Ein Mann – ein Test: der Beckenbodentrainer Elvie

Ein Mann – ein Test: der Beckenbodentrainer Elvie

Igor Adolph, Geschäftsführer von e-Trado und Mitglied der visibleRuhr eG, ist Online-Marktplatzhändler und vielseitig interessiert. Als er von der Kombination eines Beckenbodentrainers mit einer interaktiven App hörte, wurde er neugierig. Er hat das Produkt auf Workflow und technische Eigenschaften getestet. Wir waren neugierig, was einen Mann dazu veranlasst, einen Beckenbodentrainer für Frauen zu testen und die Ergebnisse auf seinem Blog zu veröffentlichen.

Hallo Igor, Du gehörst nicht zur Zielgruppe des Beckenbodentrainers. Wie bist Du auf die Idee gekommen, den Elvie mit der App genauer unter die Lupe zu nehmen und zu testen?

Als technik-affiner Mensch interessieren mich Produkte, die verschiedene Technologien miteinander verbinden. Zudem übernehme ich nur den Vertrieb, wenn ich die Waren vorher getestet habe. Ich nehme jedes Produkt unter die Lupe, schaue auf die Details des technischen Zusammenspiels und prüfe, ob die Herstellerangaben in der Realität Bestand haben. Genauso habe ich das mit einer W-LAN-Kamera gemacht. Sie kann Räume oder einen Garten überwachen, während eine App alles aufnimmt. Die Kamera wird mit dem W-LAN verbunden und ermöglicht so den Zugriff auf die Bilder, egal wo sich der Besitzer gerade befindet.

Wenn mich das Produkt überzeugt, schreibe ich einen Erfahrungsbericht, den ich in meinem Blog veröffentliche. Diese Kamera hat mich so begeistert, dass ich sie in mein Vertriebsportfolio aufgenommen habe.

Kommen wir zum Elvie Beckenbodentrainer. Ich hatte vor kurzem von einer Art Fitness-Tracker gehört, der per Bluetooth-Verbindung zum Smartphone ein interaktives Training über eine App anbietet. Das hat mein Interesse sofort geweckt. Ich habe mir das Gerät besorgt – auch mit dem Hintergedanken, es selbst anzubieten.

Wie hast Du den Beckenbodentrainer getestet – haben Dich Mitarbeiterinnen dabei unterstützt? Zu welchen Erkenntnissen bist Du gekommen?

Ich habe tatsächlich einen (kurzen) Versuch gemacht, meine Mitarbeiterinnen für einen Test zu begeistern, doch erntete ich damit ein solches Lächeln, da habe ich besser nicht nochmal nachfragt…

Also – selbst ist der Mann! Mir war klar, dass es bei dem Trainer um eine Drucksensortechnik geht, mit der ich mich an anderer Stelle schon beschäftigt hatte. Dann habe ich mir die kostenlose App aus dem entsprechenden Shop auf ein I-Phone und ein Android-Gerät geladen.

Beide Versionen haben die gleiche Bilddarstellung und identische Funktionen. Die Installation war einfach. Die App leitete an, ein paar Druckübungen mit der Hand durchzuführen, die auch von der realen Nutzerin beim Erststart zum Feststellen der Basiskraft durchgeführt werden müssen. Die Drucksensoren des Elvie Trainers reagieren auf den Kraftaufwand – und bereits ein sehr leichter Krafteinsatz hat zu einer sichtbaren Veränderung in der App geführt.

Das hat mich beeindruckt und ich könnte mir vorstellen, dass sich die Technik auch zur Verbesserung anderer Krankheitsbilder eignen könnte, wie z. B. bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Dabei lässt die Feinmotorik nach und mit der Kombination aus App und Drucksensorgerät könnten gute Trainingserfolge erzielt werden. Vielleicht sollte der Trainer dann die Form eines Tennisballs haben, die Größe wäre für eine Männerhand besser geeignet. Durch die App lassen sich bereits ganz leichte Druckveränderungen ablesen. Das ist für Betroffene zum einen extrem hilfreich – und es hat zum anderen noch einen Gaming-Effekt, was die Motivation erhöht.

