Endometriose: Betroffene fordern Anerkennung und Bekanntheit!

Endometriose: Betroffene fordern Anerkennung und Bekanntheit!

Nur auf diesem Weg kann die schmerzhafte Frauenkrankheit Endometriose in die Mitte der Gesellschaft getragen werden – und das ist zwingend notwendig. Das gesellschaftliche Unverständnis gegenüber Betroffenen ist aufgrund der geringen Aufklärung zwar objektiv nachvollziehbar, aber für die Erkrankten ist es ein ständiger Kampf gegen Vorverurteilungen. Der Druck, unter dem sie stehen, ist kaum auszuhalten und dann kommt noch ein schwer zu greifendes Krankheitsbild dazu. Das verdeutlichen die Zahlen: von den ersten Beschwerden bis zur Diagnose dauert es im Schnitt ca. 7 – 10 Jahre (!!!).

In diesem Zeitraum verschlimmern sich die Schmerzen, die als normale Regelschmerzen abgetan werden, obwohl die Betroffenen an diesen Tagen nicht in der Lage sind, ihren Alltag halbwegs normal zu gestalten.

Aufklärung ist also dringend erforderlich:

  • … damit sich Endeometriosebetroffene und Angehörige einen langen Leidensweg auf der Suche nach den richtigen Ärzten und Therapien ersparen können.
  • … damit Betroffene NICHT mehr dem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind und aufgefordert werden, doch bitte endlich eine Schmerztablette zu nehmen und dann so zu funktionieren, wie alle anderen Frauen auch.
  • … damit Endometriose Patientinnen umfangreiche und zielführende Beratung, Behandlung und Therapie zugute kommen, die das Leiden lindern. Denn eine Heilung gibt es nicht!
  • … damit ein Verständnis in der Gesellschaft für die Erkrankung und Schmerzen der Betroffenen entstehen kann.
  • … damit Ärzten und Therapeuten passende Weiterbildungen angeboten werden.

Was ist Endometriose?

Endometriose bleibt oft unerkannt, dabei ist es die häufigste gynäkologische Erkrankung der Frau im gebärfähigen Alter. Die individuell auftretenden Beschwerden und Schmerzen machen eine Diagnose meist schwierig. Bei Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist, außerhalb der Gebärmutter und löst an vielen Stellen im Körper äußerst schmerzhafte Entzündungen, Verklebungen oder Verwachsungen aus.

Das tückische an dieser Krankheit ist, dass die Beschwerden an verschiedenen Körperstellen auftreten können, je nachdem wo sich die Zellen festgesetzt haben. Häufig geschieht das im Beckenbereich oder am Bauchfell, doch auch in den Muskeln oder im Gehirn können sich Endometrioseherde befinden. Das Gewebe unterliegt den zyklischen, hormonellen Veränderungen, ähnlich der weiblichen Periode. Dadurch verändern sich die Symptome, was die Diagnose zusätzlich erschwert.

Das Gewebe kann schwere Schädigungen an Organen verursachen und oft ist eine Operation notwendig, um einen Endometrioseherd zu entfernen. Doch zusätzlich sollte eine wirkungsvolle Begleitung mit Medikamenten, einer guten Ernährung und einer Physiotherapie bzw. körperlicher Bewegung erfolgen.

Die Symptome: sehr individuell und schmerzhaft

Durch die unterschiedlichen Symptomatiken ist das Krankheitsbild schlecht greifbar und eine bildgebenden Diagnostik allein gibt in der Regel keine Hinweise auf eine Endometrioseerkrankung. Anzeichen für Dich können u. a. sein:

  • starke Regelschmerzen (auch schon an den Tagen vorher)
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • undefinierte Schmerzen, auch außerhalb der Periode

Lange Suche nach einer Diagnose

Frau Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner, Leiterin des Endometriosezentrums der Charité Berlin führt im Film „Endo gut alles gut“ Ergebnisse von Studien an, dass etwa 60 % der später diagnostizierten Endometriose-Erkankungen bei Menschen aufgetreten sind, die ihren Beschwerdebeginn bereits vor dem 20. Lebensjahr hatten.

