nicht unterstĂŒtzen möchte.

Möchtest Du die Termine zu seinen VortrĂ€gen und Workshops erfahren oder hast Du Fragen an ihn? Dann kannst Du das zum einen ĂŒber eine Nachricht per WhatsApp an die Handy-Nummer +49 151 540 33 764 schicken oder ihm eine E-Mail schreiben.

Du kannst auch gern hier einen Kommentar hinterlassen, wir leiten die Information an ihn weiter.



Alle Bildrechte: Alexander Nöpel

Narben, Spuren unseres Lebens

Narben, Spuren unseres Lebens

Unser Leben hinterlĂ€sst Spuren, nicht nur an unserem Äußeren. Auch im Inneren finden wir Spuren in Form von Erfahrungen, Meinungen und Reife. StĂ€ndig erweitern wir unser Wissen und entdecken neue Horizonte. Wir erfĂŒllen uns TrĂ€ume und stellen uns Herausforderungen. Wir fallen hin, stehen wieder auf. SchicksalsschlĂ€ge werfen uns zurĂŒck, wir rappeln uns auf, gehen weiter. Erkenntnisse – positive wie negative – begleiten unser Leben und einige sind als Narbe an unserem Körper sichtbar.

Narben – ein Makel?

Narben werden hĂ€ufig als Makel einer reinen Haut gesehen. FĂŒr mich sind sie Zeichen eines aktiven Lebens. Jede erkennbare HautverĂ€nderung birgt eine Erinnerung: eine Phase des Lebens, ein bestimmtes Jahr, eine spannende Zeit oder ein bemerkenswertes Ereignis. Ob es der Sturz mit dem Fahrrad war, ein Sportunfall, ein Ausrutscher bei GlĂ€tte oder eine Operation, wir erinnern uns an diese Zeit und an die GefĂŒhle, die damit einhergingen.

Im Laufe unseres Lebens sammeln wir hunderte kleiner und großer Narben, auch solche, die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: ein immer wieder aufgekratzter MĂŒckenstich, das Abrutschen mit dem Messer bei Apfel schĂ€len oder ein kleiner Schnitt beim Aufsammeln von Scherben.

Narben machen unverwechselbar

Ich erinnere mich an die Beantragung meines ersten Personalausweises. Der Beamte fragte mich: „Haben Sie besondere Kennzeichen?“ Ich durchforstete meinen Kopf, um etwas zu finden, was mich unverwechselbar macht. Dann hatte ich es: „Hier, eine kleine Narbe, neben meinem linken NasenflĂŒgel.“ Der Beamte schaute prĂŒfend in mein Gesicht, machte einen Strich auf den Antrag und sagte „Keine!“

Ein bisschen beleidigt war ich schon, stand diese Narbe doch fĂŒr einen dramatischen Tag meiner Kindergartenzeit. Ich war auf dem Spielplatz etwas unachtsam und bekam die Schaukel an den Kopf. Als der Schreck langsam schwand und die Blutung (die ich zum GlĂŒck nicht sehen konnte) nachließ, bemerkte ich, dass mein Wackelzahn, der mich seit drei Tagen beschĂ€ftigte, verschwunden war. GefĂŒhlt habe ich den kompletten Sand unter der Schaukel erfolglos durchgesiebt, um ihn zu finden – und der Beamte sagt „Keine“!

1000 Narben

Nach und nach verblassen die Narben, bis sie nach einigen Jahren nur noch ein dĂŒnner weißer Strich sind. Auch unsere Erinnerungen verblassen, rĂŒcken in den Hintergrund, um neuen Dingen Platz zu machen. Doch sobald wir unsere Narben anschauen, lebt die Erinnerung in voller Farbe und Emotion wieder auf.