Wie beurteilst Du die App des Beckenbodentrainers?

Kurz zusammengefasst: Die App ist zielführend und genau. Die Benutzerführung durch die Übungen ist super und der vorhandene Countdown zum „jetzt entspannen“ hilft bei der Umsetzung. Es gibt verschiedene Workouts und die App erinnert automatisch daran, dass noch ein Training zu absolvieren ist.

Igor, kommen wir zum Ergebnis Deiner Testphase. Kannst Du den Elvie Beckenbodentrainer empfehlen und wirst Du ihn ebenfalls auf den Marktplätzen anbieten?

Ob ich ihn in mein Portfolio aufnehme, ist noch unklar. Die Gründe liegen aber hauptsächlich darin, dass der Elvie auf Kassenrezept zu bekommen ist. Das ist sicherlich der leichtere und kostengünstigere Weg für viele Frauen.

Empfehlenswert ist der Elvie Beckenbodentrainer auf jeden Fall. Tatsächlich habe ich ihn schon im Bekanntenkreis empfohlen und werde das auch weiterhin tun.

Herzlichen Dank Igor, für das tolle Gespräch und den spannenden Einblick in Deine Perspektive.
Igor Adolph, Geschäftsführer e-Trado GmbH

Igor Adolph ist Internet-Marktplatzhändler und verkauft Produkte über unterschiedliche kleine Online-Vertriebskanäle wie Lenando und größere wie Kaufland, Otto oder Rewe. Sein Fokus liegt im Garten- und Reisebereich. Er vertreibt Gartenartikel aller Art – auch Möbel für den Balkon und die Terrasse. Die Reiseartikel umfassen hauptsächlich hochwertige Taschen und Koffer. Ab Oktober werden einige Medizinprodukte dazukommen, wie Desinfektionsmittel (mit und ohne Alkohol), Spender und Reinigungstücher.

e-Trado GmbH
Gewerbeallee 15-19
45478 Mülheim an der Ruhr
Fon: +49 208 305 50 60 67
Fax: +49 208 305 50 60 66
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Internet 

e-Trado Blogartikel zum Test „Beckenbodentrainer Elvie
e-Trado Blog 


Weitere Beiträge und Bewertungen des Elvie Trainers:

Beckenbodentrainer und Methoden 

7 Fakten zum Elvie auf Rezept 

Absolut empfehlenswert: Der Elvie Beckenbodentrainer 

Inkontinenz trifft auch junge Sportlerinnen 

Pornographie – Das Gift in unseren Beziehungen?

Pornographie – Das Gift in unseren Beziehungen?

Ich bin im Grunde meines Herzens ein Mensch, der die Welt besser machen möchte und naiv genug ist, zu glauben, dass es Menschen gibt, die hören mögen, was ich zu sagen habe.
Frieden beginnt für mich in meinem Inneren. Damit, dass ich auf mich achte und darauf, was ich ausspreche. Und es ist so viel leichter, bei einem „funktionierenden“ System zu bleiben als aufzustehen und zu sagen, was und wie ich es mir wünsche. Ich habe mich fürs Aufstehen entschieden!

Erkannt habe ich folgendes: Durch Pornographie machen wir uns gegenseitig zu Objekten unserer Begierde und Bewertung. Das hinterlässt Spuren, auch in unserem Gehirn, die wir gern kleinreden, weil Pornographie allgegenwärtig ist. Und doch hat sie Einfluss darauf, wie wir uns „lieben“.

Das Finden der eigenen Schönheit

Wenn mir ein Mann heute sagt, wie schön er mich findet, kann ich das nur annehmen, weil ich diese Schönheit in mir selbst gefunden habe. Nicht mit Vergleichen mit dem Außen. Die Schönheit anderer Frauen bedeutet jetzt nicht mehr die Abwesenheit meiner eigenen Schönheit. Ich kann heute den Blick eines Mannes, der mich begehrt, auf meinem nackten Körper genießen. Ich empfinde Hingabe zu meiner Vagina und seinem Penis. Ich kann ihre und seine Schönheit sehen und jeden Zentimeter wertschätzen. Ich kann den Blick in seine Augen genießen, wenn er meine Vagina küsst – das war verdammt viel Arbeit!