Da die Symptome so unterschiedlich und individuell sein können, sind Weiterbildungen gefragt, die Medizinern ermöglichen, ihren Patienten schneller zu helfen. Zum Beispiel hat sich Nicole Talbot, eine niedergelassene Gynäkologin, auf Endometriose spezialisiert und bietet eine separate Endo-Sprechstunde an. Ihrer Erfahrung nach, brauchen diese Gespräche wesentlich mehr Zeit, da viele Patientinnen mittlerweile ihr Vertrauen in die Ärzte verloren haben.

Betroffene müssen immer wieder erleben, dass ihnen nicht geglaubt wird, sie angeblich übertreiben oder sich wegen „normaler“ Regelschmerzen anstellen. Trotz diverser Arztwechsel erleben sie immer wieder ähnliches. Das Infragestellen der Glaubwürdigkeit, weitere Fehldiagnosen bzw. -behandlungen, wachsende Schmerzen und das Ausbleiben einer Verbesserung bringen die Frauen an ihre Grenzen. Nicole Talbot nimmt sich Zeit und beginnt in der Endo-Sprechstunde mit dem Vertrauensaufbau, vermittelt Wissen und bespricht mit den Patientinnen den Schmerzkalender. Doch das zeitliche Engagement wird seitens der Krankenkasse nicht bezahlt, die Kosten bleiben an den Patientinnen hängen.

Vielleicht ist das auch eine Auswirkung, warum Mediziner die am häufigsten auftretende Krankheit von Frauen im gebärfähigen Alter nicht im Blick haben. Deshalb lohnt es sich, in die Liste von zertifizierten Endometriosezentren zu schauen, um fachkundige Hilfe zu erhalten.

Ein Mutmacherfilm für Endometriosebetroffene

Empfehlen können wir den Dokumentarfilm von Nadine Grotjahn „Endo gut, alles gut – ein Mutmacherfilm über Endometriose“. Sie ist persönlich betroffen und hat sich zur Aufgabe gemacht, das Krankheitsbild vom Rand in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. In dem privat finanzierten Film kommen Betroffene zu Wort und es wird viel Wissenswertes über die Möglichkeiten für Endometriosepatientinnen vermittelt. Auch für Angehörige ist der Film absolut sehenswert, gibt er doch einen guten Ein- und Überblick.

Auf ihrem Instagram-Account informiert Nadine Grotjahn aktuell über neue Erkenntnisse, Wissenswertes und Hilfsangebote. Sie sagt, dass es wichtig ist, aufmerksam sein und kritische Fragen zu stellen, denn auch in Fachkreisen fehlt es noch an Weiterbildungen und Erfahrungen.

Was können Endometiosebetroffene tun?

Wir haben für Dich einige gute und wichtige Informationen zusammengetragen.

Viel Wissenswertes gibt es auf der Website endometriose.app

Zudem kannst Du Dich auf die Warteliste für die Endometriose-App setzen lassen. Dort bekommst Du Anleitungen und Übungen zu Selbstmanagement und Selbstfürsorge, dazu gibt es noch weitere Infos und eine Tagebuchfunktion.

Hier findest Du zertifizierte Endometriosezentren

Österreichische Endometriosevereinigung 

Nadine Grotjahn auf Instagram: https://www.instagram.com/endogutallesgut_das_original/

Weitergehende Artikel und Beiträge, die Dich interessieren könnten:

Dokumentarfilm „Endo gut, alles gut – ein Mutmacherfilm über Endometriose“ auf Youtube. (Achtung: Hier stehen keine Kontaktdaten. Kontakt zu Nadine kannst Du einfach über den Instagram-Account aufnehmen.)

ZDF Mediathek, Beitrag: Leben mit Endometriose (8 Min., verfügbar bis 30.09.2023)

WDR Nachrichten, Beitrag: Endometriose – die große Unbekannte – ein Interview mit Jennifer Becker (4:05 Min., verfügbar bis 25.03.2023)

Planet Wissen: Menstruation und Endometriose (4:23 Min., verfügbar bis 09.09.2026)

ADHS – Aufklärung tut immer noch not!

ADHS – Aufklärung tut immer noch not!

Die häufig auftretende, psychische Auffälligkeit der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird meist Kindern und Jugendlichen zugesprochen, die sehr unruhig und zappelig sind – oft sogar auch ohne ärztliche Diagnose.

Weltweit sind etwa 6% der Kinder und Jugendlichen betroffen, bei den Erwachsenen sind es etwa 2,5%. In den letzten Jahren hat sich schon einiges getan, um Falschdiagnosen zu verhindern, doch Aufklärung ist weiterhin notwendig.

