Experten-Sichtbarkeit zu erschaffen, bedeutet Marketing und Verkauf. Dich selbst und Dein Unternehmen so in Szene zu setzen, dass die gewünschten Kunden von allein auf Dich zukommen und Dein Business läuft, ist das Ergebnis. Dafür gilt es, Dein persönliches Branding und die Marke Deines Unternehmens am Markt zu etablieren, und zwar mit Expertenstatus. Eine Aufgabe, die nur mit dem nötigen Einsatz gelingt. Es sind die folgenden sieben Strategien, die Dich dabei wesentlich unterstützen.
1. Definiere Deine Ziele und richte den Fokus danach aus
Klarheit bei Dir selbst ist die Voraussetzung, um als Expert:in wahrgenommen zu werden. Nicht mit jeder Deiner Expertisen macht es tatsächlich Sinn, sichtbar zu werden. Zunächst gilt es zu definieren, was Du mit Deinem Business erreichen möchtest. Welche Produkte und Dienstleistungen Du jetzt und in Zukunft vermarkten möchtest. Wie Du Dich insgesamt positionieren und welche Kunden Du anziehen willst. Und nicht zu vergessen, welche Werte Du verkörperst und wie Dein Geschäftsmodell aussieht. Hast Du Klarheit über all diese Punkte und Deine Ziele definiert, kannst Du Deine Strategie danach ausrichten und gemäß der Step-by-Step Methode vorgehen. Schritt für Schritt zur gewünschten Experten-Sichtbarkeit und dem gewünschten Erfolg.
2. Setze auf eine zielgruppenorientierte Kommunikation
Um Deine Experten-Sichtbarkeit aufzubauen, ist es essenziell, dass Du Deine Zielgruppe(n) kennst. Es nützt Dir nichts, wenn Du zwar tolle Produkte oder Dienstleistungen hast, diese aber von Deinen potenziellen Kunden nicht wahrgenommen werden. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, welche Probleme und Bedürfnisse Deine Zielgruppe hat. Was ihre Aufmerksamkeit erweckt. Wie sie sich angesprochen fühlen. Welche Ausdrücke sie wählen, wenn sie Lösungen suchen. Die Sprache der Kunden zu sprechen ist entscheidend, nicht etwa die fachspezifische Beschreibung einer Lösung. Deshalb sprich mit Deinen Kunden und höre genau hin. Kennst Du die Wortwahl Deiner Kunden, kannst Du die typischen Schlagwörter in Deine Kommunikation einbauen und die richtige Ansprache wählen.
Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
3. Nutze Social Media
Social Media kann Dich wesentlich bei Deiner Experten-Sichtbarkeit unterstützen. Vorausgesetzt, Du machst es richtig. Im Prinzip sind es nur 3 Grundregeln, die es zu beachten gilt: Nr. 1 – Dein Profil: Hier sollte Deine Expertise zu erkennen sein und Dein Warum. Nr. 2 – Deine Interaktion: Ein soziales Netzwerk lebt vom Austausch. Postest Du stur nur eigene Inhalte, ohne auf Andere einzugehen, wirst Du auch keine großartigen Interaktionen von Anderen erwarten dürfen. Nr. 3 – Konsistenz: Täglich posten ist kein Erfolgsrezept. Es kommt vielmehr auf Deine Inhalte an und davon, wie verlässlich Du interagierst. Lass Dich also nicht von dem Gedanken stressen, dass Social Media nur mit (D)einer uneingeschränkten Aufmerksamkeit, großen Followerzahlen und täglichem Posten erfolgreich ist. Erfolgversprechend ist es, wenn Du auf Qualität und eine authentische Konsistenz setzt. Und einen Kanal wählst, wo auch Deine Kunden zu finden sind.