Die Lyrics vom Song „1000 Narben“ der Band „Eisbrecher“ machte mir das vor einigen Jahren nochmal deutlich. Im Refrain des Songs heißt es

„1000 Narben auf meiner Haut
Ich habe keine einzige bereut
Und wir zÀhlen die Wunden
Es hört nie auf
Jede ist ein Teil von uns
Jede Narbe zeichnet uns aus“

Vom Eisbrecher-Song ‚1000 Narben

Ich teile diese Meinung, dass Narben eine Art Abzeichen sind, die belegen, dass wir unser Leben aktiv bewÀltigen und aus Erfahrungen lernen.

Wir können mit den negativen Erinnerungen in Frieden leben oder wir können damit hadern. Doch ganz ehrlich: Wie sinnvoll ist das?

Die Narbe wird uns immer wieder an die „negative“ Situation erinnern. Dann bin ich lieber stolz darauf, meine Lernerfahrung gemacht zu haben, wie am Ende des letzten Refrains gesungen wird

„Jede ist ein Meisterwerk,
Jede Narbe zeichnet uns aus.“

Weiterer Auszug aus ‚1000 Narben‘ von Eisbrecher

Schau Dir das Video zu Eisbrechers ‚1000 Narben‘ auf YouTube.
Schreibe uns, wie Du Deine Narben siehst, wie Du damit umgehst und welche Erinnerungen Dich begleiten.

Alternative Periodenprodukte

Alternative Periodenprodukte

FĂŒr menstruierende Menschen erfordert die Periode eine gewisse logistische Planung fĂŒr den Kauf und die Vorratshaltung dieser Notwendigkeiten – hinzu kommt die Qual der Wahl. Konventionelle Menstruationsprodukte wie Binden und Tampons verursachen einen MĂŒllberg, sind langfristig teuer und können sogar gesundheitsschĂ€digend sein. Aber welche Alternativen gibt es auf dem Markt? 

Bio-Tampons und Binden: Umweltfreundliche Periode bei gewohntem Gebrauch 

Heutzutage ist eine Vielfalt an nachhaltigen Periodenprodukten in sĂ€mtlichen deutschen DrogeriemĂ€rkten zu finden. Die Herstellung von Bio-Tampons und -Binden beispielsweise verzichtet auf Pestizide im Anbau der Baumwolle. Diese Bio-Variante ist somit harmloser fĂŒr die TrĂ€ger:innen, denn konventionelle Tampons werden mit Chlor gebleicht und mit Duftstoffen versehen – Chemikalien, die die Intimgesundheit gefĂ€hrden können. Sowohl Bio-Tampons als auch Bio-Binden sind in einigen FĂ€llen kompostierbar und sogar plastikfrei verpackt. Daher sind solche Produkte eine umweltfreundliche Alternative, die zur Reduzierung des nicht wiederverwertbaren Abfalls beitrĂ€gt.

Allerdings sind Bio-Tampons Einwegprodukte, die regelmĂ€ĂŸig gekauft werden mĂŒssen. Und trotz der Senkung des Steuersatzes fĂŒr Menstruationsprodukte in Deutschland bedeuten die Kosten der Menstruation langfristig hohe Ausgaben fĂŒr menstruierende Menschen. Umweltbewusste Personen, die auf die biologisch abbaubare Variante von Tampons zurĂŒckgreifen wollen, werden zudem mit höheren Preisen belastet. 

Menstruationstassen schonen die Umwelt und auch den Geldbeutel im Vergleich zu konventionellen Periodenprodukte.

Nachhaltige Menstruationsprodukte – eine lohnende Investition 

Wer sowohl Umwelt als auch den Geldbeutel schonen möchte, sollte auf langlebige, nachhaltige Produkte wie Menstruationstassen oder PeriodenunterwĂ€sche umsteigen. Menstruationstassen oder -kappen sind kleine BehĂ€lter aus medizinischem Silikon, die innerlich das Menstruationsblut auffangen und sich leeren, reinigen und fĂŒr fĂŒnf bis zehn Jahre wiederverwenden lassen. Eine Menstruationskappe kostet zwischen 15-30€, aber was beim ersten Blick teurer scheint, erspart der menstruierenden Person und dem Planeten ca. 2000 Einwegprodukte.

