Kuhaltersheim Hof Butenland

Kuhaltersheim Hof Butenland

38 Rinder leben bei Karin Mück und Jan Gerdes auf dem Hof Butenland. Die beiden haben im Jahr 2001 ihren „Lebenshof für Rinder“ gegründet.

Das Tierschutzprojekt ist auf dem Hof von Jan Gerdes angesiedelt. Jetzt genießen ehemalige Hochleistungskühe, die in ihrem Leben bereits über 100.000 Liter Milch gegeben haben, ihren Lebensabend.

Mittlerweile leben über 100 Tiere unterschiedlichster Spezies auf den Weiden und in den Ställen zusammen, viele davon sind dem Schlachthof nur knapp entkommen. Ole ist ein junger Ochse, der von Hand aufgezogen und dann beim Zirkus gelandet ist. Die meiste Zeit seines Lebens wurde allein gehalten, ohne den Schutz einer Herde – er kannte keine Artgenossen. Nach der Ankunft auf Hof Butenland musste er sich in die große Herde eingliedern und lernen, sich wie ein echter Ochse zu verhalten. Dank der liebevollen Unterstützung von Karin und Jan ist ihm das gelungen. Heute genießt er sein Leben.

Jan Gerdes haderte mit seinem Gewissen und ist nach einem Burnout aus der Viehwirtschaft ausgestiegen. Für 12 Kühe der fehlte der Platz auf dem Tiertransporter. Er entschied sich mit seiner Partnerin Karin, die Tiere auf dem Hof zu behalten – das war der Startpunkt von Hof Butenland. Jetzt dürfen seine Tiere so sein, wie sie sind: intelligente, fühlende und liebenswerte Wesen, die ihren Instinkten folgen, sich frei und selbstbestimmt bewegen. Dank Jan und Karin ist dabei eine Tier-Mensch-Beziehung mit einem respektvollen Umgang entstanden.

Übrigens: auf dem Hof genießen neben den Rindern auch Pferde, Schweine, Hunde, Katzen und allerlei Federvieh ihre Freiheit und ihr Leben.

Weitere Links

die nordstory – Tierretter in der Wesermarsch (Verfügbar bis 17.12.2022)

Tierschutzstiftung Hof Butenland

YouTube, WDR: Hof Butenland – Das Kuhparadies (Tiere suchen ein Zuhause)

Deutsche Welle: Ein Altersheim für Kühe (vom 20.10.2021) 

Hof Butenland – Der Film 

Unser Jahr 2021 – ein kleiner Rückblick

Unser Jahr 2021 – ein kleiner Rückblick

Dieses Jahr war doch irgendwie anders als erwartet: Corona war sehr präsent und ich denke, es ist eine gute Idee, mal eine kleine Reise durch unsere diesjährigen Themenschwerpunkte anzutreten – und ich stelle fest, es war ziemlich bunt. Wie Du weißt, haben wir uns Tabuthemen auf die Fahne geschrieben, doch auch „normale“ Themen haben uns begleitet.

Von der Ernährung über gute 30 Jahre Lebenszeit, die zwischen 30 und 60 oder von 60 bis 90 Jahren liegen können bis zur Verhinderung der Veröffentlichung von künstlerischen Akten in den sozialen Medien und den Steinen, die nicht nur uns in den Weg gelegt werden.

Tabus und andere Themen

Häufig haben wir unsere Beiträge gesundheitlichen (Tabu-)Themen gewidmet. Wir haben über inkontinente junge Sportlerinnen geschrieben und haben praktische Tipps zur Verbesserung veröffentlicht.

Auch zur Sexualität gab es einiges zu berichten. Andrea Hitzke hat uns Einblicke in die Hilfe und Beratung von Sexarbeiter:innen gegeben und wir haben erfahren, wie sich Pornographie auf unsere Beziehungen auswirkt. Wir haben über Vulva und Vagina berichtet, die Intimpflege forciert und den Vulva-Kalender 2022 vorgestellt.

