Ein Mann – ein Test: der Beckenbodentrainer Elvie

Ein Mann – ein Test: der Beckenbodentrainer Elvie

Igor Adolph, Geschäftsführer von e-Trado und Mitglied der visibleRuhr eG, ist Online-Marktplatzhändler und vielseitig interessiert. Als er von der Kombination eines Beckenbodentrainers mit einer interaktiven App hörte, wurde er neugierig. Er hat das Produkt auf Workflow und technische Eigenschaften getestet. Wir waren neugierig, was einen Mann dazu veranlasst, einen Beckenbodentrainer für Frauen zu testen und die Ergebnisse auf seinem Blog zu veröffentlichen.

Hallo Igor, Du gehörst nicht zur Zielgruppe des Beckenbodentrainers. Wie bist Du auf die Idee gekommen, den Elvie mit der App genauer unter die Lupe zu nehmen und zu testen?

Als technik-affiner Mensch interessieren mich Produkte, die verschiedene Technologien miteinander verbinden. Zudem übernehme ich nur den Vertrieb, wenn ich die Waren vorher getestet habe. Ich nehme jedes Produkt unter die Lupe, schaue auf die Details des technischen Zusammenspiels und prüfe, ob die Herstellerangaben in der Realität Bestand haben. Genauso habe ich das mit einer W-LAN-Kamera gemacht. Sie kann Räume oder einen Garten überwachen, während eine App alles aufnimmt. Die Kamera wird mit dem W-LAN verbunden und ermöglicht so den Zugriff auf die Bilder, egal wo sich der Besitzer gerade befindet.

Wenn mich das Produkt überzeugt, schreibe ich einen Erfahrungsbericht, den ich in meinem Blog veröffentliche. Diese Kamera hat mich so begeistert, dass ich sie in mein Vertriebsportfolio aufgenommen habe.

Kommen wir zum Elvie Beckenbodentrainer. Ich hatte vor kurzem von einer Art Fitness-Tracker gehört, der per Bluetooth-Verbindung zum Smartphone ein interaktives Training über eine App anbietet. Das hat mein Interesse sofort geweckt. Ich habe mir das Gerät besorgt – auch mit dem Hintergedanken, es selbst anzubieten.

Wie hast Du den Beckenbodentrainer getestet – haben Dich Mitarbeiterinnen dabei unterstützt? Zu welchen Erkenntnissen bist Du gekommen?

Ich habe tatsächlich einen (kurzen) Versuch gemacht, meine Mitarbeiterinnen für einen Test zu begeistern, doch erntete ich damit ein solches Lächeln, da habe ich besser nicht nochmal nachfragt…

Also – selbst ist der Mann! Mir war klar, dass es bei dem Trainer um eine Drucksensortechnik geht, mit der ich mich an anderer Stelle schon beschäftigt hatte. Dann habe ich mir die kostenlose App aus dem entsprechenden Shop auf ein I-Phone und ein Android-Gerät geladen.

Beide Versionen haben die gleiche Bilddarstellung und identische Funktionen. Die Installation war einfach. Die App leitete an, ein paar Druckübungen mit der Hand durchzuführen, die auch von der realen Nutzerin beim Erststart zum Feststellen der Basiskraft durchgeführt werden müssen. Die Drucksensoren des Elvie Trainers reagieren auf den Kraftaufwand – und bereits ein sehr leichter Krafteinsatz hat zu einer sichtbaren Veränderung in der App geführt.

Das hat mich beeindruckt und ich könnte mir vorstellen, dass sich die Technik auch zur Verbesserung anderer Krankheitsbilder eignen könnte, wie z. B. bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Dabei lässt die Feinmotorik nach und mit der Kombination aus App und Drucksensorgerät könnten gute Trainingserfolge erzielt werden. Vielleicht sollte der Trainer dann die Form eines Tennisballs haben, die Größe wäre für eine Männerhand besser geeignet. Durch die App lassen sich bereits ganz leichte Druckveränderungen ablesen. Das ist für Betroffene zum einen extrem hilfreich – und es hat zum anderen noch einen Gaming-Effekt, was die Motivation erhöht.

Wie beurteilst Du die App des Beckenbodentrainers?

Kurz zusammengefasst: Die App ist zielführend und genau. Die Benutzerführung durch die Übungen ist super und der vorhandene Countdown zum „jetzt entspannen“ hilft bei der Umsetzung. Es gibt verschiedene Workouts und die App erinnert automatisch daran, dass noch ein Training zu absolvieren ist.