Etwas teurer ist die neuartige PeriodenunterwĂ€sche mit 30-40€ pro StĂŒck. Die aufsaugenden Unterhosen sehen mittlerweile aus wie ganz normale UnterwĂ€sche, auch in verschiedenen Formen und Farben. Anders als die gute alte Stoffbinde wird aber in der Herstellung von PeriodenunterwĂ€sche Technologie eingesetzt, die die Saugkraft des Stoffes erhöht und die Geruchs- und Keimbildung hemmt. Allerdings empfiehlt es sich, eine Periodenunterhose nach zweijĂ€hriger Verwendung und guter Pflege zu entsorgen.

Umdenken ĂŒber die Periode – sich selbst und der Umwelt zuliebe 

PeriodenunterwĂ€sche ist sehr komfortabel zu tragen, denn es wird weder ein Fremdkörper eingefĂŒhrt noch ein Zusatz in der Unterhose befestigt. Die Reinigung ist ziemlich einfach: nach dem Tragen sofort mit kaltem Wasser spĂŒlen und danach mit anderer Kleidung in die Waschmaschine geben. Nur beim kalten AbspĂŒlen kommt man in Kontakt mit dem Menstruationsblut und zwar in der VerfĂ€rbung vom Wasser im Waschbecken.

Im Gegenteil dazu zwingt die Menstruationstasse die/den Menstruierende:n dazu, sich mit der eigenen Anatomie und dem Menstruationsblut direkt auseinanderzusetzen. Das nachhaltigste und langfristig gĂŒnstigste Periodenprodukt erfordert also die grĂ¶ĂŸte mentale Umstellung. 

Den eigenen Körper zu erforschen ist vorteilhaft fĂŒr die Frauengesundheit, denn so lassen sich VerĂ€nderungen schnell feststellen und eventuelle Krankheiten behandeln. Außerdem ist es wichtig, Themen wie die Scham und die Mythen um die Menstruation und allgemein die weibliche SexualitĂ€t zu verarbeiten. Eine Menstruationstasse könnte also einen Empowerment-Effekt haben.

Wiederverwendbare, umweltfreundliche Menstruationsprodukte: PeriodenunterwÀsche, Menstruationstasse und Stoffbinden.

Erfahrungsbericht der Autorin

Mit 25 habe ich meine Reise zu einem nachhaltigeren Lebensstil angetreten und vor allem den PlastikmĂŒll aus dem Badezimmer auf ein Minimum reduziert. Als erstes bestellte ich mir eine Menstruationstasse. Ein paar Versuche spĂ€ter habe ich es geschafft, die Kappe in die richtige Position zu bringen, so dass ich sie fast nicht gemerkt habe und nichts ausgelaufen ist. Am besten gefĂ€llt mir die lange Tragedauer – ein ganzer Arbeitstag ohne Tamponaustausch war fĂŒr mich ein großer Gewinn. 

Die Reinigung ist einfach und durch den direkten Kontakt mit dem Menstruationsblut konnte ich VerĂ€nderungen beobachten und meinem Frauenarzt davon berichten. Ein paar Jahre spĂ€ter habe ich mir eine zweite Kappe einer anderen Marke angeschafft, die minimal kleiner ist und somit nicht dicht sitzt. Durch die weitere Anschaffung von 2 Periodenunterhosen und aus Faulheit, nutze ich meine besser passende Menstruationstasse nicht mehr so oft, was auch darauf zurĂŒckzufĂŒhren ist, dass Dauer und Menge meiner Periode relativ gering ausfĂ€llt. Mit der Menstruationstasse, der PeriodenunterwĂ€sche und ein paar Stoffbinden habe ich in den vergangenen sieben (!) Jahren ĂŒberhaupt keinen MĂŒll produziert und ca. 100 € fĂŒr meine Periode ausgegeben. 