Wir haben gesellschaftliche Themen wie die Loverboy-MethodeHilfsangebote für die Opfer von Menschenhandel, den Kirchenskandal angeschaut und uns die Abgründe des Internets verdeutlicht. Vom Online-Bestellbetrug über Cyber Grooming, womit die Anbahnung sexueller Übergriffe gemeint ist. Welche Kindheit haben Jugendliche, die ihre Eltern pflegen, woher kommt das Bild der Frau als schwaches Geschlecht und wie steht es um die ethische Diskussion zum Thema „Human Enhancement?

Gesundheit

Einer unserer Schwerpunkte ist die Gesundheit – und darüber gab es viel zu schreiben. Von Impulsen für ein angstfreies Leben über die Gefährlichkeit einer medizinischen Gleichbehandlung, den erstaunlichen Vorteilen eines Sehtrainings und Sport in der Schwangerschaft.

Wir haben uns angeschaut, warum wir morgens um 3 Uhr aufwachen und nicht mehr einschlafen können; was bei einer Gebärmuttersenkung helfen kann und haben einen Mann getroffen, der einen Beckenbodentrainer für Frauen getestet hat.

Und Trends gab es auch noch. Von Hula Hoop über den Achtsamkeitshype, eine sichere Heimfahrt mit dem Jugendtaxi und bis zu der Frage, warum Frauen für gleiche Dinge mehr bezahlen müssen haben wir berichtet.

Bunt und voller Vielfalt

Während ich das Jahr Revue passieren lasse, fällt mir auf, wie viele Facetten das Leben hat und wie sich diese Vielfalt immer wieder zeigt. Oft fällt es mir schwer, mich dem Fokus der Nachrichten zu entziehen, doch es gibt so viele interessante, spannende, bereichernde und wissenswerte Dinge zu erfahren.

Lass Deine Tage immer schön bunt sein und starte nach einer entspannten und friedlichen Weihnachtszeit in ein wunderbares neues Jahr 2022.

Alles Gute für Dich und Deine Lieben!

Hier geht es zu den Filmen auf unserem YouTube-Kanal

Human Enhancement – Wie weit wollen wir gehen?

Human Enhancement – Wie weit wollen wir gehen?

Mit dem englischen Begriff ‚Human Enhancement‘ werden Eingriffe in den gesunden menschlichen Körper bezeichnet mit dem Ziel, eine Verbesserung oder Erweiterung der physischen und psychischen Leistungen zu erreichen. Durch biotechnologische Anwendungen kann der Mensch die Grenzen seiner natürlichen Leistungsfähigkeit überschreiten.

Unfassbare Möglichkeiten

Durch den exponentiellen Fortschritt dieser biomedizinischen Anwendungen ist in den vergangenen Jahren unfassbar viel möglich geworden. „Unfassbar“ ist hier im wahrsten Sinne des Wortes gemeint: Die Vielfalt der Entwicklungen und die daraus entstehende Komplexität sind für die meisten Menschen in ihrem Lebensalltag nicht mehr überschaubar. Welche kulturellen Auswirkungen hat es aber, wenn es normal wird, Eingriffe in den gesunden Körper vorzunehmen, die rein der Leistungssteigerung dienen?

„Die Gewinner zukünftiger Kriege werden nicht diejenigen mit der fortschrittlichsten Technologie sein, sondern diejenigen, die in der Lage sind, die einzigartigen Fähigkeiten von Mensch und Maschine am effektivsten zu integrieren“, liest man beim Planungsamt der Bundeswehr zu einer Studie, die im Dezember 2020 veröffentlicht wurde.