Nur so lassen sich Vorurteile ausräumen und die Bereitschaft erzeugen, tägliche Abläufe – auch im Berufsleben – auf das Krankheitsbild abzustimmen. Den Betroffenen kann eine große Last abgenommen und das stetige Anecken verringert werden. Zudem unterstützt ein erweitertes Schulungsangebot für Lehrer:innen und Betreuer:innen, die Kinder und Jugendlichen gut in ihrer Situation aufzufangen.

Du interessierst Dich für diese Krankheit? Wir haben für Dich einige Links mit weiteren Informationen zum Thema ADHS zusammengestellt:

https://www.adhs.info/

https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/das-solltest-du-ueber-adhs-wissen/

https://www.netdoktor.de/krankheiten/adhs/

https://www.adhs-ratgeber.com/

https://www.zentrales-adhs-netz.de/regionale-netze/

https://www.klinik-friedenweiler.de/methoden/online-selbsttests/adhs-selbsttest/

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/kindergesundheit/aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.html

https://www.adhs-deutschland.de/Home.aspx

Kann ich mit schwachem Beckenboden Sport treiben?

Kann ich mit schwachem Beckenboden Sport treiben?

Geburten, Übergewicht, schweres Tragen und auch Sport mit vielen Sprungbewegungen lassen den Beckenboden leiden. Du musst häufiger „Piesel”-Stopps einlegen, ab und an (oder regelmäßig) passieren Dir trotzdem „Unfälle“. Einige Warnsignale, die auf einen geschwächten Beckenboden deuten, werden aber nicht wahrgenommen: Zum Beispiel, wenn Du Dich beim Sex nicht mehr so fühlst wie früher und Deine Orgasmen wesentlich schwächer oder nicht mehr spürbar sind. Auch wiederkehrende Hüft- oder Rückenschmerzen können ein Hinweis auf einen schwachen Beckenboden sein.

Zum Glück ist der Beckenboden ein Muskel. Das heißt, Du kannst ihn trainieren, wie jeden anderen Muskel. Ideal für die Beckenboden-Fitness ist, wenn man einen Beckenbodentrainer (wie z. B. Elvie) mit einem gezielten Krafttraining kombiniert.

„Aber mein Arzt sagt, Krafttraining ist schlecht für meinen Beckenboden!“

Beim Stichwort „Krafttraining“ schrillen bei vielen Frauen (und leider auch Ärzt:innen) die Alarmglocken. Es hält sich der Mythos, dass Frauen mit Beckenbodenproblemen bloß kein Krafttraining machen sollen, um den Beckenboden nicht noch weiter zu schädigen. Das ist schade, denn Krafttraining ist nicht gleich Krafttraining!

Dauerhaftes Herumspringen (z. B. beim Crossfit oder auf dem Trampolin) kann den Beckenboden tatsächlich weiter schwächen. Auch beim plötzlichen Hochreißen schwerer Gewichte solltest Du aufpassen.

Stärke Deine Mitte

Krafttraining an einem Gerät kann, eine korrekte Ausführung ist die Voraussetzung, Harndrang, Inkontinenz und Schlimmerem vorbeugen. Denn eine Stärkung der Core-Muskeln, also aller Muskeln der Körpermitte zwischen Zwerchfell und Hüfte, führt automatisch zu einer leistungsfähigeren Beckenbodenmuskulatur. Vor allem ein Training der tieferliegenden Bauchmuskeln hilft dem Beckenboden.

Manuela Dziabel, Mastertrainerin bei fit20 Deutschland, empfiehlt: „Ideal für die Kräftigung des Beckenbodens ist ein hochintensives Krafttraining. Hochintensiv heißt in diesem Fall, dass man mit einem hohen Gewicht an einem Gerät trainiert, aber ganz langsam, quasi in Zeitlupe, mit wenigen Wiederholungen. Das Gewicht wird natürlich individuell an die Kund:innen angepasst. Der Körper soll herausgefordert, aber nicht geschwächt werden. Ruckartige Bewegungen sind ausgeschlossen und der Beckenboden wird geschützt. Durch die besondere Trainingsform beim hochintensiven Krafttraining werden die Core-Muskulatur  und der Beckenboden bei den meisten Geräten automatisch mittrainiert. Das hilft besonders den Menschen, die nicht genau wissen, was sie wann und wie anspannen müssen, um ihren Beckenboden zu stärken.“

Um schädigende Ausweichbewegungen zu vermeiden, solltest Du nach Möglichkeit mit geschulten Personal-Trainer:innen arbeiten. Die kennen sich sehr gut aus und wissen genau, wann sie Dich korrigieren und wann sie Dich anfeuern müssen, damit Du Dein Ziel erreichst.“

Anspannen, atmen – wie geht das jetzt?