4. Nutze Dein Netzwerk
Jeder von uns verfügt über ein eigenes Netzwerk. Es richtig zu nutzen, darin liegt der entscheidende Unterschied zum Erfolg. Starte stets mit dem Gedanken, was Du für andere tun kannst. Denn ein wirklich gutes Netzwerk lebt vom Geben und Nehmen. Und wer nimmt, gibt auch gerne zurück. Wenn Du Dein Netzwerk unterstützt, wird es auch Dir weiterhelfen. So einfach ist das. Was nicht bedeutet, dass Du bei jedem Gefallen gleich eine Gegenleistung erwarten solltest. Allerdings kannst Du Dich und Deine Leistungen auch viel eher anbieten, wenn Du ein verlässlicher Netzwerkpartner bist, der nicht nur zu nehmen weiß. Und dann heißt es, nutze die Kanäle Deiner Kontakte. Denn diese sind sehr gute Empfehlungsgeber für Deine Experten-Sichtbarkeit. Hat jemand einen Podcast? Frage nach einem Interview. Hat jemand ein Blog? Frage nach einem Gastbeitrag. In jedem Fall bleib offen für Möglichkeiten, die Dein Netzwerk Dir liefert. Geh unvoreingenommen in den Austausch und schau, was passiert. Jeder Deiner Kontakte sieht die Welt mit eigenen Augen, weshalb aus jedem einzelnen Gespräch spannende Ideen entstehen können. Ideen, die Deinen Markenaufbau immer weiter steigern können.
Gemeinsam mit Deinem Netzwerk bist Du stärker.
5. Schreibe ein Buch
Nichts unterstreicht Deine Expertise so sehr wie Dein eigenes Buch. Es ist die Eintrittskarte zu Deiner Experten-Sichtbarkeit. Du wirst nicht nur sichtbar, sondern automatisch direkt als Spezialist in Deinem Thema wahrgenommen. Die Folge ist, dass Du Dir nicht nur ein automatisiertes Einkommen durch das Buch selbst generieren kannst, sondern damit einfach einen Kundensog generierst. Und das verhilft Dir wiederum zu einem profitablen Geschäftsmodell, denn Experten sind gefragt. Kennst Du Dich in einem Thema besonders gut aus, gilt es nur noch Dein Wissen in Worte zu fassen. Der Weg über die Eigenveröffentlichung (Self-Publishing) ist heute unkompliziert und ohne große Kosten umsetzbar, weshalb das Hindernis geeigneter Verlagssuche längst kein Argument mehr ist.
6. Lasse Kunden für Dich sprechen
Nichts ist werbewirksamer als die Erfolgsgeschichten Deiner Kunden. Wem konntest Du womit helfen? Was hat sich nach der Zusammenarbeit mit Dir auf Seiten Deiner Kunden geändert? Wofür schätzen sie Dich? Kundenbewertungen kommen nicht von allein. Gewöhne Dir an, gezielt danach zu fragen, und zwar inkl. Deiner Erwartungen an eine Antwort. Hierfür gilt, wonach suchen potenzielle Kunden? Welche Schlagworte werden benutzt, um welche Probleme geht es. Bitte deshalb nicht nur um eine Bewertung, sondern gebe dem Kunden auch eine Handlungsempfehlung mit auf den Weg, wie die Bewertung aufgebaut sein kann. Eine Bewertung, die Deine Expertise hervorhebt und was die Zusammenarbeit mit Dir ausmacht. Das verschafft Dir mehr aussagekräftige Bewertungen, die potenzielle Kunden noch besser überzeugen können.
Deine Marke ist das, was andere über Dich sagen, wenn Du nicht im Raum bist.
Experten-Sichtbarkeit erlangst Du nicht über Nacht. Nutzt Du die hier genannten Strategien, um sie aufzubauen, hast Du die besten Voraussetzungen für organisches Wachstum. Es braucht etwas Zeit, ist dafür aber nachhaltig und ganz ohne teure Werbeanzeigen. Ein kontinuierlicher Anstieg Deiner Sichtbarkeit als Experte ist der Lohn und sichert Dir langfristigen Erfolg.