Quelle: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/weitere-bmvg-dienststellen/planungsamt-der-bundeswehr-/human-augmentation-verbindung-mensch-maschine-planungsamt-5016384

Von der Wiederherstellung zur Verbesserung

Forschung und Entwicklung werden häufig durch militärische Interessen vorangetrieben. Beim Human Enhancement kommen biomedizinische Entwicklungen hinzu, die ursprünglich auf die Wiederherstellung der Gesundheit oder den Ausgleich von Versehrten gerichtet war, wie beispielsweise Prothesen oder Implantate, die das Hörvermögen künstlich wiederherstellen können.

Doch wie bei jedem Produkt werden auch diese Technologien den Weg in weitere Anwendungsfelder finden, wenn es einen Markt dafür gibt – und den gibt es. Spätestens dann wird es einen breiten gesellschaftlichen Diskurs darüber geben müssen, wie weit wir gehen wollen und welche soziologischen Konsequenzen aus jedem einzelnen Schritt entstehen können.

Ethische Debatte

Werden womöglich Erwartungen an die Individuen einer Gesellschaft gestellt, den eigenen Körper technisch oder biochemisch zu optimieren? Wie sichern wir die freie Wahl jedes einzelnen, den eigenen Körper naturbelassen zu belassen, auch wenn das womöglich medizinisch zu höheren Kosten führt, Nachteile im Berufsleben und weiteren Lebensbereichen bringt?

Wenn es erst gesellschaftliche Zwänge für Individuen gibt, sich dem Human Enhancement zu unterwerfen, ist es zu spät für eine ethische Debatte. Diese sollte genau jetzt geführt werden. Dafür braucht es jedoch eine gut aufgeklärte Gesellschaft. Denn nur so kann der politische Druck auf Entscheidungsträger:innen erhöht werden, Stellung zu beziehen.

Diskussion nur in Fachkreisen

In Fachkreisen – gerade auch in philosophischer Ethik – werden diese Diskussionen schon lange geführt. Nur werden sie von der Allgemeinheit kaum wahrgenommen und spielen in der öffentlichen politischen Debatte keine Rolle. Was auch nicht verwunderlich ist, wenn man den Wissensstand in Bezug auf Digitalisierung in Deutschland betrachtet oder das Verhältnis zwischen Wissenschaft und politischen Gremien im Allgemeinen.

Fazit

Wie gelingt es, die Tragweite der Folgen der jetzt schon vorhanden und absehbar kommenden technologischen Entwicklungen zu verstehen? Das wird jedenfalls eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle angeht. Neben der Frage: „Wie stoppen wir die Klimakatastrophe?“ ist dies wohl eine der bedeutendsten Fragen, die die Zukunft der Menschheit betrifft. Was braucht es, dass wir als Menschheit gemeinsam die Zukunft zum höchsten Wohle Aller gestalten?


Die Autorin: Katja Kohlstedt, Vorstandsmitglied der visibleRuhr eG

Katja Kohlstedt, Vorstandsmitglied der visibleRuhr eG, ist Philosophin der Digitalen Transformation. Mit Einzug des ersten Computers im Haushalt 1985 beschäftigt sich Katja Kohlstedt mit den gesellschaftsrelevanten Auswirkungen durch Digitalisierung und technologischem Fortschritt. Zu der Bewegung des Transhumanismus forscht sie seit Anfang 2016 und identifiziert verschiedene Strömungen sowie deren zugrundeliegenden philosophischen Menschen- und Weltbilder. Sie teilt ihr Wissen als freie Autorin und Beraterin. Beim nächsten Digital Valley der visibleRuhr eG am 25.11.2021 kannst Du sie in Dortmund persönlich treffen:

Kontaktdaten und Verlinkungen:

visibleRuhr eG
Martin-Schmeißer-Weg 10
44227 Dortmund
Website visibleRuhr eG
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Gitti, der vegane Nagellack auf Wasserbasis

Gitti, der vegane Nagellack auf Wasserbasis

Jennifer Baum-Minkus startete mit umfassender Recherche in die Entwicklung, als sie sich – Ende 2017 – verändern wollte. Sie kündigte ihren guten Job und verfolgte die spontane Idee, einen Nagellack zu entwickeln, der ohne Chemie und tierische Farbpigmente auskommt.