Die Übungen müssen korrekt ausgeführt und die Atmung richtig mit der Anspannung/Entspannung des Beckenbodens kombiniert werden. Es darf nicht das Gefühl entstehen, dass die Belastung durch das Gewicht „nach unten durchgereicht“ wird. Es gilt also, den Druckaufbau und das nach-unten-pressen zu vermeiden.

Den Beckenboden stärkst Du vor allem in der Bauchpresse und in der Abduktions- und Adduktionsmaschine. Spanne unbedingt den Beckenboden in der Belastungsphase der Übung an, um den Trainingseffekt zu verstärken und den Beckenboden zu schützen. 

Wenn Du den Beckenboden noch nicht gezielt anspannen kannst, hilft es, bereits vor dem Start des Sportprogramms eine Weile mit einem Beckenbodentrainer zu arbeiten. Er veranschaulicht Dir per App, wie Du Deinen Beckenboden gezielt aktivieren kannst.

Lasse zwischen dem Krafttraining und dem Beckenbodentraining per Gerät/App jeweils ein paar Tage Pause, damit sich Dein Beckenboden erholen kann.

Mehr Lebensqualität und andere Effekte

Das Training zahlt sich aus: Du verspürst mehr Energie, vieles im Alltag (Schweres tragen, Treppen steigen) fällt Dir leichter und die „Piesel“-Stopps verringern sich. Ein schöner Nebeneffekt des Krafttrainings ist, dass die Figur geformt und gestrafft wird. Gerade bei einem hochintensiven Krafttraining gehen die positiven Effekte noch darüber hinaus: Durch die Kräftigung wird der Stoffwechsel angeregt und der Grundumsatz steigt. Das heißt, Du verbrennst sogar dann mehr Kalorien, wenn Du „nur“ auf der Couch liegst.

Lass Dich also nicht vom Krafttraining abschrecken, aber wähle Deine Trainingsmethode mit Bedacht. Wenn Du den Beckenbodenmuskel noch nicht gut spüren kannst, bereite das Training mindestens ein paar Monate mit einem Beckenbodentrainer per App vor, damit Du bei den Übungen an den Geräten gezielt anspannen und entspannen kannst.

Ein Testimonial

Ich bin eigentlich wegen starker Rückenschmerzen mit dem Krafttraining gestartet. Dass ich inzwischen, mit Mitte 50, heftige Probleme mit dem Beckenboden hatte, habe ich dort gar nicht erwähnt. Ich dachte, das tut ja nichts zur Sache. Es schränkte mich aber sogar bei der Arbeit ein. Ich bin beruflich viel unterwegs. Immer musste ich vorher auskundschaften: „Gibt es dort ein WC? Wie lang ist die Strecke dahin? Muss ich einen Zwischenstopp einplanen?“ Trotzdem ist es mehrfach in der Woche zu „Unfällen“ gekommen. Nach einem halben Jahr Krafttraining waren meine Rückenschmerzen verschwunden, deshalb bin ich dabeigeblieben. Nach einem Dreivierteljahr fiel mir auf einmal auf, dass ich schon seit Wochen keinen „Unfall“ mehr gehabt hatte und auch keine Zwischenstopps einlegen musste. Ich fühle mich jetzt viel wohler.

Sarah, fit20 Kundin (Name von der Redaktion geändert)

Die Autorin: Nina Weber – Personal Trainerin, Texterin, Schreibcoach und Buchberaterin

Nina Weber ist Personal Trainerin, Texterin, Schreibcoach und Buchberaterin. Sie hilft Dir, Deine Gedanken schnell und überzeugend in Texte zu packen. Ihre Spezialität ist das Journaling, geführte Schreibsessions, um beruflich und persönlich voranzukommen.

Wenn Du gern schreibst und Dir nie Zeit dafür nimmst, komm ins gemeinsame Online-Journaling und erfahre mehr!