Tabuthema Inkontinenz:  Zahlen – Daten – Fakten

Tabuthema Inkontinenz: Zahlen – Daten – Fakten

Weltweit sind ca. 200 Millionen Menschen von einer Inkontinenz betroffen. In Deutschland sind etwa 10 Millionen Frauen und MĂ€nner inkontinent.

Warum haben wir Angst, als Betroffene darĂŒber zu sprechen, wenn diese Krankheit doch so verbreitet ist? Sie ist schließlich alles andere als außergewöhnlich! Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir ein paar Zahlen und Daten fĂŒr Dich zusammengestellt.

Fakt 1 Welche Arten der Inkontinenz gibt es?

Unterschieden werden Harn- und Stuhlinkontinenz. Die Harninkontinenz ist weiterhin bekannt und ca. 7 Millionen Betroffene leben in Deutschland. Die Stuhlinkontinenz, an dieser Form leiden nur ca. 3 Millionen Menschen, wird noch weniger wahrgenommen.

Fakt 2 Wie wird die Harninkontinenz aufgeteilt?

Von Harninkontinenz wird ganz allgemein gesprochen, wenn es Betroffenen nicht (immer) möglich ist, Zeit und Ort der Harnausscheidung zu kontrollieren. Je nach Art der auftretenden Probleme unterscheidet die Medizin

  • Dranginkontinenz, die durch ein starkes HarndranggefĂŒhl im Zusammenhang mit einem unwillkĂŒrlichen Harnverlust gekennzeichnet ist
  • Stress- oder Belastungsinkontinenz, bei der es zu unwillkĂŒrlichem Harnverlust bei körperlichen Anstrengungen, z. B. beim Heben und Tragen, aber auch beim Niesen oder Husten oder bei sonstigen körperlichen Arbeiten kommt
  • Mischinkontinenz, die sowohl Symptome der Drang- als auch solche der Stress- bzw. Belastungsinkontinenz aufweist.

Diese Formen treten bei Frauen und MĂ€nnern in unterschiedlichen Anteilen auf.

Etwa 33 % aller Frauen und 25 % der MĂ€nner leiden an dieser (oftmals chronischen) Krankheit. Bei den Frauen ist die Inkontinenz die am weitesten verbreitete Krankheit und liegt mit 35 % noch vor Bluthochdruck (25 %), Depression (20 %) und Diabetes (7 %).

Fakt 3 Ist Inkontinenz bei Frauen eine Frage des Alters?

Hier gilt ein klares NEIN. Frauen aller Altersstufen sind betroffen, wenn auch unterschiedlich stark. Die Ursachen dafĂŒr liegen in den GrĂŒnden fĂŒr eine Inkontinenz. In jungen Jahren ist hĂ€ufig eine Schwangerschaft oder Leistungssport der Grund, spĂ€ter sind es dann die Wechseljahre, eine BindegewebsschwĂ€che oder eine Operation.

Fakt 4 Was stört die Betroffenen am meisten?

Fragt man Frauen, wie sie mit der Krankheit umgehen und nach den Auswirkungen auf ihr tÀgliches Leben, kommen erschreckende Ergebnisse zutage.

Was lernen wir aus diesen ganzen Zahlen?

Die Zahlen zeigen, dass Du mit der Krankheit Inkontinenz, in welcher Form auch immer, nicht allein bist. Sei mutig und hol Dir frĂŒhzeitig Hilfe. Es gibt viele TrainingsgerĂ€te und -methoden (https://frauengesundheit.life/beckenbodentrainer-und-methoden-mit-und-ohne-rezept-in-deutschland), die gute Ergebnisse erzielen.

Viele Organisationen, Einrichtungen und Ärzte bieten Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe an:

Außerdem haben wir in unserem Blog auch die Themen „Inkontinenz: RĂŒckschritte der LebensqualitĂ€t“ und „Inkontinenz nach der Geburt“ behandelt.