Igor, kommen wir zum Ergebnis Deiner Testphase. Kannst Du den Elvie Beckenbodentrainer empfehlen und wirst Du ihn ebenfalls auf den Marktplätzen anbieten?

Ob ich ihn in mein Portfolio aufnehme, ist noch unklar. Die Gründe liegen aber hauptsächlich darin, dass der Elvie auf Kassenrezept zu bekommen ist. Das ist sicherlich der leichtere und kostengünstigere Weg für viele Frauen.

Empfehlenswert ist der Elvie Beckenbodentrainer auf jeden Fall. Tatsächlich habe ich ihn schon im Bekanntenkreis empfohlen und werde das auch weiterhin tun.

Herzlichen Dank Igor, für das tolle Gespräch und den spannenden Einblick in Deine Perspektive.
Igor Adolph, Geschäftsführer e-Trado GmbH

Igor Adolph ist Internet-Marktplatzhändler und verkauft Produkte über unterschiedliche kleine Online-Vertriebskanäle wie Lenando und größere wie Kaufland, Otto oder Rewe. Sein Fokus liegt im Garten- und Reisebereich. Er vertreibt Gartenartikel aller Art – auch Möbel für den Balkon und die Terrasse. Die Reiseartikel umfassen hauptsächlich hochwertige Taschen und Koffer. Ab Oktober werden einige Medizinprodukte dazukommen, wie Desinfektionsmittel (mit und ohne Alkohol), Spender und Reinigungstücher.

e-Trado GmbH
Gewerbeallee 15-19
45478 Mülheim an der Ruhr
Fon: +49 208 305 50 60 67
Fax: +49 208 305 50 60 66
E-Mail
Internet 

e-Trado Blogartikel zum Test „Beckenbodentrainer Elvie
e-Trado Blog 


Weitere Beiträge und Bewertungen des Elvie Trainers:

Beckenbodentrainer und Methoden 

7 Fakten zum Elvie auf Rezept 

Absolut empfehlenswert: Der Elvie Beckenbodentrainer 

Inkontinenz trifft auch junge Sportlerinnen 

Brustkrebs: Fragen und Antworten

Brustkrebs: Fragen und Antworten

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Brustkrebs (medizinisch Mammakarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Brustdrüse des Menschen. Was aber bedeutet genau Brustkrebs? Wie laufen eine Brustkrebs-Untersuchung sowie Behandlung ab? Wie bereitest Du Dich auf eine Chemotherapie vor? Und welche Entscheidungen müssen nach einer Brustoperation, Brustrekonstruktion, Brustentfernung, Mastektomie getroffen werden? Wie sieht eine Brutprothese aus und gibt es spezielle BHs für die Zeit nach einer Strahlentherapie?

Zahlen und Fakten

„Jedes Jahr erkranken in Deutschland 167,7 von 100.000 Frauen und 1,8 von 100.000 Männern an Brustkrebs. Mit etwa 69.700 Neuerkrankungen insgesamt ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren“, so die Deutsche Krebshilfe.

Was bedeutet Brustkrebs medizinisch gesehen?

Brustkrebs beginnt in den Zellen der Brust. Dort befinden sich krankhaft veränderte Zellen, die die natürlichen Gewebegrenzen überschreiten (Invasive Tumore). Sie wachsen aus dem Drüsengewebe oder den Milchgängen in angrenzendes Gewebe. Ohne Behandlung ist das Risiko hoch, dass sie weiterwachsen, und sich Metastasen bilden.

In den meisten Fällen dauert die Entwicklung von Brustkrebs mehrere Monate oder sogar Jahre.

Wie läuft eine Brustkrebs-Untersuchung ab?

Tastuntersuchung

Wenn wir von einer Früherkennungsuntersuchung bei Brustkrebs sprechen, denken wir an eine Tastuntersuchung. Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland bieten Frauen ab 30 Jahren 1-mal im Jahr ihre Brust von Ärzt:innen abtasten zu lassen. Diese Maßnahme reicht zur Brustkrebsfrüherkennung allein nicht aus, kann aber dazu führen, dass weiterführende Untersuchungen veranlasst werden.