Die Autorin: Dr. Nicole Hermann, Business Doc
Dr. Nicole Hermann ist promovierte Wirtschaftsjuristin, Strategieberaterin und Erfolgscoach. Als Business Doc unterstützt sie ihre Kunden dabei, sich nachhaltig profitabel und erfolgreich aufzustellen, um damit das eigene Unternehmerglück zu gestalten. Sie setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz, der drei fundamentale Säulen als Schlüsselfaktoren für wirklich erfolgreiche Unternehmer:innen betrachtet: Unternehmer:in als Mensch mit eigener Persönlichkeit und individuellen Zielen. Das Unternehmen, welches es passend dazu aufzustellen gilt. Und der Marktauftritt, bei dem die eigene Experten-Sichtbarkeit aktiv nach den eigenen Wünschen entwickelt wird.
Dr. Nicole Hermann Auf dem Blocksberg 41 53773 Hennef
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Vertrauen aufbauen, Liebe vorspielen und dann vom frisch verliebten Opfer Geld fordern – das ist Love-Scamming. Das Thema gibt es schon lange, dennoch schützt uns nur unser „gesunder Menschenverstand“ und rationales Denken vor Schlimmerem.
Mit interessierten Fragen, Mitgefühl und Liebesbekundungen rund um die Uhr, werden Menschen aller Bildungsschichten in Datingportalen und auf Social-Media-Kanälen in die Falle gelockt. Mit anerkennenden Worten, Lob, Interesse und Kosenamen wird schnell eine wundervolle (Online)Liebesbeziehung aufgebaut. Der Aufwand lohnt sich für Betrüger:innen, denn beim Betroffenen entsteht das Gefühl „endlich versteht mich jemand und ist für mich da“.
Spontane Notlage verhindert persönliche Treffen
Der Wunsch nach einem persönlichen Treffen wächst. Ist es dann endlich so weit, wird der Termin aus unterschiedlichsten Gründen kurzfristig abgesagt. Meistens ist etwas Schlimmes passiert, z. B. ein Raubüberfall, ein Krankenhausaufenthalt oder eine familiäre Notsituation, so dass auch hier wieder das Mitgefühl aktiviert wird. Aus dieser Not resultiert natürlich ein vorgespielter finanzieller Engpass und das verliebte Opfer wird – anfangs ganz freundlich – gebeten, dringend Geld zur Überbrückung zu überweisen – das selbstverständlich so schnell wie möglich zurückgezahlt wird … „fest versprochen“.
Schuldenberg und Schamgefühl
Das Love-Scamming-Opfer kann sich bereits nach kurzer Zeit nur schwer aus dieser lebenserfüllenden und zeitintensiven Partnerschaft lösen. Die mentale Einwicklung wirkt, ein rationales Denken ist nicht mehr möglich. Die Beziehung fühlt sich gut an, man ist nicht mehr allein, man kann über alles reden – und das wird gnadenlos ausgenutzt. Der Betroffene schickt das Geld, ob aus Mitgefühl, Angst vor Einsamkeit oder dem Verlust eines „wichtigen“ Menschen, und hofft weiter auf das nächste Treffen.
Doch auch danach gibt es immer wieder schlimme Nachrichten, Notlagen oder sonstige Ereignisse, die die persönlichen Treffen verhindern und weitere finanzielle Unterstützung notwendig machen. Irgendwann wird dem Betroffenen klar, dass er betrogen wurde und sich ein großer Schuldenberg angesammelt hat. Besonders schlimm: das Schamgefühl verhindert, sich Hilfe zu holen.
Love-Scamming: Wer macht so etwas?
Meistens sind es Teams von 3 – 6 Personen, die die Kommunikation rund um die Uhr aufrecht halten, während das Opfer glaubt, lediglich eine wundervolle Person vor sich zu haben. Pro Team werden ca. 20 – 30 potenzielle Opfer bearbeitet. Das ist nur möglich, wenn keine Fragen beantwortet werden, da sonst jeder aus dem Team alle Antworten für jeden Kontakt kennen müsste. Also ist die Strategie eine andere. Die Scammer stellen Fragen, um Interesse zu zeigen, Vertrauen aufzubauen, den richtigen Hebel für die Geldforderungen und deren Höhe zu finden.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Männer-Teams aus Afrika hierzulande Frauen anschreiben. Männer werden von osteuropäischen Frauen-Teams kontaktiert. Ausweichen, ablenken und Gegenfragen stellen, mit dieser Vorgehensweise kommen die Teams zum Erfolg.