Ich wünsche mir, dass wir uns der Schönheit des Geschenks von hingebungsvoller Sexualität bewusst sind – einer Schönheit, die zwischen zwei Menschen immer wieder geschaffen werden kann. Die sehr viel Vertrauen, Gefühl und Worte braucht und nicht die Bilderautobahn der Pornographie im Kopf.

Die Challenge

90 Tage ohne pornographische Inhalte. Selbstliebe und Selbstannahme ohne fremde Bilder. Nur Spüren.

Das war meine Challenge. Und gespürt habe ich zunächst sehr wenig. Es war wie beim Meditieren. Du kannst nur mitreden, wenn Du es selbst erfahren hast. Und das Geschenk ist so viel größer als ich mir vorstellen konnte.

Für diesen Frieden in mir und zwischen Frauen und Männern stehe ich gern auf und teile, was ich mir für uns alle wünsche.

Ich lade Dich ein: Probiere es aus! Schreibe mir gern von Deinen Erkenntnissen oder hinterlasse einen Kommentar. Ich bin sehr gespannt, was die Challenge mit Dir macht.

Herzliche Grüße

Monika Schilling


Die Autorin: Monika Schilling, Coachin und Controllerin

Das Leben mit jedem Atemzug leben – das tue ich. Meistens jedenfalls. Manchmal bin ich ungeduldig. Und wenn ich in einer Sackgasse stecke … dann probiere ich, die Aussicht zu genießen.

Ich blicke dankbar auf über zehn Jahre Controlling-Expertise zurück. Heute bin ich selbständige Coachin. Allen Widrigkeiten zum Trotz und sehr lebendig. Meine Vision sind Organisationen und (Beziehungs-) Systeme, die uns glücklich machen. Und ich betrachte es als Geschenk – gesellschaftliche, familiäre, organisatorische, religiöse – Rahmenbedingungen immer wieder neu zu gestalten. Es sind Humor, Mut und selbstbestimmte Disziplin, die mich in meinem Tun begleiten. Und es trägt mich der liebevolle, ganzheitliche Blick auf das, was DICH staunen lässt.

Kontaktdaten und Verlinkungen:

Dipl.-Kff. Monika Eleonore Schilling
DiePotentialEntfalterin
Coachin aus Bochum

E-Mail
Website

Lifestyle inspired by Rainbow

Lifestyle inspired by Rainbow

e-Trado schreibt in einem Blogartikel „Chakra-Farbentypologie als spiritueller Lifestyle-Trendsetter“ über die Auswirkungen und die positive Energie eines Regenbogens. Die natürliche Anordnung der sichtbaren Spektralfarben finden sich in den Chakren, den Energiezentren des Körpers, wieder.

Von unten nach oben sind die Farben folgenden Chakren zugeordnet:

Rot – Wurzelchakra
Orange – Sakralchakra
Gelb – Solarplexuschakra
Grün – Herzchakra
Hellblau – Halschakra
Violett – Stirnchakra
Weiß – Kronenchakra

Die wohltuende Wirkung der Chakra-Farben und ihre Kombination kann im Alltag an unterschiedlichen Stellen zur Wirkung kommen, sei es in der Auswahl Deiner Kleidung, bei Accessoires und in unterschiedlichen Dekorationsideen.

Wenn Du Dein Umfeld etwas bunter gestalten möchtest und gleichzeitig damit für eine gute Energie sorgen kannst, solltest Du das wissen. Wir finden, das ist eine ausgezeichnete Idee, denn wer kann nicht eine wohltuende Energiebriese im Alltag gebrauchen?

Link zum Beitrag von E-trado 

Weiterführende Links:

Charkren.net: „Chakra-Farben

Fokus Online vom 28.02.2020: „Farben der Chakren: Bedeutung und Wirkung auf unseren Körper

Gitti, der vegane Nagellack auf Wasserbasis

Gitti, der vegane Nagellack auf Wasserbasis

Jennifer Baum-Minkus startete mit umfassender Recherche in die Entwicklung, als sie sich – Ende 2017 – verändern wollte. Sie kündigte ihren guten Job und verfolgte die spontane Idee, einen Nagellack zu entwickeln, der ohne Chemie und tierische Farbpigmente auskommt.