Sie hat 18 Monate gebraucht, um die erste „Gitti“-Produktion auf den Markt zu bringen und der Erfolg sprach für sich. Innerhalb von 2 Stunden war der für 9 Monate geplante Vorrat von über 700 Fläschchen ausverkauft. Auch die Folgeproduktionen waren in kürzester Zeit vergriffen und haben dem Startup ein schnelles Wachstum ermöglicht.

Weiterentwicklung durch die Community

Vor der Marktreife gab es ein „Tasting“, zu Hause bei der Gründerin. Die Ergebnisse flossen in die Entwicklung ein, das hat sich auch bis heute nicht geändert. Anfangs waren nur die Farben gut und an allen anderen Dingen musste weitergearbeitet werden. Nun ergänzen zu 100% natürliche Nagellackentferner die Produktpalette. Die Feedbacks aus der Community sind wichtige Hinweise, die von „Gitti“ genutzt werden, um weitere Verbesserungen zu erarbeiten. Ihr Ziel ist, mit ihren vollständig natürlichen und veganen Nagelfarben die Beauty-Industrie grundlegend zu verändern.

Die Höhle der Löwen

Auf der Suche nach Unterstützung trat Jennifer Baum-Minkus mit „Gitti“ in der Höhle der Löwen an. Alle Investoren waren begeistert und machten ein Angebot, doch letzten Endes platzte der Deal, weil man sich nicht in allen Punkten einigen konnte. Dennoch hat sich der Auftritt für „Gitti“ gelohnt, denn ihre Community hat dadurch enormen Zuwachs bekommen.

Vor- und Nachteile von „Gitti“

Der Weg zu einem bewussteren Lebensstil war der Auslöser, denn für Nagellack gab es keine nachhaltige Alternative. Die Nagelfarben bestehen zu 55 % aus Wasser und sind geruchsfrei. Alternativ gibt es pflanzenbasierte Farben, die mit einer größeren Deckkraft aufwarten und langanhaltend (bei richtiger Anwendung 5 Tage), aber nicht völlig geruchsfrei sind. Bei wasserbasierten Farben sollte zudem innerhalb von zwei Stunden nach dem Auftragen der Kontakt mit heißem Wasser vermieden werden, damit die Haltbarkeit gegeben ist. Alle Nagelfarben sind 19-free, vegan und eco-friedly.

Was bedeutet „19-free“?

Für Nagellacke gibt es kein einheitliches Bewertungssystem. Häufig werden „x-free“-Claims verwendet. Die „Gitti“-Nagelfarben sind 19-free, das heißt, 19 bedenkliche Stoffe sind in den Produkten nicht enthalten. Alle verwendeten Inhaltsstoffe findest Du auf der Website. Übrigens: auch die Verpackungen sind nachhaltig.

Einige Videos zu den Themen findest Du auf Youtube und verschiedene Links haben wir Dir zusammengestellt. Falls Du Erfahrungen mit den Produkten hast, hinterlasse uns gern einen Kommentar.

Quellenangaben:

FAZ vom 19.09.2020: „Gitti“-Gründerin im Gespräch: Wir treffen den Nerv der Zeit

Business-Insider, Gründerszene (Aktualisierung vom 31.08.2020): Sie bekam noch vor dem Start ein Kaufangebot für ihre Nagellack-Formel

Business-Insider, Gründerszene: Warum der Gitti-Deal mit Judith Williams nicht zustande kam

OMR vom 22.10.2020: Gitti: Wieso das Nagelfarben-Startup schon vor „Die Höhle der Löwen“ immer ausverkauft war

Weitere Links:

Website Gitti

Anleitung von Gitti

Naturkosmetik – was ist das eigentlich?

Naturkosmetik – was ist das eigentlich?