Genau hinschauen …
Woran ist erkennbar, dass es sich um ein Fakeprofil handelt? Es gibt verschiedene Hinweise, die darauf hindeuten, wann Vorsicht geboten ist:
geschrieben wird nicht in Deutsch oder mit schlechter Übersetzung
Videotelefonate werden abgelehnt
Fragen werden nicht beantwortet, sondern gestellt
die persönlichen Treffen werden – aus „verständlichen“ Gründen – spontan abgesagt
um Geld wird erst gebeten, dann gefordert (für Notlagen, Operationen, finanzielle Engpässe usw.)
die Profilbilder stammen immer aus anderen öffentlichen Profilen (siehe unten)
Zu den Profilbildern haben wir in den Antworten unter dem NDR-Beitrag auf Youtube: „Love-Scamming: Internet-Betrug statt großer Liebe“ einen interessanten Hinweis gefunden. (Leider steht der Beitrag nicht mehr zur Verfügung, Anm. d. Red. vom 10.10.2022.)
Noah Roos hat den Beitrag wie folgt kommentiert:
„Dadurch das die Scammer Bilder von anderen Personen aus dem öffentlichen Leben klauen ist es möglich, dies innerhalb weniger Minuten rauszufinden: -Screenshot von dem Bild der Scammer machen -Ausschneiden so das nur das Gesicht zu sehen ist – Das Bild bei Google Bilder suchen. Dies funktioniert sehr einfach und zuverlässig. Es ist aber keine Absicherung, dass diese Person dann kein Scammer ist!“
Verurteilung tut weh
Im Internet kursieren viele Kommentare zum Love-Scamming, die die Betroffenen als dumm darstellen. Wir möchten deutlich machen, dass jeder Mensch – unabhängig vom Bildungsniveau – darauf hereinfallen kann. Die Betrüger nutzen die emotionale Verletzlichkeit ihrer Opfer auf brutale Art und Weise aus. Daher sind wir der Meinung, dass echtes Mitgefühl für die Betroffenen wesentlich hilfreicher ist.
Anlaufstellen für Betroffene
Wir haben hier – zwei in den Filmbeiträgen genannte – Anlaufstellen für Betroffene aufgeführt. Es gibt dort Menschen, die nachvollziehen und verstehen können, wie so etwas passieren konnte und Hilfe anbieten können.
Angst vor Spinnen ist, gerade bei Frauen, weit verbreitet und geht mit hohem Leiden und starker Vermeidung einher. Durch die Vermeidung (z. B. von Wiesen und Wäldern) wird die Freiheit im Alltag zunehmend eingeschränkt. Obwohl Spinnenangst gut durch so genannte „Konfrontationstherapien“ behandelbar ist, suchen nur wenige Betroffene Hilfe.
Fallbeispiel
Louisa steht vor dem gekippten Fenster. Sie ist wie erstarrt. Ihr Puls schnellt in die Höhe, das Herz schlägt ihr bis zum Hals und sie beginnt zu zittern. Mit den Augen fixiert sie die Spinne, die langsam oberhalb des Fensters entlang krabbelt. Hätte sie doch bloß das Fenster nicht geöffnet. Als sie sich aus der Schockstarre lösen kann, greift sie panisch nach ihrem Mobiltelefon. Mit angstvoller Stimme bittet sie die Freundin vorbeizukommen, um die Spinne zu entfernen. Sie hat Glück, die Freundin hat Zeit und ist in wenigen Minuten da.
Wie Louisa berichten Betroffene von Spinnenangst oder gar Spinnenphobie immer wieder davon, Hilfe beim Entfernen von Spinnen zu benötigen. Auch auf andere Art und Weise kann eine Spinnenangst einschränkend und belastend sein. Betroffene erleben starke Angst und Furcht bei einer (erwarteten) Begegnung mit einer Spinne. Das Umfeld nimmt Betroffene oft nicht ernst und reagiert mit Unverständnis. Die Betroffenen selbst suchen die Umgebung in regelmäßigen Abständen auf Spinnen ab und interpretieren bereits schwarze Flecken an der Wand als Spinnen. Dachböden und Keller werden nicht betreten, da dort häufig Spinnen sind. Die Spinnenphobie kann den Tagesablauf Betroffener empfindlich stören. Ist eine Spinne im Weg, kann etwa das Haus nicht verlassen werden, sind Umwege zu gehen oder es wird Hilfe benötigt. Diese Schwierigkeiten wiederum führen zu Verspätungen, Stress und Schamgefühl. Wenn abends im Bett die Spinnen auch noch die Hauptdarsteller im eigenen Kopfkino sind, fällt auch noch das Einschlafen schwer.