Sie hat 18 Monate gebraucht, um die erste „Gitti“-Produktion auf den Markt zu bringen und der Erfolg sprach für sich. Innerhalb von 2 Stunden war der für 9 Monate geplante Vorrat von über 700 Fläschchen ausverkauft. Auch die Folgeproduktionen waren in kürzester Zeit vergriffen und haben dem Startup ein schnelles Wachstum ermöglicht.

Weiterentwicklung durch die Community

Vor der Marktreife gab es ein „Tasting“, zu Hause bei der Gründerin. Die Ergebnisse flossen in die Entwicklung ein, das hat sich auch bis heute nicht geändert. Anfangs waren nur die Farben gut und an allen anderen Dingen musste weitergearbeitet werden. Nun ergänzen zu 100% natürliche Nagellackentferner die Produktpalette. Die Feedbacks aus der Community sind wichtige Hinweise, die von „Gitti“ genutzt werden, um weitere Verbesserungen zu erarbeiten. Ihr Ziel ist, mit ihren vollständig natürlichen und veganen Nagelfarben die Beauty-Industrie grundlegend zu verändern.

Die Höhle der Löwen

Auf der Suche nach Unterstützung trat Jennifer Baum-Minkus mit „Gitti“ in der Höhle der Löwen an. Alle Investoren waren begeistert und machten ein Angebot, doch letzten Endes platzte der Deal, weil man sich nicht in allen Punkten einigen konnte. Dennoch hat sich der Auftritt für „Gitti“ gelohnt, denn ihre Community hat dadurch enormen Zuwachs bekommen.

Vor- und Nachteile von „Gitti“

Der Weg zu einem bewussteren Lebensstil war der Auslöser, denn für Nagellack gab es keine nachhaltige Alternative. Die Nagelfarben bestehen zu 55 % aus Wasser und sind geruchsfrei. Alternativ gibt es pflanzenbasierte Farben, die mit einer größeren Deckkraft aufwarten und langanhaltend (bei richtiger Anwendung 5 Tage), aber nicht völlig geruchsfrei sind. Bei wasserbasierten Farben sollte zudem innerhalb von zwei Stunden nach dem Auftragen der Kontakt mit heißem Wasser vermieden werden, damit die Haltbarkeit gegeben ist. Alle Nagelfarben sind 19-free, vegan und eco-friedly.

Was bedeutet „19-free“?

Für Nagellacke gibt es kein einheitliches Bewertungssystem. Häufig werden „x-free“-Claims verwendet. Die „Gitti“-Nagelfarben sind 19-free, das heißt, 19 bedenkliche Stoffe sind in den Produkten nicht enthalten. Alle verwendeten Inhaltsstoffe findest Du auf der Website. Übrigens: auch die Verpackungen sind nachhaltig.

Einige Videos zu den Themen findest Du auf Youtube und verschiedene Links haben wir Dir zusammengestellt. Falls Du Erfahrungen mit den Produkten hast, hinterlasse uns gern einen Kommentar.

Quellenangaben:

FAZ vom 19.09.2020: „Gitti“-Gründerin im Gespräch: Wir treffen den Nerv der Zeit

Business-Insider, Gründerszene (Aktualisierung vom 31.08.2020): Sie bekam noch vor dem Start ein Kaufangebot für ihre Nagellack-Formel

Business-Insider, Gründerszene: Warum der Gitti-Deal mit Judith Williams nicht zustande kam

OMR vom 22.10.2020: Gitti: Wieso das Nagelfarben-Startup schon vor „Die Höhle der Löwen“ immer ausverkauft war

Weitere Links:

Website Gitti

Anleitung von Gitti

Inés Carrasco – Unternehmerin der Sandwich-Generation

Inés Carrasco – Unternehmerin der Sandwich-Generation

Inés Carrasco hat Lebenserfahrung. Die Unternehmerin und Inhaberin von IC-Media ist Mitte 50 und gehört zur Sandwich-Generation. Sie steht für Frauen, deren Leben maßgeblich von der Familie beeinflusst wird: von der Fürsorge für die Kinder und der Pflege der Eltern, natürlich neben der Berufstätigkeit.