Kontakt über die Website: www.ninakatharinaweber.de

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Mehrwert Mietkleidung: Shopping war gestern

Mehrwert Mietkleidung: Shopping war gestern

[Ein Erfahrungsbericht und damit auch unbezahlte Werbung]

„Mietkleidung … ist das Dein Ernst?“ „Ja!“, sage ich, „macht mein Leben leichter und ist nachhaltiger.“ Ein kritischer Blick von der Seite lässt mich weiter ausholen: „Ich gehe nicht gern einkaufen und wenn doch, lande ich eh immer bei den gleichen Farben und Schnitten. Mit der Mietkleidung kann ich mich neu sehen und einkleiden, habe Abwechslung im Schrank, bin bei neuen Farbtrends flexibel, habe Designerstücke und fair produzierte Kleidung.“

Ich war nicht überrascht, denn ich habe ähnlich reagiert, als ich das Gespräch, noch als „Unwissende“, mit einer Kollegin geführt habe. Doch das Konzept des 2018 gegründeten Unternehmens FAIRNICA hat mich überzeugt.

Das Konzept der Mietkleidung

FAIRNICA hat zwischen 5 – 8 Designer-Bekleidungsstücke in sogenannten „Kapseln“ zusammengestellt, die auf monatlicher Basis vermietet werden. Insgesamt haben sie unterschiedliche Kapseln in verschiedenen Größen zur Auswahl. Der Begriff kommt aus der „Capsule Wardrobe“ Bewegung und bedeutet, dass die Garderobe aus wenigen Kleidungsstücken besteht, die aber alle untereinander kombinierbar sind.

Aus einer Kapsel lassen sich bis etwa 30 Outfits kreieren, doch dazu sollte man „die Basics“ bereits im Schrank haben. Mit einer blauen und einer schwarzen Jeans, einem schwarzen und einem weißen T-Shirt lassen sich viele unterschiedliche Stile zusammenstellen, doch auch mit den anderen Kleidungsstücken kann fleißig kombiniert werden.

Vermeiden von Fehlkäufen

Meine Testphase ist sehr spannend verlaufen und für mich liegen die Vorteile auf der Hand.

  • keine Fehlkäufe
  • andere Farben kombinieren
  • neue Lieblingsstücke
  • überraschende Kombinationen
  • für Übergangsphasen wunderbar geeignet

Die Abwicklung ist einfach und niederschwellig. Das mitgelieferte Waschmittel ist auch für Allergiker geeignet und ich habe es auch schon für meine „normale“ Wäsche bestellt.

Mein Fazit: Die Idee ist super und es lohnt sich, das Konzept auszuprobieren – im Sinne der Nachhaltigkeit und auch, um mal über den eigenen „Kleiderrand“ zu schauen.

Falls Du interessiert bist, mehr darüber zu erfahren, kannst Du bei Fairnica GmbH selbst nachschauen.

Einen Hinweis noch:

Ähnliche Mietmodelle gibt es auch von anderen Anbietern.

Wie siehst Du das? Hast Du schon Erfahrungen gesammelt? Hinterlasse uns doch einen Kommentar.

Die Ich-Vermesser

Die Ich-Vermesser

Selbstoptimierung um jeden Preis?

Mit Dir selbst im Einklang sein und Dich in Deinem Körper wohlfühlen. Umgang mit übertriebenen Erwartungen und ständigem Frust. In Deinem Bereich das Optimum erreichen und weiterhin Perfektion anstreben. Das alles sind Gründe und Ansätze, mit denen Menschen versuchen, ihre Sucht nach einem optimalen Leben zu befriedigen.

Aber: bin ich nicht gut, wie ich bin? Muss es immer weiter, höher und schneller sein? Was ist ein optimaler Tag, optimales Essen oder die optimale Leistungsfähigkeit? Und ist es für meinen Körper wichtig bzw. richtig und gesund, diesen Status zu erreichen? Oder schade ich ihm damit?

Viele Fragen, die jeder Mensch für sich beantworten muss.

Die Filme-Macherinnen Uta Meyer-Boblan und Heike Dickebohm begleiten in ihrer ZDF-Doku 37 Grad „Die Ich-Vermesser – Selbstoptimierung um jeden Preis“ drei Menschen und ihre Optimierungsversuche.