Was genau ist eine Spinnenphobie?
Ist die Angst vor Spinnen besonders ausgeprägt, kann es sich um eine Spinnenphobie handeln. Von einer Spinnenphobie wird gesprochen, wenn eine deutliche Angst oder Furcht vor Spinnen besteht. Die Angst geht dabei deutlich über die tatsächliche Gefahr hinaus, die eine Spinne birgt. Begegnen Betroffene einer Spinne, zeigen sie fast immer eine deutliche und sofortige Angstreaktion. Spinnen werden bei einer Spinnenphobie aktiv vermieden, das heißt, der Kontakt mit Spinnen wird absichtlich verhindert oder so weit wie möglich minimiert. Ist die Begegnung mit einer Spinne unumgänglich, wird diese nur unter starker Angst durchgestanden. Dabei können auch Panikattacken auftreten. Die Angst und die Vermeidung haben einen negativen Einfluss auf wichtige Lebensbereiche, wie den Beruf oder soziale Beziehungen. Beispielsweise nehmen Betroffene nicht mehr an Veranstaltungen in Parks und Gärten teil oder lehnen ein ersehntes Stellenangebot aufgrund örtlicher Gegebenheiten ab.1
Wie viele Personen sind betroffen?
Angsterkrankungen, zu denen die Spinnenphobie zählt, sind weit verbreitet. Die verschiedenen Phobien stellen dabei die häufigsten aller Angsterkrankungen dar. Etwa 12.5% der Bevölkerung leiden einmal in ihrem Leben an einer Phobie. Die meisten Phobien entstehen bereits im Kindes- und Jugendalter – im Schnitt im Alter von zehn Jahren. Dennoch kann eine Phobie in jedem Alter neu auftreten. Wie bei den Phobien insgesamt sind auch bei der Spinnenphobie etwa doppelt so viele Frauen als Männer betroffen.1, 2
Wie entsteht eine Spinnenphobie?
Bei der Entstehung einer Spinnenphobie spielen verschiedene Aspekte eine Rolle. Ein Aspekt sind negative Erlebnisse in der Vergangenheit. So ein Erlebnis kann etwa das Hineinlaufen in ein Spinnennetz sein oder eine beinahe verspeiste Spinne im Salat. Relevant ist bei dem Erlebnis nicht, ob die Situation tatsächlich gefährlich war, sondern dass Betroffene selbst die Situation als bedrohlich erlebten. Teilweise erinnern sich Personen noch genau an das Ereignis, mit dem ihre Spinnenangst begann. Andere berichten, die Angst sei immer schon da gewesen und können keinen konkreten Anfangspunkt berichten.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist das sogenannte Modelllernen. Damit ist das Lernen durch Beobachten anderer gemeint. Kinder lernen besonders viel durch das Beobachten elterlichen Verhaltens. Zeigt nun ein Elternteil immer wieder starke Angst beim Anblick einer Spinne, lernt ein Kind, dass es vor Spinnen Angst haben sollte.