Desweiteren bieten die gesetzlichen Krankenkassen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Früherkennung von Brustkrebs alle 2 Jahre ein Mammographie-Screening an.

Mammographie-Screening

Die Mammographie ist eine medizinische Bildgebungstechnik, mit der die innere Struktur der Brust mithilfe von Röntgenstrahlen sichtbar gemacht wird. Sie ist die erste Untersuchung in der Brustbildgebung. Es können mögliche Läsionen oder Knötchen erkannt werden, bevor schwerwiegende Symptome von Brustkrebs auftreten. Wenn in Deiner Familie Fälle von Brustkrebs aufgetreten sind, wird Deine Ärzt:in eine bilaterale Mammographie beider Brüste anordnen. Aber Vorsicht, die Mammographie allein bestätigt die Diagnose von Brustkrebs nicht, es ist wichtig sich die Ergebnisse von Spezialist:innen erklären zu lassen.

Behandlung von Brustkrebs

Je früher der Brustkrebs diagnostiziert wird, desto höher sind die Chancen auf einen Behandlungserfolg. Natürlich ist die Art der Behandlung von der Größe des Tumors abhängig sowie von der Frage, ob der Krebs bereits Metastasen gebildet hat.

Sehr häufig ist eine operative Entfernung des Tumorgewebes der erste Schritt. Nach der Operation wird dann unter Umständen noch eine Strahlentherapie erfolgen.

Zwei Operationstypen

Bei der brusterhaltenden Operation, werden nur der Tumor und zur Sicherheit die umgebenden Zellen entfernt. Der Rest der Brust wird erhalten. Eine brusterhaltende Operation wird immer durch eine Strahlentherapie ergänzt.

Bei einer sogenannten Mastektomie wird die gesamte Brust entfernt. In diesem Fall kann über eine Brustrekonstruktion nachgedacht werden.

Bei einem tastbaren Lymphknoten müssen zusätzlich ein oder mehrere axilläre Lymphknoten entfernt werden. In diesem Fall soll festgestellt werden, ob der Tumor über die Brust hinausreicht, ob eine weitere Behandlung mit Chemo- oder Hormontherapie erforderlich ist oder ob eine Bestrahlung der Lymphknoten angebracht ist. Die Lymphknotenentfernung reduziert bei Bedarf das Rezidivrisiko, das Risiko, dass der Krebs erneut auftritt.

Strahlentherapie

Meistens wird die Strahlentherapie nach der Operation (adjuvante Therapie) eingesetzt, um gegebenenfalls nicht entfernte Tumorzellen abzutöten und so einen Rückfall zu verhindern.

Nach einer Strahlentherapie ist die Haut äußerst empfindlich bis verbrannt. Daher ist es während und einige Wochen nach der Strahlentherapie empfehlenswert, einen angepassten BH zu tragen. Beispiele für Spezial BHs findest Du u. a. hier.

Chemotherapie

Bei Brustkrebs kann zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie nötig sein, um die Tumorzellen intensiv zu bekämpfen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Zytostatika, Wirkstoffe, die das Wachsen von Krebszellen hemmen.

Diese Wirkstoffe können leider auch gesunde Zellen befallen. Deshalb sind Haarausfall und Übelkeit zwei der häufigsten Nebenwirkungen, die bei einer Chemotherapie auftreten können.

Wie bereitest Du Dich am besten auf eine Chemotherapie vor?

  • Organisiere Deinen Transport zu jeder Sitzung. Am besten lässt Du Dich die ersten Male begleiten, da die Behandlung enorm anstrengt. Die Unterstützung von Nahestehenden ist von sehr großer Bedeutung.
  • Trage gemütliche Klamotten, manche Chemotherapie Sitzungen können bis zu 4 Stunden dauern.
  • Denke daran Deine Nägel zu pflegen und zu schützen, da sie sich durch die Chemotherapie verändern könnten.
  • Trinke genug, sowohl vor als auch während der Sitzung.
  • Nimm leichte Kost zu Dir.
  • Vermeide das Auftragen von Parfüm, Gerüche können unerträglich werden. Was Du mitbringen solltest: Thermalwasserspray, Zeitschriften, Musikplayer, Akupressur-Armband gegen Übelkeit, Decke für die Kälteempfindlicheren, etwas zum Knabbern.