Maxime einer Ganzheitskosmetikerin

Gesundheitsbewusste Frauen gehen voller Freude los und kaufen Naturkosmetik. Die Zeiten der puren Chemie in Kosmetikprodukten scheinen vorbei, denn die Marketingkampagnen der Hersteller versprechen das ja schließlich. Außerdem redet jeder darüber – auch ohne „vom Fach“ zu sein. Wirklich schön, wenn es da nicht mindestens einen Haken gäbe.

Das Denken aus diesem Selbstverständnis heraus bewirkt, sogar bei den aufgeklärten Frauen der heutigen Zeit, die Annahme, dass in den mit „Natur“ betitelten Produkten nur natürliche und qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe zu einem erstklassigen Produkt zusammen gemischt wurden. Und das noch zu einem wirklich niedrigen Preis.

Woher kommt dieses selbstverständliche Denken?

Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen. Es gibt Babybrei und es gibt Erdbeermarmelade. Kein Mensch geht davon aus, dass in Babybrei Babys enthalten sind und Erdbeermarmelade für Erdbeeren gemacht ist. Weil es entweder unsinnig oder entsetzlich wäre, erschließt sich die Logik.

Bei Naturkosmetik ist es nicht ganz so „krass“, jedoch absolut vergleichbar. Wir gehen bei Naturkosmetik einfach – ohne explizite Erklärung – davon aus, dass sie „aus Natur“ besteht und für die „Natur des Menschen“ gemacht wurde. Demnach muss sie gesund und ganz ohne Nebenwirkungen für Mensch, Tier und Umwelt sein.

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Wirkung der Manipulation

Kann jemand „nicht-manipuliert“ werden? Die Antwort ist ein klares Nein! Der Mensch manipuliert immer und wird immer manipuliert. Nur das eigene Verständnis, der eigene Charakter und die eigene Wahl entscheidet, ob wir verwerflich oder gut mit uns und dem Gegenüber umgehen. Leider vergessen wir manchmal, bestimmte Dinge zu hinterfragen und unterwerfen uns den Manipulationsversuchen.

Die aufgeklärte Frau geht zudem häufig davon aus, dass alle Menschen genauso gut sind wie sie selbst. Hier grätsche ich mal hinein, selbst auf die Gefahr eines vielleicht bösen Erwachens hin. Das ist der hauptverantwortliche Haken, dass Hersteller mit ihrer Naturkosmetik durchkommen und weiterhin die umwelt- und oft auch gesundheitsschädlichen Chemiebomben verkaufen. Diesmal jedoch absolut green-washed.

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Nicht nur Fastfoodketten verkaufen sich mit Farben, Slogans und Verpackungen gesünder! Wer das glaubt, legt diesen Gedanken hoffentlich spätestens an dieser Stelle ab. Auto-, Mineralöl- und Lebensmittelkonzerne gaukeln uns vor, dass ihre Produkte gesund für alles und jeden auf der Welt sind. Mit der Pharmazie, dem Steinkohleabbau und den Kosmetikherstellern ist das nicht anders.

Es ist der Trend der Zeit, der die Marketingstrategien bestimmt. Den Trend beeinflussen wir als Verbraucher und werden von ihm beeinflusst.

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Was ist Naturkosmetik?

Der Begriff Naturkosmetik ist nicht definiert und das ist das große Problem – seit über 20 Jahren. Ein Problem für die Gesundheit und ein Problem für die Umwelt.

Es wurden Natursiegel ersehnt. Und ja – die gibt es zwischenzeitlich, denn auch das ist ein Geschäftskonzept! Jedoch bekommt kein Hersteller diese Auszeichnung selbstverständlich aufgrund seiner Leistungen bei der Produktrezeptur. Er bekommt das Siegel nur, wenn er das Produkt nach den Bedingungen des Labels herstellt. Da stellt sich direkt die Frage, ob das denn wirklich sinnig ist. Zusätzlich muss der, der mit dem Siegel werben möchte, auch noch das Label bezahlen. So läuft das, eine Gelddruckmaschine, ohne Mehrwert für die Verbraucher:innen.