Zu ihrem Weg und die Herausforderungen berichtet sie uns in diesem Interview.

Hallo Inés, Du gehörst zur Sandwich-Generation und hast erlebt, wie sich ein langanhaltender Spagat zwischen Familie und Beruf auswirken kann. Was möchtest Du anderen Menschen in dieser Situation mit auf den Weg geben?

Das Sandwich-Dasein betrifft viele Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, die meisten von Ihnen sind Frauen. Doch bleibt das im Berufsleben häufig unbeachtet. Ich möchte sensibilisieren und dazu anregen, sich die eigene Situation und die persönliche Belastung vor Augen zu führen, um sich selbst nicht zu überfordern und bei Bedarf Unterstützung zu holen.

Bei mir fing alles ganz entspannt an. Im Jahr 1985 habe ich mich als Journalistin selbstständig gemacht und einiges erlebt, u. a. wichtige Momente der Zeitgeschichte, wie den Fall der Mauer 1989 in Berlin. Als Assistentin des Korrespondenten des spanischen Fernsehsenders TVE habe ich in den Räumlichkeiten des Berliner Offenen Kanals mit Japanern und Italienern um freie Satelliten Leitungen gekämpft, da kein Übertragungswagen zur Verfügung stand. Ich bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Ein ganz anderes, sehr persönliches Erlebnis, war die Totgeburt meines Sohnes im Jahr 1997. Sie hat mich unendlich tief getroffen. Nach 10 Tagen im Krankenhaus wurde ich mit ein paar Info-Flyern in der Hand nach Hause geschickt und musste sehen, wie ich klarkam. Mental am Boden, ohnmächtig und alleingelassen saß ich dann zu Hause. Hilfe erhielt ich von meinen Freundinnen aus dem journalistischen Umfeld. Sie haben für mich recherchiert, mir Bücher gebracht und mich aufgefordert Hilfsangebote anzunehmen. Zwar war die finanzielle Seite durch eine private Zusatzversicherung abgedeckt, aber ich war antriebslos. Meine Selbstständigkeit lag brach. Ich bin heute noch sehr dankbar, dass meine Freundinnen drangeblieben sind und mich nicht aufgegeben haben. Ich habe auf ihr Drängen externe Hilfe in Anspruch genommen – und das war gut so, denn alleine und ohne Hilfe wäre ich diesem Tiefpunkt nicht entkommen.

Ein Jahr hat es gedauert, bis ich wieder arbeiten konnte. Für den WDR habe ich die Lokalzeit aus Dortmund gemacht und dachte, dass es aufwärts geht. Doch das Sandwich-Dasein lag noch vor mir.

Mein Vater hatte 1998 einen Herzinfarkt, lag erst im Koma und kam später in die Reha. Nicht nur die täglichen Besuche bei ihm beanspruchten mich, ich musste auch meine Mutter unterstützen. Anfangs nur bei Papierkram, später habe ich auch ihren kompletten Haushalt geregelt. Unsere kleine Tochter durfte auch nicht zu kurz kommen und der eigene Haushalt wollte auch gemacht sein. Dazu kam noch die Tätigkeit als Unternehmerin, es war schon sehr viel. Absolut positiv war die Möglichkeit, dass ich beim WDR in Dortmund ab 2001 über sechs Jahre die Sendung „Planet Wissen“ machen konnte. Das brachte mir finanzielle Planungssicherheit und zeitliche Flexibilität. Doch die enorme Belastung zwischen Erziehung und Pflege zog sich über viele Jahre und ich habe das alles nur durch Disziplin, eine gute Struktur und eine straffe Organisation überstanden.