Auch die Angstsensitivität, ein Persönlichkeitsmerkmal, ist ein relevanter Faktor. Personen die angstsensitiver sind, entwickeln eher eine Phobie.3
Es wird heute zudem davon ausgegangen, dass eine sogenannte Preparedness die Entwicklung von Phobien begünstigt. Die Preparedness ist eine biologisch angelegte Neigung, gewisse Assoziationen besonders schnell zu erlernen. Der Grund dafür ist, dass es evolutionsgeschichtlich von Vorteil war, sich vor Spinnen zu fürchten. Wer sich vor Spinnen in Acht nahm, hatte bessere Chancen zu überleben und sich fortzupflanzen.4 Heutzutage sind die Spinnen in unseren Breitengraden ungefährlich. Objektiv gesehen macht es daher wenig Sinn, sich vor ihnen zu fürchten.3
Schlussendlich spielt das Vermeidungsverhalten eine Rolle dabei, dass Ängste bestehen bleiben. Aufgrund der dauerhaften Vermeidung, also dem Ausweichen von Spinnen, ist es unmöglich, relativierende und korrigierende Erfahrungen zu machen, welche die Angst mindern würden. Im Gegenteil: meistens weitet sich die Angst noch aus.3
Wie kann eine Spinnenphobie behandelt werden?
Die gute Nachricht ist, dass es trotz der großen Belastung wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten für die Spinnenphobie gibt. Die Behandlung der Wahl ist die sogenannte Exposition – Betroffene konfrontieren sich mit dem Objekt der Angst, also der Spinne. Im ersten Moment hört sich dies möglicherweise beängstigend und unüberwindbar an. Daher kann es sinnvoll sein, sich professionell begleiten zu lassen. Es gibt die Möglichkeit, eine Exposition in der Vorstellung (in sensu) oder in der Realität (in vivo) durchzuführen. Neuerdings werden auch Möglichkeiten zur virtuellen Exposition entwickelt. Dadurch können sich Betroffene selbständig mit einer App ihrer Spinnenphobie stellen.5
Ein Gruppentherapiekonzept gegen Spinnenphobie
In einem neuen Gruppentherapiekonzept der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit dem Walterzoo Gossau können Betroffene einer Spinnenangst oder Spinnenphobie sich ihrer Angst stellen. Dabei werden die Teilnehmer während vier Stunden durch Fachpersonen aus Biologie und besonders Psychologie eng begleitet. Zu Beginn gibt es eine Wissenseinheit zu Angst und Spinnen. Danach beginnt die eigentliche Konfrontation. Als erstes wird mit Spinnenbildern gearbeitet. Diese sollen genau betrachtet und berührt werden. Dann geht es weiter mit Spinnenhäuten und toten Spinnen, die betrachtet und angefasst werden (können), bevor schlussendlich mit lebenden Spinnen geübt wird. Jeder Teilnehmer geht so weit er das möchte. Die Fachpersonen ermutigen die Teilnehmer bei jedem Schritt, es wird aber nichts erzwungen. Der Kurs soll möglichst alltagsrelevant sein, daher findet die Konfrontation mit einheimischen Spinnen statt. In Zusammenarbeit mit diesem Programm läuft aktuell auch eine Studie der Universität Zürich, die den Einfluss von Hormonen auf die Wirksamkeit der Expositionstherapie untersucht. Dadurch soll das Therapieangebot in Zukunft noch weiter verbessert werden.
Vermeide die Vermeidung!
Betroffene von Spinnenphobie suchen oft erst nach langer Zeit des Leidens und Vermeidens Hilfe. Ob seit kurzer oder langer Zeit eine Spinnenangst besteht, die Erfahrung hat gezeigt, eine Behandlung lohnt sich! Betroffene finden dadurch einen entspannteren Umgang mit Spinnen und erlangen verlorene Freiheiten zurück. Verschiedene Programme zur Behandlung von Spinnenphobie sind dabei leicht im Internet zu finden.
„Mut ist nicht, keine Angst zu haben; Mut ist, sich seiner Angst zu stellen.“
(Verfasser:in unbekannt)
Weiterführende Informationen und Spinnenphobiekurs
Ratgeber: Galli, U., Pallich, G. & Pörtner, L. (2020). Keine Angst vor Spinnen. Der Ratgeber für Menschen mit Spinnenphobie (1. Auflage). Bern, Schweiz: Hogrefe Verlag.
Quellen
1 Falkai, P. (Hrsg.). (2015). Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen DSM-5®. Göttingen; Bern ; Wien [u.a.]: Hogrefe.