Wir leben im „Zeitalter der Selbstoptimierung“ – sagen Trendforscher – und meinen eine Bewegung, die längst in unserer Gesellschaft Fuß gefasst hat. Ein Drittel der Bevölkerung folgt dem Trend. Sie haben sich auf den Weg gemacht, sich selbst zu optimieren.

Die ZDF-Doku stellt drei Menschen vor, die ihr Selbst, ihren Alltag und ihr Leben auf unterschiedliche Art und Weise verbessert haben.

Sophia Thiel (26) ist Fitness-Influencerin, nahm 30 kg ab und entdeckte das Bodybuilding für sich. Sie war ein Social Media Star und verschwand plötzlich aus allen Medien. Sie erzählt, was ihr passiert ist, warum der Rückzug für sie wichtig war und wie sie heute mit dem sozialen Druck umgeht.

Bild: Sophia vorher (li) und nachher (re)

Andreas Breitfeld (46) ist ein Hacker – genauer gesagt ein „Biohacker“. Sein Leben wird von technischen Hilfsmitteln gesteuert, sie bestimmen seinen Tagesablauf und kontrollieren fortlaufend seine Vitalwerte. Warum ihn diese Art der Selbstoptimierung nach einem Burnout rettete, beschreibt er in der Doku.

Bild: Andreas bei seiner Morgenroutine

Karina Löckener (31) und Philip Wrozyna (32) haben sich von materiellen Dingen in ihrem Leben getrennt und wollen in Zukunft in ihrem Bulli leben. Schrittweise verändern die beiden Rohveganer ihr Verhalten. Sie essen ausschließlich rohe Lebensmittel und verzichten auf tierische Produkte, Öl und Gewürze. Kühlschrank und Herd brauchen sie nicht mehr. Sie erklären, wieso die Selbstoptimierung ihr Weg ist, um zu sich zurückzufinden und ein Leben in der Natur zu führen.

Bild: Karina beim Brennesselbaden

Das Fazit der Filme-Macherinnen

„Und so sehr sich die Wege unserer Protagonisten unterscheiden, haben sie doch einiges gemeinsam: Diese Menschen suchen ihr Glück in der Optimierung. Eigentlich würden wir den Weg unserer Protagonisten nun gerne weiterverfolgen: Schafft Sophia es auch in Zukunft auf sich und ihre mentale Gesundheit Acht zu geben? Bringt Andreas das Biohacking groß raus und wachen wir vielleicht alle irgendwann mit seiner Rotlichtroutine auf? Und: Wo geht die Reise von Karina und Philip mit ihrem Bus hin?“ (Quelle des Zitats: Begleittext zum Beitrag in der ZDF-Mediathek, 37 Grad – Die Ich-Vermesser)

Der frauengesundheit.life Redaktion hat der Beitrag sehr gut gefallen, weil er so viele Perspektiven aufzeigt, aber die Ziele und Vorgehensweisen immer wieder kritisch hinterfragt.

Gehörst Du auch zu den Ich-Vermessern oder Selbstoptimieren? Welchen Weg hast Du für Dich gefunden? Magst Du uns in den Kommentaren davon erzählen? Vielleicht können wir aus Deinen Erfahrungen, Entscheidungen und Problemen lernen und uns noch tiefer in dieses spannende Thema einarbeiten.

Wir haben Dir noch ein paar weitergehende Informationen zusammengestellt:

Vollständiger Beitrag aus der ZDF-Reihe „37 Grad“

Video verfügbar bis 19.04.2027

Mit unserem Beitrag „Embrace – Du bist schön“ haben wir uns bereits mit dem Thema auseinandergesetzt.

Selbstoptimierung

ARD MediathekEchter Leben – Selbstoptimierung: Bin ich gut, so wie ich bin?

Das ÄrzteblattSelbstoptimierung: Weniger ist manchmal mehr

karrierebibel.deSelbstoptimierung: Ist gut nicht mehr gut genug?

Biohacking

Bayrischer Rundfunk Biohacking – die Optimierung von Körper und Geist

GEOBiohacking: Was hinter dem System der Selbstoptimierung steckt

RNDBiohacking: Im Bann der eigenen Werteermittlung

Rohveganer

Bevegt – Rezension “Rohvegan – Mein 4-Wochen-Selbstversuch” von Claudia Renner

UtopiaRoh und vegan: Darauf musst du bei dieser Ernährungsform achten

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