Postoperative- und Prothesen-BHs

In der Chirurgie bleiben bei Krebs in der Regel Narben auf der Brust oder auf dem Brustkorb zurück. Diese Narben können sichtbar und in den ersten Monaten nach der Operation sehr empfindlich sein.

Um so gut wie möglich mit den gegebenen Umständen zurecht zu kommen und um eine Reizung der Narben durch den BH zu vermeiden, solltest Du Dich nach bequemer, zu Deiner Morphologie passender Unterwäsche umschauen. Während den ersten Wochen nach der Mastektomie (bis zur Wundheilung) ist das Tragen eines postoperativen BHs empfehlenswert. Damit ist ausgeschlossen, dass sich Nähte auf der Höhe eventueller Narben befinden. Es gibt bequeme Modelle ohne Bügel mit Taschen für Teil- bzw. Ausgleichsprothesen, das vermeidet die Reizung der Narbe. Möglichst breite Träger nehmen viel Druck von den Schultern und ein höher geschnittener BH versteckt Deine Narbe auf dem Brustkorb.

Und eine passende Brustprothese?

Egal ob es sich hier um eine Übergangslösung oder um eine endgültige Lösung handelt, die Brustprothese ist ein ästhetisches und psychologisches Mittel, um sich weiterhin weiblich zu fühlen. Entscheide Dich für eine Brustprothese, die zu Deiner Körperform passt (Beispiele findest Du hier). Sobald die Wundheilung abgeschlossen ist, raten wir davon ab, eine mit Silikongel gefüllte Prothese zu verwenden. Beim Verlassen des Krankenhauses bekommest Du normalerweise eine Stoffprothese. Es liegt ganz bei Dir welche Prothese am besten für Dich geeignet ist.

Nachstehend findest Du ein paar Kriterien, die Dir bei Deiner Entscheidung helfen können: 

Das Material: Stoff (wird nach der Operation empfohlen) oder Silikon für die Optik und das vertraute Gefühl. Wähle Deine Prothesenform je nach Form und Kontur Deiner Brüste aus (symmetrisch, asymmetrisch…). Entscheide Dich zwischen einer selbsthaftenden Brustprothese, das Gewicht wird von der Brustwand getragen und daher gleichmäßiger verteilt oder einer externen Brustprothese, die in einer Tasche des BHs getragen wird. Außerdem gibt es leichtere Brustprothesen, die für eine Teilentfernung, große Brüste oder sportliche Aktivitäten geeignet sind.

Nachsorge

Vergiss bitte nicht, Dich um eine angemessen Nachsorge zu kümmern. Viele Einrichtungen bieten verschiedene Entspannungsprogramme an. Gönne Dir zum Beispiel eine Spa-Behandlung, übe eine angepasste körperliche Aktivität aus oder lasse Dich von Spezialist:innen in Deinem Leben nach dem Krebs unterstützen und begleiten.

Verschiedene begleitende Behandlungen und alternative Medizin sind sehr hilfreich: geeigneter Sport, Akupunktur, Sophrologie, Kunsttherapie, Yoga, …


Die Autorin: Kira Hollmann

Kira Hollmann ist Brandmanagerin für das Unternehmen Oncovia.com

Seit vielen Jahren engagiert sie sich Tag für Tag im Kampf gegen Krebs bei Frauen.

Oncovia.com dient mit einem breiten Angebot (Kosmetikprodukte, Unterwäsche, Perücken sowie Accessoires) dem Komfort und dem Wohlbefinden von Krebsleidenden.

Im Vordergrund steht für mich stets die Unterstützung von Krebspatienten: „Ich und unser ganzes Team wollen dabei helfen, besser mit den Belastungen des Krebses umgehen zu können. Wir stehen Dir zur Seite, wenn es darum geht, der Krankheit und ihren Nebenwirkungen zu begegnen, die Lebensqualität zu steigern und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.“

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Lifestyle inspired by Rainbow

Lifestyle inspired by Rainbow

e-Trado schreibt in einem Blogartikel „Chakra-Farbentypologie als spiritueller Lifestyle-Trendsetter“ über die Auswirkungen und die positive Energie eines Regenbogens. Die natürliche Anordnung der sichtbaren Spektralfarben finden sich in den Chakren, den Energiezentren des Körpers, wieder.