3 Galli, U., Pallich, G. & Pörtner, L. (2020). Keine Angst vor Spinnen. Der Ratgeber für Menschen mit Spinnenphobie (1. Auflage). Bern, Schweiz: Hogrefe Verlag.
5 Bandelow, B, et al. M. (Eds.): S3-Leitlinie Angststörungen. Berlin 2015: Springer.
Die Autorin: Aline Hafner, BSc
Aline Hafner absolviert gerade den Master of Science in Psychologie an der Universität Zürich. Nach ihrem Abitur an einem Kunstgymnasium war ihr klar: Kunst ist interessant, aber noch interessanter ist der Mensch und warum er ist, wie er ist. Im Rahmen ihrer Masterarbeit wirkt sie an der Studie „Hormone und Psychotherapieerfolg bei Spinnenangst“ mit. Dadurch beschäftigt Sie sich intensiv mit Angsterkrankungen und insbesondere mit der Spinnenphobie.
„Es ist begeisternd zu sehen, wie Menschen in der Expositionstherapie sich mutig ihrer Angst stellen und schnelle Erfolge verzeichnen können.“
Ich bin im Grunde meines Herzens ein Mensch, der die Welt besser machen möchte und naiv genug ist, zu glauben, dass es Menschen gibt, die hören mögen, was ich zu sagen habe. Frieden beginnt für mich in meinem Inneren. Damit, dass ich auf mich achte und darauf, was ich ausspreche. Und es ist so viel leichter, bei einem „funktionierenden“ System zu bleiben als aufzustehen und zu sagen, was und wie ich es mir wünsche. Ich habe mich fürs Aufstehen entschieden!
Erkannt habe ich folgendes: Durch Pornographie machen wir uns gegenseitig zu Objekten unserer Begierde und Bewertung. Das hinterlässt Spuren, auch in unserem Gehirn, die wir gern kleinreden, weil Pornographie allgegenwärtig ist. Und doch hat sie Einfluss darauf, wie wir uns „lieben“.
Das Finden der eigenen Schönheit
Wenn mir ein Mann heute sagt, wie schön er mich findet, kann ich das nur annehmen, weil ich diese Schönheit in mir selbst gefunden habe. Nicht mit Vergleichen mit dem Außen. Die Schönheit anderer Frauen bedeutet jetztnichtmehr die Abwesenheit meiner eigenen Schönheit. Ich kann heute den Blick eines Mannes, der mich begehrt, auf meinem nackten Körper genießen. Ich empfinde Hingabe zu meiner Vagina und seinem Penis. Ich kann ihre und seine Schönheit sehen und jeden Zentimeter wertschätzen. Ich kann den Blick in seine Augen genießen, wenn er meine Vagina küsst – das war verdammt viel Arbeit!
Ich wünsche mir, dass wir uns der Schönheit des Geschenks von hingebungsvoller Sexualität bewusst sind – einer Schönheit, die zwischen zwei Menschen immer wieder geschaffen werden kann. Die sehr viel Vertrauen, Gefühl und Worte braucht und nicht die Bilderautobahn der Pornographie im Kopf.
Die Challenge
90 Tage ohne pornographische Inhalte. Selbstliebe und Selbstannahme ohne fremde Bilder. Nur Spüren.
Das war meine Challenge. Und gespürt habe ich zunächst sehr wenig. Es war wie beim Meditieren. Du kannst nur mitreden, wenn Du es selbst erfahren hast. Und das Geschenk ist so viel größer als ich mir vorstellen konnte.
Für diesen Frieden in mir und zwischen Frauen und Männern stehe ich gern auf und teile, was ich mir für uns alle wünsche.
Ich lade Dich ein: Probiere es aus! Schreibe mir gern von Deinen Erkenntnissen oder hinterlasse einen Kommentar. Ich bin sehr gespannt, was die Challenge mit Dir macht.
Herzliche Grüße
Monika Schilling
Die Autorin: Monika Schilling, Coachin und Controllerin
Das Leben mit jedem Atemzug leben – das tue ich. Meistens jedenfalls. Manchmal bin ich ungeduldig. Und wenn ich in einer Sackgasse stecke … dann probiere ich, die Aussicht zu genießen.