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Gibt es überhaupt Naturkosmetik?

Uff. Diesmal ein klares Vielleicht. Oder doch eher ein Nein …
Naturkosmetik wächst auf keinem Baum. Ganz genau betrachtet, ist auch Mineralöl aus der Natur und demnach Natur. Mineralölcremes müssten aus dieser Logik heraus gesund sein. Sind sie jedoch nicht.

Wenn ich zwei Substanzen verbinden möchte und dann noch den Anspruch habe, dass das Ergebnis genauso bleibt, dann befinde ich mich schon irgendwie in dem Bereich der Chemie, zumindest jedoch in der Alchemie.

Aus diesem Wissen heraus ist es absolut egal, ob es Naturkosmetik gibt oder nicht. Das Wort ist und bleibt für mich pure Manipulation. Viel wichtiger ist es, dass nichts drin ist, was die Natur von allem was auf der Welt ist, schädigt und trotzdem wirkt. Das gilt aus meiner Sicht für jedes kosmetische Produkt. Doch dafür ist noch kein Name gefunden.

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Was gibt es an gesunden Produkten?

Viele Hersteller und Produkte gibt es nicht, die meinen Anspruch, als Kosmetikerin und Verbraucherin gesund zu bleiben, erfüllen. Leider.

Außerdem ist für mich noch etwas unglaublich wichtig: Nicht nur die Produkte müssen verträglich für den Menschen sein, auch das Wesen des Herstellers muss annähernd verträglich für den Menschen sein. Erst dann erfüllt der Hersteller für mich den ganzheitlichen und gesunden Gedanken.

Was ist mit Empfehlungen?

Empfehlungen kann und werde ich in diesem Artikel nicht aussprechen, denn das muss immer individuell betrachtet werden und bezieht sich auf die Person, die die Kosmetik nutzt. In unserem ganzheitlichen Unternehmen, welches ein Verbindungsglied zwischen herkömmlicher Kosmetik und Dermatologie darstellt, gibt es nur Produkte, die ich mir jederzeit unbedenklich und dauerhaft auf die Haut tun würde. Wir sind nicht abhängig von einem Hersteller, denn auch in dem Bereich der Kosmetikhersteller gibt es keine „eierlegende Wollmilchsau“. Daher schauen wir im Vorfeld, welche Produkte die o.g. Kriterien erfüllen und die gewünschte Wirkung auf der Haut „entfalten“ können.

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Vertrauen zählt!

Deswegen meine einzige Empfehlung: Wende Dich immer an die Fachkraft Deines Vertrauens. Das machst Du auch bei allen anderen Dingen Deines Lebens, in denen Du nicht wirklich Bescheid weißt. Eine erste Unterstützung können Codecheck und ähnliche Portale bieten, doch auch da gibt es Einschränkungen. Darüber berichte ich in einem anderen Artikel.

Bitte bleib gesund – und clever!

Deine Wiebke Katzenberger


Die Autorin: Wiebke Katzenberger, Kosmetikerin und Unternehmerin

Seit über 30 Jahren ist Wiebke Katzenberger in Hautsachen unterwegs. Knapp nach Millennium gründete sie ihr eigenes Unternehmen Beauty & Balance. In diesem Unternehmen sind Kosmetik und Coaching vereint, denn durch Selbstfindung auf jeder Ebene ist der Mensch authentisch schön. „Kosmetik kommt von Kosmos und nicht von Creme schmieren“, erklärt sie jedem Kunden „und demnach ist Kosmetik das Handwerk und die Kunst mit allem was da ist umzugehen – um dann, quasi ‚so ganz aus Versehen‘, schön zu sein!“

Sie begleitet ihre Kunden online und vor Ort.

Beauty & Balance
Bahnhofstrasse 43
69256 Mauer 06226 9299531

Mehr von Wiebke Katzenberger, Beauty & Balance findest Du unter www.kosmetik-mauer.de.
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