Von unten nach oben sind die Farben folgenden Chakren zugeordnet:

Rot – Wurzelchakra
Orange – Sakralchakra
Gelb – Solarplexuschakra
Grün – Herzchakra
Hellblau – Halschakra
Violett – Stirnchakra
Weiß – Kronenchakra

Die wohltuende Wirkung der Chakra-Farben und ihre Kombination kann im Alltag an unterschiedlichen Stellen zur Wirkung kommen, sei es in der Auswahl Deiner Kleidung, bei Accessoires und in unterschiedlichen Dekorationsideen.

Wenn Du Dein Umfeld etwas bunter gestalten möchtest und gleichzeitig damit für eine gute Energie sorgen kannst, solltest Du das wissen. Wir finden, das ist eine ausgezeichnete Idee, denn wer kann nicht eine wohltuende Energiebriese im Alltag gebrauchen?

Link zum Beitrag von E-trado 

Weiterführende Links:

Charkren.net: „Chakra-Farben

Fokus Online vom 28.02.2020: „Farben der Chakren: Bedeutung und Wirkung auf unseren Körper

Inés Carrasco – Unternehmerin der Sandwich-Generation

Inés Carrasco – Unternehmerin der Sandwich-Generation

Inés Carrasco hat Lebenserfahrung. Die Unternehmerin und Inhaberin von IC-Media ist Mitte 50 und gehört zur Sandwich-Generation. Sie steht für Frauen, deren Leben maßgeblich von der Familie beeinflusst wird: von der Fürsorge für die Kinder und der Pflege der Eltern, natürlich neben der Berufstätigkeit.

Zu ihrem Weg und die Herausforderungen berichtet sie uns in diesem Interview.

Hallo Inés, Du gehörst zur Sandwich-Generation und hast erlebt, wie sich ein langanhaltender Spagat zwischen Familie und Beruf auswirken kann. Was möchtest Du anderen Menschen in dieser Situation mit auf den Weg geben?

Das Sandwich-Dasein betrifft viele Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, die meisten von Ihnen sind Frauen. Doch bleibt das im Berufsleben häufig unbeachtet. Ich möchte sensibilisieren und dazu anregen, sich die eigene Situation und die persönliche Belastung vor Augen zu führen, um sich selbst nicht zu überfordern und bei Bedarf Unterstützung zu holen.

Bei mir fing alles ganz entspannt an. Im Jahr 1985 habe ich mich als Journalistin selbstständig gemacht und einiges erlebt, u. a. wichtige Momente der Zeitgeschichte, wie den Fall der Mauer 1989 in Berlin. Als Assistentin des Korrespondenten des spanischen Fernsehsenders TVE habe ich in den Räumlichkeiten des Berliner Offenen Kanals mit Japanern und Italienern um freie Satelliten Leitungen gekämpft, da kein Übertragungswagen zur Verfügung stand. Ich bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Ein ganz anderes, sehr persönliches Erlebnis, war die Totgeburt meines Sohnes im Jahr 1997. Sie hat mich unendlich tief getroffen. Nach 10 Tagen im Krankenhaus wurde ich mit ein paar Info-Flyern in der Hand nach Hause geschickt und musste sehen, wie ich klarkam. Mental am Boden, ohnmächtig und alleingelassen saß ich dann zu Hause. Hilfe erhielt ich von meinen Freundinnen aus dem journalistischen Umfeld. Sie haben für mich recherchiert, mir Bücher gebracht und mich aufgefordert Hilfsangebote anzunehmen. Zwar war die finanzielle Seite durch eine private Zusatzversicherung abgedeckt, aber ich war antriebslos. Meine Selbstständigkeit lag brach. Ich bin heute noch sehr dankbar, dass meine Freundinnen drangeblieben sind und mich nicht aufgegeben haben. Ich habe auf ihr Drängen externe Hilfe in Anspruch genommen – und das war gut so, denn alleine und ohne Hilfe wäre ich diesem Tiefpunkt nicht entkommen.

Ein Jahr hat es gedauert, bis ich wieder arbeiten konnte. Für den WDR habe ich die Lokalzeit aus Dortmund gemacht und dachte, dass es aufwärts geht. Doch das Sandwich-Dasein lag noch vor mir.