Entlastung kam erst 2016, als meine Mutter ins Heim kam und ich ihren Haushalt nicht mehr führen musste. Ich gründete IC-Media, eine PR-Beratungsagentur für Unternehmen mit der Spezialisierung auf die Erstellung von Imagefilmen und crossmedialem Content.

Das hört sich gut an. Was hast Du verändert und worauf legst Du Wert? Wie sehen Dein Leben und Dein Tagesablauf heute aus?

Mir ist heute meine Gesundheit wichtig. Ich finde Erfüllung in meiner Arbeit und das ermöglicht mir eine entspannte Grundhaltung. Ich habe gelernt, dass ich mit einer gewissen Fitness leichter durch solche Situationen komme und lege Wert auf eine gesunde Ernährung.

Ich gehöre nicht zu den Frühaufstehern, ich bin eher ein Nachtmensch und arbeite gern bis spät abends. Mein Tag beginnt mit Yoga oder einer Meditation, danach gibt es Zitronenwasser und Mineralstoffe. Yoga begleitet mich schon durch mein ganzes Leben und ich habe regelmäßig Kurse besucht, um meine Haltung zu verbessern und mich fit zu halten. Gerade in den Corona-Anfangszeiten wurde mir bewusst, wie sehr ich diese Einheiten vermisse und habe mir zu Hause die Zeit dafür freigehalten.

Nach diesem Start bringe ich mich auf den neusten Stand und informiere mich über die nationalen und internationalen Nachrichten, als Journalistin ist das wohl naheliegend. Dafür lese ich analoge Zeitungen, nutze digitale Medien und zusätzlich verfolge ich tagsüber die Nachrichten im Radio.

Dann widme ich mich meinen Kunden. Corona bedingt musste ich mich verändern und konzentriere mich nun auf den Bereich der PR-Strategie für Unternehmen. Dabei zahlt sich meine umfangreicheErfahrung als Radio- und Fernseh-Journalistin aus. Ich bin branchenübergreifend aktiv und habe viele sehr unterschiedliche Kunden: von der Metallverarbeitung über Buchautoren, Künstler und Unternehmensberatungen. Nur vom Fußball halte ich mich fern.

Inés, was sind Deine aktuellen Projekte? Was ist Deine Zukunftsperspektive?

Ein aktuelles Projekt ist die Entwicklung verschiedener medialer Formate, um Kultur auf Youtube sichtbar zu machen, gern mit prominenten Namen. Ich bin davon überzeugt, dass sich der mediale Schwerpunkt noch stärker auf das Internet verlagern und sich die Zielgruppe dort wiederfinden wird.

Ein zweites Projekt ist die Gründung eines Startups, zusammen mit Sabine Schlüter. Aktuell suchen wir Investoren und Partner für „Zalagne“. Bei „Zalagne“ geht es um gesunde Ernährung für Kinder. Mit einer mobilen App und spielerischer Leichtigkeit auf der Zalagne Plattform wollen wir Eltern und Kinder dazu bewegen, sich mit einer gesunden Ernährung zu befassen und das Essen mit wenig Aufwand zu einem Geschmackserlebnis zu machen. Die Zubereitung der Mahlzeiten ist leicht umsetzbar und barrierefrei zugänglich, so dass allen der Zugang leicht gemacht wird.

Sabine Schlüter ist Leiterin einer Schulküche und gelernte Diätassistentin. Ich habe schon vor 20 Jahren ein TV-Format für gesundes Essen entworfen. Damit haben wir ein solides Fundament für eine Idee mit hohem Mehrwert, mit der wir jetzt an verschiedenen Gründerwettbewerben teilnehmen. Bei den entsprechenden Bundesministerien stoßen wir bereits auf offene Ohren und zur Sarah Wiener Stiftung haben wir auch schon Kontakt aufgenommen. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung und bin sehr gespannt darauf, was die Zukunft bringt.

Wir bedanken uns für Deine Zeit und das Interview, das unseren Leser:innen einen tiefen Einblick in sehr persönliche Dinge gibt. Wir wünschen Dir ganz viel Erfolg mit Deinen Projekten.

Kontaktdaten:

Inés Carrasco
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Tel: 01575/612292
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