Ich blicke dankbar auf über zehn Jahre Controlling-Expertise zurück. Heute bin ich selbständige Coachin. Allen Widrigkeiten zum Trotz und sehr lebendig. Meine Vision sind Organisationen und (Beziehungs-) Systeme, die uns glücklich machen. Und ich betrachte es als Geschenk – gesellschaftliche, familiäre, organisatorische, religiöse – Rahmenbedingungen immer wieder neu zu gestalten. Es sind Humor, Mut und selbstbestimmte Disziplin, die mich in meinem Tun begleiten. Und es trägt mich der liebevolle, ganzheitliche Blick auf das, was DICH staunen lässt.
Kontaktdaten und Verlinkungen:
Dipl.-Kff. Monika Eleonore Schilling DiePotentialEntfalterin Coachin aus Bochum
Jennifer Baum-Minkus startete mit umfassender Recherche in die Entwicklung, als sie sich – Ende 2017 – verändern wollte. Sie kündigte ihren guten Job und verfolgte die spontane Idee, einen Nagellack zu entwickeln, der ohne Chemie und tierische Farbpigmente auskommt.
Sie hat 18 Monate gebraucht, um die erste „Gitti“-Produktion auf den Markt zu bringen und der Erfolg sprach für sich. Innerhalb von 2 Stunden war der für 9 Monate geplante Vorrat von über 700 Fläschchen ausverkauft. Auch die Folgeproduktionen waren in kürzester Zeit vergriffen und haben dem Startup ein schnelles Wachstum ermöglicht.
Weiterentwicklung durch die Community
Vor der Marktreife gab es ein „Tasting“, zu Hause bei der Gründerin. Die Ergebnisse flossen in die Entwicklung ein, das hat sich auch bis heute nicht geändert. Anfangs waren nur die Farben gut und an allen anderen Dingen musste weitergearbeitet werden. Nun ergänzen zu 100% natürliche Nagellackentferner die Produktpalette. Die Feedbacks aus der Community sind wichtige Hinweise, die von „Gitti“ genutzt werden, um weitere Verbesserungen zu erarbeiten. Ihr Ziel ist, mit ihren vollständig natürlichen und veganen Nagelfarben die Beauty-Industrie grundlegend zu verändern.
Die Höhle der Löwen
Auf der Suche nach Unterstützung trat Jennifer Baum-Minkus mit „Gitti“ in der Höhle der Löwen an. Alle Investoren waren begeistert und machten ein Angebot, doch letzten Endes platzte der Deal, weil man sich nicht in allen Punkten einigen konnte. Dennoch hat sich der Auftritt für „Gitti“ gelohnt, denn ihre Community hat dadurch enormen Zuwachs bekommen.
Vor- und Nachteile von „Gitti“
Der Weg zu einem bewussteren Lebensstil war der Auslöser, denn für Nagellack gab es keine nachhaltige Alternative. Die Nagelfarben bestehen zu 55 % aus Wasser und sind geruchsfrei. Alternativ gibt es pflanzenbasierte Farben, die mit einer größeren Deckkraft aufwarten und langanhaltend (bei richtiger Anwendung 5 Tage), aber nicht völlig geruchsfrei sind. Bei wasserbasierten Farben sollte zudem innerhalb von zwei Stunden nach dem Auftragen der Kontakt mit heißem Wasser vermieden werden, damit die Haltbarkeit gegeben ist. Alle Nagelfarben sind 23-free, vegan und eco-friedly.
Was bedeutet „23-free“?
Für Nagellacke gibt es kein einheitliches Bewertungssystem. Häufig werden „x-free“-Claims verwendet. Die „Gitti“-Nagelfarben sind 23-free, das heißt, 23 bedenkliche Stoffe sind in den Produkten nicht enthalten. Alle verwendeten Inhaltsstoffe findest Du auf der Website. Übrigens: auch die Verpackungen sind nachhaltig.
Einige Videos zu den Themen findest Du auf Youtube und verschiedene Links haben wir Dir zusammengestellt. Falls Du Erfahrungen mit den Produkten hast, hinterlasse uns gern einen Kommentar.