Mein Vater hatte 1998 einen Herzinfarkt, lag erst im Koma und kam später in die Reha. Nicht nur die täglichen Besuche bei ihm beanspruchten mich, ich musste auch meine Mutter unterstützen. Anfangs nur bei Papierkram, später habe ich auch ihren kompletten Haushalt geregelt. Unsere kleine Tochter durfte auch nicht zu kurz kommen und der eigene Haushalt wollte auch gemacht sein. Dazu kam noch die Tätigkeit als Unternehmerin, es war schon sehr viel. Absolut positiv war die Möglichkeit, dass ich beim WDR in Dortmund ab 2001 über sechs Jahre die Sendung „Planet Wissen“ machen konnte. Das brachte mir finanzielle Planungssicherheit und zeitliche Flexibilität. Doch die enorme Belastung zwischen Erziehung und Pflege zog sich über viele Jahre und ich habe das alles nur durch Disziplin, eine gute Struktur und eine straffe Organisation überstanden.

Entlastung kam erst 2016, als meine Mutter ins Heim kam und ich ihren Haushalt nicht mehr führen musste. Ich gründete IC-Media, eine PR-Beratungsagentur für Unternehmen mit der Spezialisierung auf die Erstellung von Imagefilmen und crossmedialem Content.

Das hört sich gut an. Was hast Du verändert und worauf legst Du Wert? Wie sehen Dein Leben und Dein Tagesablauf heute aus?

Mir ist heute meine Gesundheit wichtig. Ich finde Erfüllung in meiner Arbeit und das ermöglicht mir eine entspannte Grundhaltung. Ich habe gelernt, dass ich mit einer gewissen Fitness leichter durch solche Situationen komme und lege Wert auf eine gesunde Ernährung.

Ich gehöre nicht zu den Frühaufstehern, ich bin eher ein Nachtmensch und arbeite gern bis spät abends. Mein Tag beginnt mit Yoga oder einer Meditation, danach gibt es Zitronenwasser und Mineralstoffe. Yoga begleitet mich schon durch mein ganzes Leben und ich habe regelmäßig Kurse besucht, um meine Haltung zu verbessern und mich fit zu halten. Gerade in den Corona-Anfangszeiten wurde mir bewusst, wie sehr ich diese Einheiten vermisse und habe mir zu Hause die Zeit dafür freigehalten.

Nach diesem Start bringe ich mich auf den neusten Stand und informiere mich über die nationalen und internationalen Nachrichten, als Journalistin ist das wohl naheliegend. Dafür lese ich analoge Zeitungen, nutze digitale Medien und zusätzlich verfolge ich tagsüber die Nachrichten im Radio.

Dann widme ich mich meinen Kunden. Corona bedingt musste ich mich verändern und konzentriere mich nun auf den Bereich der PR-Strategie für Unternehmen. Dabei zahlt sich meine umfangreicheErfahrung als Radio- und Fernseh-Journalistin aus. Ich bin branchenübergreifend aktiv und habe viele sehr unterschiedliche Kunden: von der Metallverarbeitung über Buchautoren, Künstler und Unternehmensberatungen. Nur vom Fußball halte ich mich fern.

Inés, was sind Deine aktuellen Projekte? Was ist Deine Zukunftsperspektive?

Ein aktuelles Projekt ist die Entwicklung verschiedener medialer Formate, um Kultur auf Youtube sichtbar zu machen, gern mit prominenten Namen. Ich bin davon überzeugt, dass sich der mediale Schwerpunkt noch stärker auf das Internet verlagern und sich die Zielgruppe dort wiederfinden wird.

Ein zweites Projekt ist die Gründung eines Startups, zusammen mit Sabine Schlüter. Aktuell suchen wir Investoren und Partner für „Zalagne“. Bei „Zalagne“ geht es um gesunde Ernährung für Kinder. Mit einer mobilen App und spielerischer Leichtigkeit auf der Zalagne Plattform wollen wir Eltern und Kinder dazu bewegen, sich mit einer gesunden Ernährung zu befassen und das Essen mit wenig Aufwand zu einem Geschmackserlebnis zu machen. Die Zubereitung der Mahlzeiten ist leicht umsetzbar und barrierefrei zugänglich, so dass allen der Zugang leicht gemacht wird.

Sabine Schlüter ist Leiterin einer Schulküche und gelernte Diätassistentin. Ich habe schon vor 20 Jahren ein TV-Format für gesundes Essen entworfen. Damit haben wir ein solides Fundament für eine Idee mit hohem Mehrwert, mit der wir jetzt an verschiedenen Gründerwettbewerben teilnehmen. Bei den entsprechenden Bundesministerien stoßen wir bereits auf offene Ohren und zur Sarah Wiener Stiftung haben wir auch schon Kontakt aufgenommen. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung und bin sehr gespannt darauf, was die Zukunft bringt.

Wir bedanken uns für Deine Zeit und das Interview, das unseren Leser:innen einen tiefen Einblick in sehr persönliche Dinge gibt. Wir wünschen Dir ganz viel Erfolg mit Deinen Projekten.

Kontaktdaten:

Inés Carrasco
IC-MEDIA
Martin-Schmeißer Weg 10
44227 Dortmund

Tel: 01575/612292
Email
LinkedIn

Weitere Links:

Zalagne auf Facebook

Sarah Wiener Stiftung

Wie man andere NICHT mit Blicken auszieht

Wie man andere NICHT mit Blicken auszieht

Im Englischen heißt es klangvoll „How NOT to undress each other with glances“, aber genau das ist völlig üblich, egal wo ich hinschaue. Und sehr stabil argumentiert. Aber Hand aufs Herz – wie kann etwas normal sein, das sich schon auf den ersten Blick schräg anfühlt? Woher kommt das? Was macht es mit uns? Ich habe es aus meinem Leben verabschiedet. Wohin?

Schönheit – was ist das?

Wir alle haben einen eingebauten Sinn für Schönheit und Ästhetik. Wir sind im Besonderen berührt, wenn Menschen ihre Schönheit mit uns teilen. Und hier beginnt das Missverständnis: Was ich meine, sind die Momente, in denen Andere uns zeigen, wie sehr sie für eine Sache brennen. Wenn sie voller Hingabe Musik machen, tanzen oder mit ihren Kindern spielen. Auch ein Blick voller Staunen und eine Begegnung kann uns berühren. Wenn Andere uns teilhaben lassen, ob bewusst oder unbewusst, dass sie gerade mit vollem Herzen dabei sind. Dann erinnern wir uns: Das (!) ist Schönheit.

Mensch und Kunst – ein Unterschied

Nochmal zurück zu den Blicken. Wenn Dich jemand von oben bis unten mit seinen Blicken regelrecht auszieht: Wie fühlt sich das an – zumal, wenn es ungebeten geschieht? Viele Menschen haben verstanden, dass es der eigenen Energie zuträglich ist, sich an Schönem zu erfreuen. Oh, ja. Das gilt für Kunst und für besondere Orte gleichermaßen. Gilt das auch für den Menschen?

Einladung: Teile Deine Schönheit

Jetzt kommt der Perspektivwechsel. Dies ist eine Einladung an Dich, ja, genau Dich. Eine Einladung, Deine eigene Schönheit zu finden und sie zu teilen. Und wenn Dich das nächste Mal jemand von oben bis unten taxiert: Schau ihn von unten nach oben an, schau in seine Augen. Und staune. Über Dich und über ihn. Schau, ob Du mehr sehen kannst, als einen Menschen, der vielleicht erst noch lernen darf, Energie aus dem zu schöpfen, wofür sein Herz brennt. Und wenn es gänzlich unangenehm ist, geh einfach weg.

Finde in Dir, was Dich staunen lässt.

Herzliche Grüße

Monika Schilling


Die Autorin: Monika Schilling, Coachin und Controllerin

Das Leben mit jedem Atemzug leben – das tue ich. Meistens jedenfalls. Manchmal bin ich ungeduldig. Und wenn ich in einer Sackgasse stecke … dann probiere ich, die Aussicht zu genießen.

Ich blicke dankbar auf über zehn Jahre Controlling-Expertise zurück. Heute bin ich selbständige Coachin. Allen Widrigkeiten zum Trotz und sehr lebendig. Meine Vision sind Organisationen und (Beziehungs-) Systeme, die uns glücklich machen. Und ich betrachte es als Geschenk – gesellschaftliche, familiäre, organisatorische, religiöse – Rahmenbedingungen immer wieder neu zu gestalten. Es sind Humor, Mut und selbstbestimmte Disziplin, die mich in meinem Tun begleiten. Und es trägt mich der liebevolle, ganzheitliche Blick auf das, was DICH staunen lässt.

Kontaktdaten und Verlinkungen:

Dipl.-Kff. Monika Eleonore Schilling
DiePotentialEntfalterin
Coachin aus Bochum
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